Gott gibt den Plan mit seinem Volk nicht auf Jes 2,1-11

Den folgenden Vortrag habe ich 2012 gehalten. Er ist heute noch so aktuell wie vor 5 Jahren. Mehr noch, die zwischenzeitliche Entwicklung beweist einmal mehr, dass die Gedanken zu Jesaja 2,1-11 der Wahrheit des geoffenbarten Prophetenwortes abgelauscht und vom Geist Gottes geschenkt worden sind.  Keine Frage, dass Gott sein Volk Israel vorbereitet seinen Messias zu empfangen. Sind wir als Gemeinde Jesu auf Gottes Eingreifen vorbereitet?

Vortrag bei der Israelskonferenz in Maisenbach März 2012

Konferenzthema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“

Auf dem Einladezettel zur Konferenz lautete das Thema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen.“ Gott tut das, das ist überhaupt keine Frage! Ja, „Gott bereitet Israel vor seinen Messias zu erkennen“. Das erlebte ich Jahr für Jahr beglückend, wenn ich im September eines Jahres nach Jerusalem reise um dort mein „Jahres-Update“ zum Thema „Israel“ zu empfangen. Über viele Jahre bsuchte ich jährlich die Studienwoche der Gemeinschaft der Versöhnung GdV mit großem Gewinn. In manchen Jahren hatte ich jeweils noch einige Freunde dabei, mit denen ich hinterher noch einige Tage im Land umherreiste.

Bei den Studienwochen vertiefte ich mich immer wieder in die biblische Lehre, in die Heilsgeschichte Gottes, die Marcel Rebiai vollmächtig dargelegte. Mit ganz besonderer Betonung des prophetischen Wortes, als ein Licht, das leuchtet auf unserem Weg. Gottes Heilsgeschichte mit seinem Volk und den Völkern von Anfang bis Ende. Ich erfuhr von der Last und von den Freuden im Dienst  der Geschwister in Jerusalem, wenn sie Juden und Moslems das Evangelium von Jesus bezeugen. Und ich durfte hören von der Frucht, die Gott auf mehr als 20 Jahren treuen Dienstes schenkt.

„Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“.

Ja, das stimmt! Besonders die an Jesus, an Jeshua glaubenden jüdischen Gemeindeleiter werden nicht müde, auf die baldige Wiederkunft Jesu hinzuweisen. Sie leben in einer großen Naherwartung. Und sie predigen das auch. Selbst nicht wenige Israelis in verantwortlicher Position in der Gesellschaft und Politik sind davon überzeugt, dass ein politischer Friede im Nahen Osten außer Reichweite ist. In jüngster Zeit mehr denn je.

Hier können Sie den ganzen Vortrag lesen:

Gott_gibt_seinen_Plan_nicht_auf_Jes _2,1-11_Israelkonferenz März_2012

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in Israel

Deutschland zu Gast bei Freunden
Über den Besuch des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel in Israel
von Josias Terschüren Mai 2017

Der Autor des Reports ist Josias Terschüren, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit bei der Initiative 27. Januar. Diese hat sich in ihrer Arbeit neben dem Gedenken an den Holocaust, dem Kampf gegen Antisemitismus auch der Israelsolidarität als drittem Schwerpunkt verschrieben. Die derzeitige Entwicklung in den deutsch-israelischen Beziehungen sind beängstigend. Josias Terschüren zeichnet die Entwicklungen und Prozesse für die bilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel innerhalb der letzten Monate nach.

„Es ist ein turbulenter Abschnitt der deutsch-israelischen Beziehungen, der sich momentan vor unseren Augen abspielt. Schuld an den Turbulenzen ist einmal mehr der Doppelstandard, der gemeinhin für Israel gilt. Auslöser der aktuellen Spannungen zwischen den befreundeten Nationen ist ein abgesagtes Treffen zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel.

Die Absage durch Benjamin Netanjahu löste in Deutschlands Politik und Medien einen Eklat aus. Um nachvollziehen zu können, warum dieser sich dazu entschloss, den höchsten Diplomaten eines der engsten Verbündeten Israels in der Welt so öffentlich in die Schranken zu weisen, muss man die Vorgänge in einem größeren Kontext betrachten.“

Es lohnt sich die exakt recherchierten Details nachzulesen, die der Autor in seinem Artikel aufgezeichnet hat.

Hier der Link zum vollständigen Artikel 170620 Monitoring-Report-2017-05_Gabriel-in-Israel

Einblicke und Durchblicke in Gottes Heilsgeschichte – bei Nehemia K.1

Gottes Heilsgeschichte mit seiner Menschheit ist aufs engste verwoben mit der Weltgeschichte. Sie sind nicht voneinander zu trennen. – Was Jahrtausende miteinander verbinden

Unsere gesamte Menschheitsgeschichte von Adam an hat einen Anfang und ein Ziel. Wir sind keineswegs einer Vielzahl von Zufälligkeiten unterworfen, sondern da herrscht einer über uns, der einen Plan hat. Und nach seinem Plan läuft die Geschichte der Menschheit ab. Dieser eine ist der allmächtige und ewige Gott. Er ändert sich nicht. Er ist derselbe: gestern, heute und in Ewigkeit. Aber die Menschen und die Reiche dieser Welt ändern sich – und zwar nach göttlichem Plan. Gottes Ziel mit seiner Menschheit ist dies: Die Macht der Sünde soll in dieser Welt gebrochen, Tod und Teufel sollen besiegt und überwunden werden. Unsere Erde soll unter der Herrschaft Gottes und seines Messias in ein Friedensreich verwandelt werden.

Das Buch Nehemia im AT ist das letzte der Geschichtsbücher. Obgleich in den meisten gängigen Übersetzungen Esra und Nehemia jeweils eigenständige Bücher sind, gehörten sie womöglich einst zusammen und bildeten eine Einheit, so wie es auch heute noch in hebräischen Handschriften ist.

Mit dem was wir aus dem Nehemiabuch erfahren, werden uns Einblicke in eine ganz besondere, in eine entscheidende Stunde der Heilsgeschichte Gottes mit seinen Menschen gewährt.
Was ist das Besondere daran? Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte. Die Zeit des sogenannten Alten Bundes mit dem Gottesvolk Israel neigt sich seinem Ende zu und die Zeit des Neuen Bundes wird vorbereitet.

Einige Sätze zur Person des Nehemia: Von Beruf war Nehemia ein sehr hoher Beamter am Hof des Königs von Persien, Artaxerxes I (464-424 v. Chr.). Nehemia, dieser  hebräische Name hat die Bedeutung „Jahwe tröstet“, also der HERR, Gott, tröstet. Sein Vater war Hachalja. Der war zusammen mit einer von drei Gruppen aus seiner Heimat Juda ins Exil verschleppt worden. Dies passierte im Abstand einiger Jahrzehnte zwischen ca 605 bis 586 v.Chr. Nehemia selbst wurde erst in der Gefangenschaft geboren. Er kannte daher die Heimat seiner Vorfahren nur vom „Hören-Sagen“. Seine hohe Funktion am persischen Königshof wird in unserem Text mit „Mundschenk“ bezeichnet.  Eine sehr hohe, bedeutende und verantwortungsvolle Position. Eine besondere Vertrauensstellung, also eher zu beschreiben als eine Art Privatsekretär. Als Mundschenk von König Artaxerxes I. hatte Nehemia sowohl eine verantwortungsvolle (er musste sicherstellen, dass der Wein des Königs nicht vergiftet war) als auch eine einflussreiche Position, denn ein solch vertrauenswürdiger Diener wurde oft zu einem engen Berater.

Etwa um dieselbe Zeit, bzw. kurz davor lebten die letzten Propheten im AT, Sacharja und Maleachi. Wenig mehr als 500 Jahre vor Chr., also vor der Zeitenwende. Mit diesen beiden letzten Propheten des AT hörte Gott für lange Zeit auf mit seinem Volk zu reden. Die Zeit der Propheten war zu Ende gegangen. Wenig mehr als 5 Jahrhunderte wird es noch dauern, bis Gott ganz neu und noch einmal ganz anders zu seinem Volk redet, ja überhaupt zur ganzen Menschheit: Dann nimmt Gott selbst Menschengestalt an. Er wird in seinem Sohn zu seinem Volk kommen. Gott kommt vom Himmel auf die Erde. Und mit Jesus v. Nazareth bricht eine ganz neue Zeit an. Im Joh.-Evglm erfahren wir: „Das Wort Gottes wurde Fleisch, d.h. nahm Menschengestalt an, und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit“. (Joh 1,14) Gottes zuvor ergangenes Wort durch Mose und die Propheten war allerdings durch das Kommen Jesu nicht hinfällig geworden. Vielmehr „musste sich alles erfüllen was über ihn – von Jesus – im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen geschrieben steht.“ (Lk 24,44) So erklärte es der auferstandene Jesus später seinen beiden völlig frustrierten Jüngern als diese am Abend des Auferstehungstages Richtung Emmaus wanderten. Von der Auferstehung Jesu hatten sie zwar gehört, sie aber weder einordnen noch glauben können.

Die Zeit von Esra und Nehemia waren also heilsgeschichtlich betrachtet eine ganz besondere Umbruchzeit. Es mussten in der Geschichte des Volkes Gottes alle erforderlichen Voraussetzungen für das Kommen des Messias Jesus und sein Rettungshandeln geschaffen werden. Sowohl die äußeren, sprich die politischen, als auch die inneren, die geistlich religiösen.

Dies war ca 140 Jahre zuvor geschehen: Seit 586 v. Chr. lebte das Volk der Juden mit nur wenigen Ausnahmen im Exil. Tausende von Kilometern entfernt vom „verheißenen Land“ in der babylonischen Gefangenschaft. Gottes Gerichtsankündigungen durch Mose (z.B. 3.Mo 20,22) und die Propheten haben sich in schrecklicher Weise erfüllt. Das von Gott verheißene Land, das Josua dem Volk Israel rund 1000 Jahre zuvor ausgeteilt hat und in dem Jahrhunderte später König David sein Großreich aufgebaut hatte, hat seine Bewohner „ausgespien“.

Aber damit war Gott mit seinen Heilsplänen keineswegs am Ende. Im Gegenteil: Es war die Zeit gekommen, ein neues Kapitel seiner Heilsgeschichte aufzuschlagen. Gott selbst wird in seinem Sohn Jesus Christus auf die Erde kommen, um Sünde, Tod und Teufel zu besiegen. Dieses heilsgschichtliche Ereignis besonderer Art musste vorbereitet werden.

Machen wir uns bewusst: Der „Neuen Bund“ wurde mit dem 3 jährigen Wirken des Gottessohnes mit Kreuz und Auferstehung auf dieser Erde aufgerichtet. Es war ein kurzer – aber wunderbarer Höhepunkt in Gottes Heilsschaffen in seinem Kampf gegen Satan und seine Macht. Gott selber erschien in seinem Sohn in dieser Welt. Satan der urzeitliche Gottesrebell war lange zuvor aus dem Himmel auf die Erde geworfen worden. Damit wurde unsere Erde zum Schauplatz der Auseinandersetzung Gottes mit Satan. Es kam zur Entscheidung. Gottes ewiges Wort wurde Fleisch – d.h. Mensch – und wohnte unter uns. In der Person des Jesus von Nazareth.

Dieses zentrale Ereignis in Gottes Geschichte mit seinen Menschen konnte nirgends anders als in der Stadt Davids, nirgends anders als in der Stadt des großen Königs, nirgends anders als in der Hauptstadt des kommenden messianischen Friedensreiches geschehen.  Hier in Jerusalem musste das zentrale Ereignis der Heilsgeschichte Gottes mit Kreuz und Auferstehung  Jesu stattfinden.

Und um diese Vorbereitung geht es im Esra und Nehemia Buch. Die nimmt hier ihren Anfang. Wie hat Gott das gemacht? In göttlicher Souveränität greift Gott ein in das Weltgeschehen. Er beruft sich Menschen, öffnet ihnen die Schrift, schenkt Weisheit und Erkenntnis, er formt sie, befähigt sie, leitet sie und schenkt Gelingen. Schon erstaunlich, wie Gott sich dazu Menschen unterschiedlicher Herkunft, Stellung und Berufe bedient. Nehemia selbst zeigt ein vorbildliches Gottvertrauen und ist zu gößtem persönlichen Opfer bereit.

Das ganze Nehemia-Buch kann unter das Thema gestellt werden:  „die gute Hand Gottes“.  Es lohnt sich das ganze Nehemiabuch einmal im Zusammenhang durchzulesen. Dabei wird deutlich wie treffend der Kommentar von Mc. Arthur in der Studienbibel zur Stelle ist: „„Das vorbildliche Verhalten des berühmten Mundschenks wird bei weitem noch von Gott übertroffen, der dafür sorgte, dass die Mauern Jerusalems trotz des vielen Widerstands und der enttäuschender Rückschläge aufgebaut werden konnten“.

Gott hat Gnade gegeben, dass die Voraussetzungen für das erste Kommen des Messias geschaffen werden konnten. Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte.

Beeindruckend zu sehen, wie Gott just zu diesem Zeitpunkt Gunst und Wohlwollen unter den Vorstehern seines Volkes und im Volk selbst gewirkt hat. Proteste und Rebellion konnten durch Nehemia im Keim erstickt werden. Seine Leute haben es sich sagen lassen. Ja, es stimmt: „Wenn die Stunden sich gefunden bricht die Hilf mich Macht herein, und dein Grämen zu beschämen wird es unversehens sein.“

Ausführlich wird im letzten Teil der Bibelarbeit auf die Frage eingegangen: Was lehrt uns Gottes Wort über Nehemia für unsere Zeit heute? Was hat sich in den 2 1/2 Jahttausenden nicht geändert und was ist „neu geworden“? Wir leben 2500 Jahre nach Nehemia. Gott ist derselbe geblieben. Seine Ziele mit uns Menschen sind dieselben geblieben. Seine Liebe und sein Erbarmen sind uns zugewandt. Gott sei Dank! Denn von Natur aus sind wir Sünder und bedürfen der Befreiung und Heilung. – Auch daran hat sich seit Nehemias Zeiten nichts geändert. Während Nehemia aber noch z. Zt. des „Alten Bundes“ lebte, so finden wir uns heute im „Neuen Bund“ Gottes vor. Nach Gottes Rettungstat in Jesus mit Kreuz und Auferstehung sind wir eingeladen durch den Glauben an Jesus  Kinder Gottes zu werden. Dann lebt Jesus Christus in uns. Eine ganz neue Qualität der Gottesbeziehung.

Der Apostel Paulus beschreibt dieses göttliche Erbarmen so in Gal 4,4ff: „Als dann aber die Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde von einer Frau geboren und unter das Gesetz gestellt.5 Er sollte die loskaufen, die unter der Herrschaft des Gesetzes standen, damit wir das Sohnesrecht bekämen. 6 Weil ihr nun Söhne seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der „Abba! Vater!“ in uns ruft. 7 Du bist also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch zum Erben gemacht.

Zusammenfassend soll gesagt sein:

Die Geschichte Nehemias will kann für uns ein Vorbild sein für unseren Lebensweg in der Nachfolge Jesu.  Lassen wir uns davon inspirieren!!! Dann sind wir bereit für die Wiederkunft Jesu.

Der vollständige Vortrag wurde am 23.4.17 in Rutesheim im API Zentrum gehalten.  Er kann unter folgendem Link gelesen und heruntergeladen werden: Neh_1_BiStd_bei_API_in_Rutesheim

 

„Klage – Hilfeschrei – Zuversicht“

Eine Auslegung zu Psalm 10 von Fritz Ehmendörfer

In Psalm 10 erhebt ein zutiefst Angefochtener ein Klagelied.

Er tut das angesichts des Leids, das Gottesverächter, Gewalttäter und Habgierige mit ihrem schlimmen Treiben über Elende und Arme bringen. In der Geschichte des Alten Testaments gehört unser Psalm 10 eng zusammen mit dem vorhergehenden Psalm 9. In der griechischen Übersetzung des Alten Testament sind die beiden Psalmen sogar zu einem zusammengefasst, obwohl sie inhaltlich sehr verschieden sind. Psalm 9 wird König David zugeschrieben und ist vor allem ein Lob- und Danklied. Ja, geradezu ein Siegeslied der Armen und Elenden gegen die Gottlosen, die Frevler, die Unterdrücker. So V 2-4: „Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster, dass meine Feinde zurückweichen mussten.“  David weiß: dies alles hat er Gott zu verdanken. David weiß auch, dass Gott, der Herr schlussendlich den ganzen Erdkreis und die Nationen richten wird mit seiner Gerechtigkeit.

Unser heutiger Psalm 10 hat demgegenüber einen ganz andern Grundton. Wir hören zunächst keinen Lobpreis auf Gott wie in Psalm 9. Im Gegenteil. Zutiefst angefochten stellt der Beter gleich zu Beginn – fast anklagend – die uns so bekannte „Warum-Frage“:  „HERR, warum stehst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?“
Und später in Vers 13 noch einmal: „Warum darf der Frevler so frech lästern und in seinem Herzen sprechen: ‚Gott hat’s vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er wird’s nimmermehr sehen‘“. (V 13) In 11 von 18 Versen seufzt und klagt der Beter in unserem Psalm über den Jammer und das Elend des Armen und Schwachen, der dem Treiben des übermütigen Gottlosen, Habgierigen und Gewalttätigen hilflos ausgeliefert zu sein scheint. Er kann nicht mehr an sich halten. Es bricht aus seinem Innersten hervor und er zählt etliche der gemeinen Schandtaten und gotteslästerlichen Taten in seinem Gebet auf.
Z.B.: „Weil der Frevler Übermut treibt, müssen die Elenden leiden.“ „Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug; seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an.“ „Er mordet die Unschuldigen heimlich, seine Augen spähen nach den Armen. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, er lauert, dass er den Elenden fange; er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz.“ Die uralte Frage der Menschheit „Warum lässt Gott all das Leid zu?“ hat sich Luft gemacht.

Doch dann – völlig unerwartet – ist ein befreiender Hilfeschrei zu hören.

Urplötzlich verstummt das Klagelied nach V11. Und in V 12 ist vom Beter ein gebietender Gebetsruf zu vernehmen: „Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht!“

Die Worte von Psalm 10 selbst lassen nicht erkennen wie es zu dieser plötzlichen Umkehrung beim Beten kam. Eben noch die verzweifelte Klage über einen verborgenen Gott und dann plötzlich der beherzte Hilfeschrei. Eben noch: „Warum stehst du so ferne – und verbirgst dich zur Zeit der Not?“ Und jetzt: „Steh auf, du Gott Israels. Erhebe deine Hand!“

Wie konnte es dazu kommen? Vielleicht waren die beiden Psalmen 9 und 10 in der Tat bei ihrer Entstehung eine Einheit. Dann könnten wir es möglicherweise mit einem überraschenden Blickwechsel des Beters zu tun haben. Der schaut plötzlich nicht länger auf das was der Böse anrichtet, sondern er lenkt seinen Blick auf das was sein Gott tun kann und erinnert sich wie Gott schon oft helfend eingegriffen hat. Das soll auch jetzt wieder geschehen. Der Angefochtene kann über das zu Herzen gehende Elend um ihn herum hinausblicken und  zuversichtlich auf Gottes sieghaftes Handeln vertrauen. Er betet: „Herr Gott, du schaust den Jammer, vergiss den Elenden nicht; du bist der Waisen Helfer. Zerbrich den Arm des Frevlers.“ „Suche den Frevel heim, dass man nichts mehr davon findet.“

Jetzt ist der Blick des Beters auf Gottes Macht gerichtet. Sein Blickwechsel hat in seinem Herzen hat eine völlige Veränderung geschaffen und Zuversicht bewirkt;
die anfängliche Niedergeschlagenheit wurde besiegt und vertrieben. Nur noch triumphierende Worte sind von da an bis zum Ende des Gebets zu hören. Sie erinnern an den vorausgehenden Psalm 9. In einer neueren Übersetzung klingt das Gebet Psalm 10 mit einem Siegesruf so aus:

„Gott, der Herr, ist König für immer und ewig! Die ihn missachten, verschwinden aus seinem Land. Du hast die Sehnsucht der Armen gestillt,
Herr, du stärkst ihr Herz, du hörst auf sie. Du schaffst den Waisen und Bedrückten Recht; kein Mensch auf der Erde muss mehr erschrecken.“

Ich habe mir die Frage gestellt: Wie kommt es, dass dieses – vielleicht 3000 Jahre alte Gebet von Psalm 10 für uns an Gott und an Jesus Glaubende bis heute so hochaktuell ist? Wie kommt es, dass dieser Dreiklang beim Beten: „zuerst Klage – dann Hilfeschrei – und zuletzt Zuversicht“ die Zeiten überdauert hat. Seit Urzeiten bis heute erleben Gläubige wie aus ihrem Notschrei: „HERR, warum?“ und nach einem Hilferuf: „Steh auf Herr, erhebe deinen Arm“ sich bei ihnen die feste Zuversicht einstellt: „Der HERR ist König immer und ewig, … du schaffst Recht den Waisen und Armen!“

Die Bibel gibt uns eine Antwort: Unser menschliches Leben auf dem Planeten Erde findet seit dem Sündenfall in diesem Spannungsfeld statt. Der Teufel als der Widersacher Gottes hat die ganze Menschheit unter den Fluch der Sünde gebracht. Wohl hat Jesus mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung uns Menschen aus der Versklavung unter die Sünde erlöst und Satan besiegt. Völlig ausgeschaltet aber hat er ihn noch nicht. Das ist erst mit der Wiederkunft Jesu verheißen. Bis dahin leiden an vielen Orten auf unserem Planeten Menschen z.T. schrecklich unter schreiender Ungerechtigkeit und erbarmungsloser Ausbeutung. Viele mögen denken: und Gott schweigt. Aber nein, er schweigt nicht. Seit Jesus, der Sohn Gottes, auf unsere Erde war ist eine neue Zeit angebrochen. Die tödliche Macht der Sünde und des Todes ist gebrochen. „Jesus Christus hat den Tod entmachtet und uns durch die gute Botschaft unvergängliches Leben geschenkt.“ (2.Tim 1,10 NeÜ)

Es mag sein, dass der Böse uns schwer zusetzt sodass wir jammern und klagen: „Ach, Herr, mein Gott, warum?“ Er will uns als Glaubende aus der Gemeinschaft mit Jesus herauslösen. Eins aber kann er nicht verhindern: dass wir in aller Not unseren Blick auf Jesus werfen und um Hilfe zu schreien. Jesus wird uns ganz gewiss heraushelfen.

Gesendet in ERF Plus Bibel heute am 12.3.2017

„Gottes Friedensplan für Nahost – und wie er erkennbar Konturen gewinnt“.

Vortrag in der EFG Bretten (Baptisten) am 16.11.2016

Kaum ein Tag vergeht ohne beunruhigende Nachrichten über Krieg und Terror aus dem „Nahen Osten“.  In einem Gespräch mit einem Bekannten ging es um Schlagzeilen in den aktuellen Nachrichten. Wir sprachen über Krieg, Gewalt, Hass und Terror im Nahen und Mittleren Osten. Vielen erscheint dieser Konflikt wie ein Pulverfass für einen möglichen neuen Weltkrieg. Im Verlauf unseres Gesprächs sagte ich unvermittelt: „Ein Großteil der Völker des ‚Nahen Ostens‘ – wird einmal zum Segen werden für die gesamte Völkerwelt.“ Darauf die Antwort meines Bekannten: „Das glaube ich nicht!“ Eigentlich ist seine Skepsis nachvollziehbar.

Ich frage nun: „Woher nehme ich meine Zuversicht für eine positive Zukunft?“  Um es rundheraus zu sagen: „Aus dem Wort Gottes, aus der Bibel.“ Vor mehr als 2 ½ Jahrtausenden hat der lebendige Gott seine Zukunftsperspektive durch seinen Propheten Jesaia aufgezeigt: „Zu jener Zeit wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Die Völker werden sich gegenseitig besuchen und gemeinsam dem HERRN, dem Gott der Bibel, dienen. Dann wird Israel der Dritte im Bund sein und – zusammen mit Assur und Ägypten – ein Segen für die ganze Erde.“ So lesen wie in Jesaja 19,23.24. Statt „Fluchachse“ wie jetzt, dann einmal

In meinem Vortrag werde ich aufzeigen, warum dieses Prophetenwort auch für unsere Zeit glaubwürdig und noch in Kraft ist. Zu dem aber können wir erkennen, wie sich Gottes prophetisches Wort vor unseren Augen  in unserer Zeit erfüllt. Wir werden dabei feststellen, dass der Friedensplan Gottes für Nahost nicht kompatibel, nicht vereinbar ist, mit den Plänen die sich Menschen, Völker und ihre Regierungen machen. Denn Gottes Lösung gegen das ausufernde Chaos in der Welt geht viel tiefer als alle politischen Konzepte. Gott liebt seine Welt, darum ist er der bösen Natur des Menschen an die Wurzel gegangen und hat unser menschliches Elend mitsamt unserer Schuld und ihren Folgen durch Jesu Tod und Auferstehung überwunden. Erstaunliches und Mutmachendes  wird uns den Krisenregionen berichtet.

Lassen Sie sich davon überraschen, wie Gottes Friedensplan für Nahost  – und für die ganze Welt – Konturen gewinnt.

161115-efg-bretten-gottes-friedensplan-fuer-nahost-erkennbare-konturen

Einladung zu Gebetsabenden im August 2016:

Mühlacker (FEG): Sonntag, 14.08.2016 von 19:30 bis 21:00
In den Räumen der FEG Mühlacker, Ziegeleistraße
Knittlingen:    Montag,  15.08.2016  von 19:30 bis 21:00
Evang. Gemeindehaus im Pfleghof (Matthias Claudiuszimmer)

Für die biblische Besinnung wollen wir diesmal auf den Text des diesjährigen Israelsonntags 2016 Rö 9,1-8.14-16 (31.07.16) hören. U.a. lesen wir dort von Paulus:

 „Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die die Israeliten sind…aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.“ (aus Rö 1,1-8)

Paulus liebt sein Volk Israel mit einer Liebe, die ihn alles kosten darf. Es ist die Liebe Gottes, seit Pfingsten ausgegossen in die Herzen von uns Christenmenschen durch den Heiligen Geist. Gott will, dass wir Paulus zum Vorbild nehmen und das Gottesvolk ebenfalls lieben. Sind wir dazu bereit? Durch die Liebe Gottes, unseren gelebten Glauben und unsere Gebete tragen wir dazu bei, dass sich viele Israeliten aus Ihrer fleischlichen Nachkommenschaft Abrahams retten lassen und zu Kindern der Verheißung  – zu Gottes Kindern – werden. Auch die Juden brauchen Jesus um gerettet zu werden.

Neben positiven Nachrichten über die Ausbreitung der frohen Botschaft hören wir aus Israel von unseren messianischen Geschwistern derzeit allerdings auch äußerst besorgte Stimmen über den Zustand Israels: Reuven Berger, ein an Jesus glaubender Jude und Gemeindeleiter der Christchurch, Jerusalem). „Wir müssen der Ernsthaftigkeit dessen bewusst werden … und dürfen das nicht ignorieren: Die Parade (3.6.16 Tel-Aviv Pride), die 200 000 Teilnehmern angezogen hat, wurde von führenden Personen unterstützt. … Es war eine grauenvolle Woche von perversen Ereignissen, die aufdringlich angeboten wurden“. Als Beispiel dafür: Ministerpräsident Netanyahu zur kürzlichen Schwulen- und Lesben-Parade in Jerusalem: „Leider gibt es noch immer Menschen unter uns, die nicht bereit sind, die LGBT-Gemeinde zu akzeptieren. Wir alle haben das Recht und die Pflicht, uns gegenseitig zu akzeptieren, unabhängig von Rasse, dem Glauben oder Sexualität. Wir alle sind nach Gottes Bild geschaffen worden, wir sind alle Israelis, Bürger dieses Landes, wir sind ein Volk! Ich bitte Euch, solidarisch mit unseren Schwestern und Brüdern der LGBT-Gemeinde zu sein, … . Würde, Respekt, Anerkennung, das sind die Werte, die siegen werden.“ Auch Staatspräsident Rivlin hat sich ähnlich geäußert.

Dazu nochmals Reuven Berger zur Parade in Tel-Aviv: „Wir dürfen die schamlose Werbung nicht ignorieren, denn es ist ein offensichtlicher Akt der Auflehnung gegen den Gott Israels, insbesondere weil Tel Aviv anstrebt die Schwulenhauptstadt der Welt zu werden. Als der Leib Christi hier im Land müssen wir Fürbitte leisten und Gott darum bitten, uns von seinen Gerichten zu verschonen. Es wird berichtet, dass mehr als 60% der  Israelis gleichgeschlechtliche Ehen befürworten. Ich glaube, dass wenn Gott Sodom und Gomorra für diese und andere Sünden gerichtet hat, ER auch uns nicht verschonen wird, wenn wir nicht Fürbitte tun vor Seinem Thron, so wie es unser Vater Abraham getan hat.“

Das wollen wir tun, unsere jüdischen Geschwister im Gebet und in der Fürbitte unterstützen. Darum kommen wir zu unseren Gebetsabenden zusammen. Uns als Gemeinde Jesu aus den Nichtjuden ist die besondere Aufgabe zugewiesen, Gottes Liebe in Jesus Christus einer „verlorenen Welt“ – aber v.a. auch dem Gottesvolk Israel – zu bezeugen. Dazu gilt es vor Gott im Gebet dafür einzutreten, dass sich noch viele Menschen – Juden und Nichtjuden – vor dem bevorstehenden Gericht retten lassen. (Pfingstpredigt des Petrus: Apg 2,40). Das wollen wir tun und uns dabei vom Geist Gottes leiten lassen. Bitte kommt selbst und bringt noch andere mit.

Wir können was wir sollen – JESUS nachfolgen! – zu einem unbeschreiblich herrlichen Ziel

Predigt zu 1. Petrus 2,21-25

1Pe 2:21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf dass ihr seinen Fußstapfen nachfolget;
1Pe 2:22 welcher keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Munde erfunden,
1Pe 2:23 der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der recht richtet;
1Pe 2:24 welcher selbst unsere Sünden an seinem Leibe auf das Holz hinauf getragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr heil geworden seid.
1Pe 2:25 Denn ihr ginget in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.

Unser blauer Planet – in den unendlichen Weiten des Universums – ist nicht nur von der schützender Atmosphäre umgeben, nicht nur vom Energiespender Sonne bestrahlt und von allem was das Leben von Tieren, Pflanzen und Menschen garantiert. Weit mehr:

Wir sind eingehüllt von der Liebe und Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters. Der Schöpfer-Gott ist Liebe. (Joh 3,16)

Ich sage hier etwas – und garantiert – dies ist in der morgigen Tageszeitung nicht zu lesen: Völlig unabhängig aller negativer Schlagzeilen: Die gute Nachricht gilt, sie steht fest: Gottes Liebe und sein Erbarmen hüllt uns ein. Jesus hat uns eine helle, lichte und heile Zukunft bereitet.
Ebenso unabhängig vom persönlichen Ergehen. Welche Not auch immer uns bedrängt: Krankheit, Armut, Leid und Trauer, Heimweh …,  sind wir  eingeladen uns in Gottes Liebe und Erbarmen hineinnehmen zu lassen.

Der Apostel Petrus,  Zeitgenosse Jesu, ein Augenzeuge von damals, bricht zu Beginn seines ersten Briefes (Kapitel 1) in hellen Jubel aus:

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,
4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch,
5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.
6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, (LÜ)

Vergessen wir nicht – dieser Petrus starb Jahre später den Märtyrertod. Er wurde gekreuzigt. Aber das war nicht sein Ende. Er lebt jetzt bei seinem Herrn im Licht.

So sind auch wir sind in die Nachfolge JESU gerufen, auf einen Weg mit IHM auf dem ER uns zu einem unvergleichlich herrlichen Leben führt.

Wir können in Jesu Fußstapfen treten und ihm nachfolgen. Auch wenn wir dabei in unserer zunehmend gottloseren Gesellschaft in eine Außenseiterrolle hineinkommen. Je mehr die Lichter in dieser Welt ausgehen und je dunkler es wird umso näher rückt die Wiederkunft Jesu. Diese Zeit wird uns von Jesus, den Aposteln und Propheten als eine äußerst bedrohliche und beschwerliche Zeit beschrieben. Aber JESUS wird uns ans Ziel bringen. Wie wir mit Jesus zusammen unser Leben meistern können und warum wird in der Predigt 1.Petr_2,21b-25_Predigt_Ev.KiGd_Gündelbach_17.4.16 ausgeführt:

„Freut euch, allewege – der Herr ist nahe“ – mit Gottes Kraft ins neue Jahr!

Predigt am Sonntag nach Neujahr in der FeG Mühlacker, am 3.1.2016

Wie geht es Dir heute Morgen?

Jetzt wo alle Feiertage hinter uns liegen. Und wo für viele morgen früh der Alltage wieder beginnt.
Besonders interessiert es mich: Wie sieht es in euch aus? Wie steht’s mit der Freude? Konntet ihr etwas von der „Weihnachtsfreude“ erleben? Und wenn ja, konntet ihr was herüberretten von der Weihnachtsfreude ins neue Jahr? Weihnachten – oft das Fest Freude genannt!

Eines der bekanntesten Weihnachtslieder, jeder hat es schon gesungen:
„O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit. Welt ging verloren, Christ ist geboren. Freue dich, freue dich o Christenheit.“

Soviel wissen wir von damals: Die Hirten in jener Nacht auf den Feldern vor Bethlehem dösten vor sich hin. Vielleicht saßen sie um ein Feuer. Da urplötzlich … riss der Himmel auf und …nach Lk:

Siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. (Luk 2,0-11)

Das war der Augenblick in der Menschheitsgeschichte, der die Welt verändern sollte. Die Hirten machten sich auf in das Städtchen Bethlehem und fanden in einem Stall Maria mit Joseph und dem Kind in der Krippe, gebettet auf Stroh. Sie beteten an das Neugeborene. Den Heiland und Retter der Welt. Danach waren diese rauen Gesellen nicht mehr dieselben. Ihre Herzen waren mit großer Freude erfüllt. Und …

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. (Luk 2:20 )

Die Freude ist ein ganz zentrales Thema der Bibel. „Freude“, das ist doch Gottes Thema mit uns, seinen geliebten Menschen – durch die ganze Bibel hindurch.
„…die Freude und nur die Freude führt ans Ziel aller Wege Gottes mit uns“, sagte der Schweizer Theologe und Predigtlehrer Rudolf Bohren. Oder: „„Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens“, sagt Martin Luther.

Auch Jesus, unser Herr, wollte, dass sich seine Jünger freuen. Noch Stunden vor seinem Tod am Kreuz. Im Johannesevangelium erfahren wir vom letzten Zusammensein Jesu mit seinen Jüngern. Letzte Worte haben bekanntlich ein besonderes Gewicht. Erst recht beim Gottessohn. Er sagte seine Nachfolgern:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich!
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten.
Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. „ (Joh 14,1-3) ….
„Das sage ich, damit meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde.“ (Joh 15,11)

Kein Wunder, dass auch bei Paulus die Freude ein zentrales Thema ist. Ganz besonders der Brief des Apostels an die Christen in Philippi bringt dies zum Ausdruck. Der Philipperbrief wird der Brief der Freude genannt. Gleich 14 Mal kommt das Wort Freude in den vier kurzen Kapiteln vor. Gott will uns mit Freude beschenken. Vor diesem Hintergrund nochmals meine Frage: Hat euch in den zurückliegenden Tagen diese „Freude“ gepackt? Und wenn ja, konntet ihr was herüberretten von dieser „Weihnachtsfreude“ ins neue Jahr?

Um diese Freude in unserem Leben in der kommenden Zeit soll es heute Morgen gehen.

Dazu hören wir auf zwei Verse aus dem Brief des Pls an die Christengemeinde in Philippi.

Freuet euch in dem HERRN allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!
  ….der HERR ist nahe! Phil 4,4.5

„Freut euch!“ – ausstrecken sollen wir uns nach der Freude– sie ergreifen.
„Zupacken“. Zweimal fordert Paulus die Christen in Philippi hier auf: Freuet euch … Leute, was immer geschieht. Freut euch; freut euch unter allen Umständen. Und noch einmal sage ich euch „Freut euch!“

Aber Paulus, so möchten wir da fragen, was soll das?
„Kann man Freude denn einfach befehlen – dazu noch: „freut euch allezeit, freut euch allewege, unter allen Umständen?“ Auf unseren Einwand hin höre ich unseren Bruder Paulus antworten: „Ihr lieben Leute, ich befehle Euch gar nichts. Aber ich lade Euch ein.“ Versteht mich nicht falsch, würde er vielleicht noch dazu sagen. Meine Aufforderung ist keinesfalls ein Befehl. Es ist eine Einladung; ich lade euch ein euch zu freuen: freut euch, wo immer ihr unterwegs seid, ihr habt nämlich allen Grund dazu“.

Diese Einladung  „Freuet euch!“ ist alltagstauglich. Sie ist praktikabel in jeder Lebenssituation. Alles andere als eine graue Theorie. Das Geheimnis liegt in den beiden Wörtern „im Herrn“. „Freut euch im Herrn, allewege“ – wir können das tatsächlich – uns „allewege“ freuen, doch nur „in dem Herrn“
„Freut euch – in dem Herrn!“ Das ist das Geheimnis des Apostels Paulus. Und diese Freude ist von ganz besonderer Qualität, von einzigartiger Qualität. Es ist eine Freude „made by God“. Wir können sie nicht selber machen. Der Schlüssel zur echten bleibenden Freude liegt tatsächlich in den beiden Wörtern: „im Herrn“ Ohne diesen Schlüssel bleibt für uns die Türe zu dieser überragenden und bleibenden Freude verriegelt, verschlossen.

Ohne dieses „im Herrn“ käme das „Freut euch“ der Aufforderung gleich: „Zieht euch am eigenen Schopf aus dem Sumpf“. Das geht nicht. Das konnte allenfalls Münchhausen im Märchen. Freunde, wir alle stecken doch im Sumpf. Wir alle. Wir sind von Natur aus tief eingesunken in den Sumpf der Sünde, Und d.h. wir sind getrennt vom Leben mit Gott. Paulus bringt es im Römerbrief Kap 3 auf den Punkt:

… denn alle haben gesündigt. Und in keines einzigen Menschen Leben mehr kommt Gottes Herrlichkeit zum Vorschein. M.a.W. alle Menschen haben die ursprüngliche Herrlichkeit Gottes verloren. Die Herrlichkeit; nach der der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen war; ging verloren. Verloren durch den Sündenfall.

Das ist die Realität und zugleich die Not der Menschheit seit Jahrtausenden. Durch die Sünde – sprich durch unsere selbstverschuldete Trennung von Gott – ist Stolz, Hochmut, Eigenliebe, Ichsucht in unser Herz eingezogen. In mein Herz! Das alles klebt an mir und an dir und wir kriegen dieses tödliche Gift nicht los. Nicht aus eigener Kraft – nicht aus uns heraus. Doch genau deswegen hatte Gott es Weihnachten werden lassen. Sein Sohn kam uns zu befreien, zu erlösen: „Welt ging verloren, Christ ist geboren, freue dich, freue dich o Christenheit …“

Das Geheimnis für die göttliche Einladung „Freut euch“ steckt also in dem kleinen Zusatz drin „im Herrn“. Freut euch – in dem HERRN. Das macht den ganzen Unterschied aus. Dieses „im Herrn“. Die Türe zur wahren göttlichen Freude öffnet sich für uns, wenn uns dieses Geheimnis erschlossen wird: „freut euch im Herrn.“

Erfahren Sie wie diese göttliche Einladung – wo sie angenommen und gelebt wird – in schwierigsten Lebenslagen Veränderungen schafft. Lesen Sie dazu die ganze Predigt: Phil-4-4.5 Predigt_FeG 3.1.16

 

Predigt zu Hi 2,10: „Feuerfestes Christsein“ – von Hiob lernen.

Was für ein Bekenntnis zu Gott – welches Vertrauen:
Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? Hiob 2,10
(Monatsspruch für Oktober 2015)

Ein überwältigendes Glaubensbekenntnis des schwerst geprüften Hiob zu seinem Gott.

Wir erleben heute eine krisengeschüttelte Welt mit weiter wachsendem Konfliktpotential und wir sind völlig ungewiss, was als Nächstes über uns hereinbricht. Dieses absolute Vertrauen des Hiob in den lebendigen Gott fordert uns in unserer gegenwärtigen Weltzeit in besonderer Weise heraus.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich unsere Zeit verstehe, einschätze. Es ist die Frage wie ich mit den Ängsten, Sorgen und Nöten angesichts der sprichwörtlichen Hiobsbotschaften umgehe: Flüchtingsströme zu 100 000en, die zu uns kommen; zunehmende Gewaltbereitschaft; gesellschaftliche Spannungen, Korruption, Gesetzlosigkeit, Betrug, wachsende Kriminalität, u.u.u; darüber hinaus weltweit Kriege; Terror, Naturkatastrophen. Nicht zuletzt auch die dramatische Zuspitzung im Kampf gegen Israel. Täglich gibt es derzeit neue Gewaltausbrüche. Todesopfer auf beiden Seiten bei Juden und Arabern.

„Wie werde ich damit fertig, wie gehe ich damit um? Unter dieser Fragestellung bin ich auf diesen Monatsspruch für Oktober gestoßen und habe mir das überragende Gottvertrauen des Hiob näher angeschaut. Und ich habe Antworten gefunden. Hilfreiche, um trotz all der bedrängenden Zeitumstände heute zuversichtlich nach vorne zu blicken. Wir können wissen: „Gott ist im Kommen. Gott hat das letzte Kapitel der Geschichte aufgeschlagen.“ Ewigkeit ist nicht in der Zukunft – sie ist jetzt und heute. Ewigkeit ist – wie wir gesehen haben eine weitere Dimension unserer Wirklichkeit. Sie muss uns aber geoffenbart werden, um sie zu erkennen. „Christus in uns-die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Pls in Kol 1,27) das macht uns zu Ewigkeitsmenschen.

Dann sind wir in der besonderen Lage, unsere Welt und die Menschheitsgeschichte aus Gottes Perspektive zu sehen. Unsere gegenwärtige Zeit mit all den Hiobsbotschaften und Unwägbarkeiten im Licht der Ewigkeit sehen macht uns völlig illusionslos gegenüber allen menschlichen Versuchen eine bessere Welt zu schaffen. Es kann nicht gelingen. Wir müssen uns eingestehen, unsere gegenwärtige Weltlage mit ihren 1000 Nöten lässt sich allein nicht „politisch – innerweltlich“ erklären und schon gar nicht lösen. Deshalb brauchen wir ja den „Ewigkeitsblick“, gespeist aus dem prophetischen Wort der Bibel.

V.a. lernen wir aus der Hiobssgeschichte, dass unsere Welt nicht „eindimensional“ ist. Es gibt viel mehr als wir Menschen mit unseren natürlichen Sinnen erkennen, begreifen verstehen. Es gibt eine irdische und es gibt eine überirdische Welt. Gott gebrauchte seinen treuen Knecht Hiob um Satan ins Unrecht zu setzen. Hinter den Kulissen unserer sichtbaren Welt tobt ein gigantischer kosmischer Kampf. Gott führt seit der Erschaffung unserer Welt Krieg gegen Satan. Und machen wir uns bewusst: Gott hat sein Volk Israel und die Gemeinde Jesu „gewürdigt“ in diesen Kampf und den kosmischen Auseinandersetzung auf Seiner Seite – auf der Seite des Siegers – mitzuwirken! Das ist unsere Realität, unsere Lebenswirklichkeit. Wir wollen an Hiobs Ergehen für unser Leben als Christen lernen: Standhaft am Glauben festzuhalten, auch wenn es unser Leben kosten sollte. Die folgende Predigt will dazu verhelfen.

Hier zu lesen: Hi_2,10_Predigt_in_FeG

Glaubensüberzeugungen stärken angesichts der derzeitigen Bekenntniskrise in der evangelischen Kirche

Vom 20.– 22. und 27.– 29. März 2015 fanden im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen und im Haus Felsengrund in Zavelstein
zwei Kongresse des Gemeindehilfsbundes zum Thema

„Die Gemeinde in der Zerreißprobe zwischen Nachfolge und Verweltlichung“

statt.

Die zusammen etwa 400 Teilnehmer haben mit großer Mehrheit ein Bekenntniswort angenommen und unterschrieben, das ihre Glaubensüberzeugung angesichts der derzeitigen Bekenntniskrise in der evangelischen Kirche ausdrückt.

Den Text haben Pastor Uwe Holmer (Serrahn) und Pastor Dr. Joachim Cochlovius (Walsrode) entworfen.
Dieses Bekenntniswort soll

1.) durch die persönliche Unterschrift der Glaubensvergewisserung dienen;
2.) angefochtenen Christen helfen;
3.) den aktuellen Irrlehren in der evangelischen Kirche entgegentreten.

„Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert
über die Hoffnung, die in euch ist“ (1 Petr 3,15).

Dieses Persönliches Bekenntnis zur vollen Geltung der biblischen Glaubensaussagen soll und kann uns Christen in der gegenwärtigen Zeit der Verführung im Glauben stärken und gewiss machen.  Es ist ein großes Geschenk unseres himmlischen Vaters, dass wir nicht hilf- und orientierunglos den Irrungen und Wirrungen des Zeitgeistes mit den dämonischen Nebelschwaden ausgeliefert sind. Mit uns sind viele Jesusleute im Glauben unterwegs – weltweit, die sich an Jesus, dem Licht der Welt und am Wort der Bibel orientieren. Leider, leider ist keine gesellschaftliche Schicht von diesen schlimmen Verführungen ausgenommen. Auch bei uns nicht. Auch die Kirche nicht.

Umso dankbarer sollten wir für die Bemühungen innerhalb der Kirche sein  klare biblische Wegweisungen und Orientierungshilfen aufzeigen. Wir können uns durch sie inspirieren und im Glauben vergewissern lassen. Die Links zu zwei wertvollen Glaubensstärkungen seien hier genannt: (anklicken müsste genügen!)

  1. 1593_Gemeindehilfsbund_Bekenntniswort
  2. 1506_Hellenschmidt_Gemeindenetzwerk_’Ist Gott interreligiös‘

Jesu Warnung für die Zeit vor seiner Wiederkunft gilt es besonders zu beachten. „Achtet darauf, dass euch nicht jemand verführe.“ (Matth 24,4)