Des Apostels Paulus innerstes Ergehen: Einerseits „himmelhoch jauchzend“ andererseits „zu Tode betrübt“

Predigt zu Römer (8,31ff),9,1-8.14-16

Am 5. August 2018 feierte die Evangelische Kirche in Deutschland den jährlichen „Israelsonntag“, immer am 10. Sonntag nah dem Dreieinigkeitsfest. Wollen wir Christen aus den Nationen unser Verhältnis zum jüdischen Volk, zum Gottesvolk Israel bestimmen, dann kann es uns helfen dort genauer hinzusehen, wo biblische Zeugen sich mit diesen Fragen persönlich auseinandergesetzt haben. Eine herausragende Person ist dabei der Apostel Paulus. Er erlebte die persönliche Veränderung von einem fanatischen Jesusgegner in einen lebenslangen leidenschaftlichen Zeugen seines gekreuzigten und auferstandenen Herrn.

Es gibt eine Stelle in den Briefen des Apostels Paulus, die sehr anspruchsvoll und herausfordernd ist und alles andere als leicht verständlich. Aber sie lässt ganz tief in das Innerste seines Seelenlebens blicken, das zugleich in allergrößtes Erstaunen versetzt. Wir reden vom Römerbrief des Apostels Paulus.

In den wenigen Sätzen am Ende von Kapitel 8 und zu Beginn von Kapitel 9 offenbart er den Lesern seines Briefes eine extreme Weite seiner Gefühlswelt. Diese schwingt sich einerseits empor zu „himmelhoch jauchzend“ und stürzt danach unmittelbar ab in tiefste Traurigkeit „zu Tode betrübt“. Alle sechs Jahre ist ein Abschnitt davon als  Predigttext (Rö 9,1-16) vorgeschlagen. Leider kommt in dieser Auswahl die Spannung nicht direkt zum Ausdruck. Es soll darum hier an dieser Stelle der Textabschnitt leicht erweitert werden. Zwischen Rö 8,31 – 9,1-16 lesen wir u.a.: „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? … Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe. Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.

Aber ich sage damit nicht, dass Gottes Wort hinfällig geworden sei. Denn nicht alle sind Israeliten, die von Israel stammen; auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine Kinder. Sondern nur »was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden« (1.Mose 21,12), das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine Nachkommenschaft anerkannt.  Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose (2.Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.

Zwischen Rö 8,28.39 und Rö 9,1ff kommt nun dieser unerwartete und unübersehbare Bruch: „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“.

Jäh und unvermittelt nach dem vorausgehenden überwältigenden Jubel bricht es im übernächsten Vers aus Paulus heraus: „… ich habe große Traurigkeit und einen unablässigen Schmerz in meinem Herzen.“ (Rö 9,2) Paulus war sich wohl dessen bewusst, dass überfließende Freude einerseits und abgrundtiefe Traurigkeit andererseits schwerlich zusammen passen. Darum – so könnte man vermuten – hält er kurz inne und macht eine kurze Bemerkung. Machen wir uns klar: Im Gegensatz zu unseren Bibelausgaben gab’s im Originalbrief von Paulus weder Überschriften noch Kapitel bzw. Verseinteilungen. Sodass nach den letzten Sätzen unseres Kapitels 8 „nichts, nichts, kann uns scheiden von der Liebe Gottes …“  unvermittelt die Worte folgen: „Ich habe große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass …“. Ich könnte mir denken, dass Paulus beim Niederschreiben dieser Sätze zuerst selbst erschrocken war. Und darum den Satz einfügte, im Sinne von „Wundert euch nicht was jetzt kommt“:  „Was ich jetzt sage, sage ich in der Gegenwart Christi. Ich lüge nicht. Mein Gewissen bezeugt mir, und der Heilige Geist bestätigt mir, dass es die Wahrheit ist und dass ich nicht übertreibe“. (Rö 9,1)

Jetzt lässt Paulus die Leser seines Briefes in sein Inneres blicken. So wie die Sätze seines Briefes unmittelbar neben einander liegen, tun es auch die Gefühle im Herzen des Paulus: Jubelnde Gewissheit über eine herrliche Zukunft bei Jesus einerseits . Hart daneben aber abgrundtiefe Traurigkeit und unablässiger Schmerz andererseits, wenn er an seine unerlösten jüdischen Volksgenossen denkt. Beides – jubelnde Freude und unaufhörliche Schmerzen pulsieren ganz real in seiner Brust. Offensichtlich schließt eines das andere nicht aus. Beides ist nicht nur möglich, sondern es gehört für die Jetztzeit bis zur Wiederkunft Jesu zusammen.

Aus den ersten 8 Kapiteln seines Römerbriefes wird unmissverständlich deutlich warum Christen allen Grund haben in höchsten Jubel über unser Heil in Jesus auszubrechen. „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ Daneben die Verse ab Kapitel 9. Sie machen deutlich, warum Paulus so abgrundtief traurig ist über sein eigenes Volk. Der Grund ist: Sie lehnen den gottgesandten Messias in ihrer Mehrheit ab und damit eben auch ihr ewiges Heil.

Paulus trägt unsäglich schwer daran, dass der Großteil seines eigenen Volkes ihren gottgesandten Messias ablehnt. Er denkt, fühlt, empfindet „im heiligen Geist“; das will sagen, es ist die Wahrheit Gottes, die ihn mit dem lebendigen Christus verbindet. Das ist sein Geheimnis: Paulus empfindet in völliger Übereinstimmung mit Gott und Jesus Christus. Der Heilige Geist hat ihm diese Gewissheit eingegeben. Paulus weiß was Israel von Gott „gegeben“ ist. Und Paulus weiß auch: Dies gehört dem Gottesvolk noch immer. Obwohl sie, ja trotzdem sie, ihren Messias verworfen haben. „Gott hat sein Volk Israel nicht verstoßen“, schreibt Paulus zwei Kapitel später. Dies ist alles andere als selbstverständlich.

Doch welch ein Jammer, welch eine Tragik: Israel verachtet und verschmäht seinen kostbaren Besitz noch immer. Und zwar so lange wie seine jüdischen Volksgenossen ihren Messias ablehnen. Allein in Jesus Christus sind alle Gottesverheißungen Ja und Amen. Nur Jesus Christus kann aus einen Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs zu einem Kind der Verheissung, zu einem Gotteskind machen und diesen in seine ihm von Gott gegebene Berufung hineinführen. Dann, wenn dieser Jesus im Glauben annimmt. Es wird einmal dazu kommen, dass ganz Israel dies tun wird. Dann, wenn wie angekündigt, der Überrest Israels gerettet und in den „Neuen Bund“ hineingenommen wird. (Rö 11,25f) Darin verspricht Gott seinem Volk Israel das neue Herz. (Jer 31,31-34 u.ö) Dann wird das ewige Friedensreich unter dem Messiaskönig Jesus verwirklicht werden und Israel zu seiner Bestimmung gekommen sein.

Bei alledem ist Paulus nicht fertig mit seinem Volk, vielmehr liebt er sein Volk Israel und wie:  mit der Liebe Gottes. Paulus liebt sein Volk die Juden, die Israeliten, mit einer Liebe die alles kosten darf. Wenn Paulus könnte, so würde er sich selbst für seine jüdischen Volksgenossen opfern, um sie zu retten. Er hatte inständig zu Gott gefleht: „Herr, verfluche mich an der Stelle meines Volkes, trenne mich von Christus“. Welch überwältigende Liebe zu seinem Volk zeigt sich hierin. Sie verwundert umso mehr, als Paulus von seinem Volk über Jahrzehnte nur Ablehnung und Verfolgung erlebt hat. Mehrfach wurde er ausgepeitscht, einmal sogar gesteinigt. Er überlebte nur knapp. Und doch war er bereit für sein Volk sich Gott „zu opfern“. Aber Gott hatte schon lange einen anderen Heilsweg erwählt. „Für Juden zuerst und auch für Nichtjuden“ (Rö 1,16). Wir leben in der Zeit nach Christi Kreuz und Auferstehung. Christus hat den Fluch für Sünder auf sich genommen zum Heil derer die an ihn glauben. Gottes Heilsplan kommt durch ihn zur Vollendung. Die Herrschaft der Liebe kommt.

Was für eine Kraft beseelte den Paulus, woher kam sie ihm?

Paulus ist getrieben von der Liebe Gottes. Sie ist ausgegossen in menschliche Herzen durch den Heiligen Geist. Die Liebe Gottes ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Diese göttliche Liebe ist nicht „made by men“, nicht menschlicher Natur. Sie ist „made by God“. Diese Liebe ist göttlicher Natur. Die gibt es aus menschlicher Anstrengung heraus nicht. Diese Liebe ist von göttlicher Qualität. Das ist eine Kraft von einem „andern Stern“.

Sie können hier die ganze Predigt lesen. Das Thema ist bis heute höchst aktuell.

Rö_8,31-9,16_i.A_Predigt_zu_Israelsonntag

 

Buchbeschreibung – Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

Nicht nur der Menschenrechtsrat lässt keine Gelegenheit aus, den jüdischen Staat zu verunglimpfen. Andere Gremien der Vereinten Nationen ziehen mit. Ein neues Buch bietet einen Überblick über anti-israelische UN-Aktionen. Eine Rezension von Marc Neugröschel

Ende Juni verkündigten die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Austritt aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und sorgten damit für jede Menge Wirbel. Vertreter der US-Regierung begründeten ihren Schritt auch damit, dass Israel in dem UN-Gremium zum Sündenbock gemacht wird, um auf diese Art und Weise von den gravierenden Menschrechtsverletzungen anderer Länder abzulenken.

In ihrem neuen Buch „Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“ zeigen Alex Feuerherdt und Florian Markl, dass ein anti-israelisches Ressentiment nicht nur das Geschehen im Menschenrechtsrat bestimmt, sondern die gesamte Organisation der Vereinten Nationen durchsetzt, samt ihrer unterschiedlichen Gremien, Abteilungen und Unterorganisationen. Schonungslos arbeiten die beiden Autoren heraus, wie die UNO im Laufe der Jahre zunehmend in das Fahrwasser antiwestlicher Strömungen geraten ist und sich dabei immer weiter von ihren Gründungsidealen entfernt hat. Aus einer Organisation für Frieden und Menschenrechte sei eine Vereinigung geworden, welche diese Begriffe missbrauche, um antisemitische Agitation zu legitimieren. Das habe unter anderem etwas mit dem wachsenden Einfluss islamistischer Regime und autokratischer Drittweltländer auf die Weltorganisation zu tun. Doch auch Europa sei für diese Entwicklung mitverantwortlich.

Lesen Sie den ganzen Artikel in Israelnetz vom 16.7.2018. Auf 7 Seiten werden Beispiele aufgezeigt, wie Israel dämonisiert wird und voreingenommen dem Staat Israel eine Daseinsberechtigung abgesprochen wird.

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/16/wie-die-uno-den-juedischen-staat-delegitimiert/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bdata%5D=date%3AU&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bstrftime%5D=%25y-%25m-%25d&cHash=881bf1c5797a9c115a398a961ba5a321

„Volk Israel und Gemeinde Jesu – was haben die miteinander zu tun?

Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit dem Volk Gottes „Israel“. Eine Zeitlang haben meine Frau und ich auch selbst in Israel unter Holocaustüberlebenden beim Liebenswerk Israel Zedakah mitgearbeitet. Viele Begegnungen mit Juden haben mich – von Beruf war ich landeskirchlicher Pfarrer – theologisch nachhaltig geprägt. Besonders aber wurde ich tief davon überzeugt, dass die ganze Bibel – AT und NT eine wunderbare Einheit bilden. Gott hat zu uns Menschen in seinem Wort gesprochen. Und Gott redet heute zu uns in seinem Wort. Die Bibel bekräftigt: „Das Wort des Herrn ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält der gewiss.“ (Ps 33,4) Die letzten 15 Jahre des Ruhestandes waren in Bezug auf mein Verständnis für das Geschehen um Israel geprägt von meiner Beziehung zu der „Gemeineinschaft der Versöhnung“ (GdV: www.gdv-cor.org/)

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren existiert diese Gemeinschaft. Ihre Glieder leben und wirken an verschiedenen Orten: In Jerusalem, in der Zentrale in Winterthur, Schweiz, in einem Zentrum (Mühle) bei Sisteron (Südfrankreich) und seit einigen Jahren auch im Libanon, dort im libanesisch syrischen Grenzgebiet unter syrischen Flüchtlingen . Durch verbindliche geistliche Gemeinschaft, mit täglichem gemeinsamem Gebet treiben sie Freundschaftsevangelisation und bringen so die frohe Botschaft von Jesus zu Juden und Arabern und stiften auch Versöhnung unter ihnen. Ihre Frucht ist nicht zu übersehen. Über viele Jahre fand in Jerusalem eine deutschsprachige  Studienwoche statt. Meine Frau und ich haben regelmäßig in den letzten Jahren daran teilgenommen. Für mich so etwas wie ein „Jahresupdate“ zu den Entwicklungen in Israel – politisch, gesellschaftlich – aber auch geistlich war dies eine große Bereicherung für uns.

In diesem Jahr 2017 begeht die Evangelische Kirche in Deutschland am 20. August den jährlichen Israelsonntag. Als Predigttext für diesen Tag ist der Abschnitt aus dem 2. Buch Mose, Kap 19,1-6 vorgegeben.

Israel am Sinai – Vorbereitung auf die Gesetzgebung

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.

2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:

4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.

5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.

6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.

Gewiss eine alte Geschichte aber deshalb keineswegs eine veraltete.

Diese Ereignisse liegen ca 3 ½ Jahrtausend zurück. Und doch sind sie brandaktuell. Und dies umso mehr je näher wir dem Ziel von Gottes Weltgeschichte entgegeneilen. Das ist zum Einen die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde und zum andern wird Jesus Christus Gottes messianisches Friedensreich auf dieser Erde aufrichten. Der allmächtige Gott, der Schöpfer des Universums ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Er hat sich in Jahrtausenden nicht gewandelt. Gott ist dabei mit seinem Volk Israel Geschichte zu machen; Heilsgeschichte für die ganze Welt. Gott holt sich dazu weder die Zustimmung der Großmächte noch die des UN-Weltsicherheitsrates ein. Gott hat seinen Plan. Der liegt seit Jahrtausenden fest. Die Propheten haben ihn verkündet. Jesus sagte: „Ihr habt Mose und die Propheten, die hört“. Wenn wir dem biblischen Zeugnis glauben wissen wir wo’s lang geht. Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass einmal Volk Israel und Land Israel die ganze Welt mit dem Nahostkonflikt in Atem hält. Und das, weil die Völker – einschließlich Israel – anders wollen als Gott. Damit sind wir auch schon beim zentralen Thema des Israel-Sonntags 2017.

Israel bleibt auf dem Terminkalender der Weltpolitik

Vor mehr als 3000 Jahre hat Gott dort in der arabischen Wüste einen entscheidenden Anfang seiner Heilsgeschichte gesetzt. Diese ist seitdem im Gange und sie wird sie sich in Zukunft unvorstellbar herrlich entfalten; das Ziel ist nichts geringeres als das Friedensreich des Messias auf unserem blauen Planeten. Wir brauchen dazu nur auf Gottes Wort zu hören. Dann können wir unsere Zeit verstehen und auch das Geschehen heute recht deuten. Die Zeiten werden turbulenter. Jesus selbst kündigte für die letzte Zeit vor seinem Kommen allerschwerste Bedrängnisse an, wie sie sie zuvor nicht gewesen seien.

Die entscheidende Grundlegung für die einzigartige Stellung und Zukunft Israels, des Volkes Gottes, in der Völkerwelt hat mit genau dem geschichtlichen Ereignis unseres heutigen Bibelabschnitts zu tun. Der ewige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat sich den Israeliten dort am Berg Sinai gezeigt, oder sagen wir es theologisch: der unsichtbare Gott hat sich vom Himmel her geoffenbart. Gott ist dort den Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs begegnet, nachdem er zuvor sein Volk aus einer Jahrhunderte währenden Sklaverei herausgerettet und befreit hatte.

Gottes Volk musste wissen, dass es seine Errettung seinem Gott zu verdanken hatte und wozu sie aus der Sklaverei befreit wurden.

Das Volk musste auf seine Sonderstellung in der Völkerwelt vorbereitet werden. Hinfort durfte nie mehr in Vergessenheit geraten, wem das Volk seine Befreiung verdankte und wozu es befreit wurde. Auch wenn dies in den nachfolgenden Zeiten immer wieder aus dem Blick geriet und Gottes Volk sich von seinem Gott lossagte, ein Fundament war gelegt. Darauf hat Gott immer wieder neu aufgebaut.

Dort am Sinai machte Gott Israel unsterblich. Israel ist in die Freiheit geführt worden, um für immer Eigentumsvolk Gottes zu sein.

Befreiung also wozu? Eigentumsvolk Gottes sollen sie sein? (V6) Ihr sollt aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Der Schöpfer und Herrscher des Universums lässt sein erwähltes Volk wissen, was sie sein werden, wozu sie bestimmt sind: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein.“

Einzigartig ist diese göttliche Bestimmung. Das Volk Israel wird in eine Mittlerfunktion zwischen Gott, dem Schöpfer, und seinem Geschöpf, Mensch, hineingerufen.

Gott hat sich mit dem Volk Israel ein Instrument geschaffen mit dem er die ganze von ihm abgefallene Menschheit wieder zurechtbringen wird. Gott schafft unserer Welt eine Zukunft. Israel ist dafür sein Werkzeug. Dazu hat Gott die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreit und es mit sich verbündet für Zeit und Ewigkeit. Israel ist und bleibt für immer Gottes Eigentumsvolk und er wirkt durch sein Volk. Gott wirkte in der Vergangenheit, er wirkt in der Gegenwart und er wird in Zukunft wirken.

Lesen Sie hier die ganze Predigt:

2.Mo_19,1-6_Predigt_für_Israelsonntag_Kleinsachs._2017

Es wird darin aufgezeigt welche Gemeinsamkeiten das Volk Israel in der Bibel mit der neuzeitlichen Gemeinde Jesu Christi hat. Aber auch welche Unterschiede zu beachten sind. Der Schlüssel lautet:

Wir als Gemeinde Jesu – und das Volk der Juden sind wie zwei Geschwister einer Familie – und zwar der Gottesfamilie. Zwei verschiedene Personengruppen, mit gewichtigen Gemeinsamkeiten. Wir stammen vom selben Gott-Vater als unserem Schöpfer ab. Wir haben geistlich gesehen dasselbe Erbgut, wir sind in übertragenem Sinne auch blutsverwandt – erlöst durch das Blut des Juden Jesus.

Aber wir unterscheiden uns auch. Wie sich eben zwei Geschwister unterscheiden. Geschwister haben verschiedene Gaben, unterschiedliche Begabungen, verrichten unterschiedliche Aufgaben und v.a. unterscheiden sie sich in ihren Biografien und ihren Lebenszielen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt wird ausführlich behandelt.

Gottes Heilsgeschichte spannt einen weiten Bogen über die letzten 3 – 4 Jahrtausende. Diese Heilsgeschichte ist uns erschlossen im Wort der Bibel. Jede Zeit – auch die heutige kann Gott am Werke sehen: An seinem Eigentumsvolk Israel. Und an uns – der Gemeinde Jesu. Gott erfüllt ganz gewiss was er versprochen hat. Es ist schon im Werden: Für uns, die Gemeinde Jesu, und für das Volk Israel je auf seine Weise: „Ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“

 

Gott gibt den Plan mit seinem Volk nicht auf Jes 2,1-11

Den folgenden Vortrag habe ich 2012 gehalten. Er ist heute noch so aktuell wie vor 5 Jahren. Mehr noch, die zwischenzeitliche Entwicklung beweist einmal mehr, dass die Gedanken zu Jesaja 2,1-11 der Wahrheit des geoffenbarten Prophetenwortes abgelauscht und vom Geist Gottes geschenkt worden sind.  Keine Frage, dass Gott sein Volk Israel vorbereitet seinen Messias zu empfangen. Sind wir als Gemeinde Jesu auf Gottes Eingreifen vorbereitet?

Vortrag bei der Israelskonferenz in Maisenbach März 2012

Konferenzthema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“

Auf dem Einladezettel zur Konferenz lautete das Thema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen.“ Gott tut das, das ist überhaupt keine Frage! Ja, „Gott bereitet Israel vor seinen Messias zu erkennen“. Das erlebte ich Jahr für Jahr beglückend, wenn ich im September eines Jahres nach Jerusalem reise um dort mein „Jahres-Update“ zum Thema „Israel“ zu empfangen. Über viele Jahre bsuchte ich jährlich die Studienwoche der Gemeinschaft der Versöhnung GdV mit großem Gewinn. In manchen Jahren hatte ich jeweils noch einige Freunde dabei, mit denen ich hinterher noch einige Tage im Land umherreiste.

Bei den Studienwochen vertiefte ich mich immer wieder in die biblische Lehre, in die Heilsgeschichte Gottes, die Marcel Rebiai vollmächtig dargelegte. Mit ganz besonderer Betonung des prophetischen Wortes, als ein Licht, das leuchtet auf unserem Weg. Gottes Heilsgeschichte mit seinem Volk und den Völkern von Anfang bis Ende. Ich erfuhr von der Last und von den Freuden im Dienst  der Geschwister in Jerusalem, wenn sie Juden und Moslems das Evangelium von Jesus bezeugen. Und ich durfte hören von der Frucht, die Gott auf mehr als 20 Jahren treuen Dienstes schenkt.

„Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“.

Ja, das stimmt! Besonders die an Jesus, an Jeshua glaubenden jüdischen Gemeindeleiter werden nicht müde, auf die baldige Wiederkunft Jesu hinzuweisen. Sie leben in einer großen Naherwartung. Und sie predigen das auch. Selbst nicht wenige Israelis in verantwortlicher Position in der Gesellschaft und Politik sind davon überzeugt, dass ein politischer Friede im Nahen Osten außer Reichweite ist. In jüngster Zeit mehr denn je.

Hier können Sie den ganzen Vortrag lesen:

Gott_gibt_seinen_Plan_nicht_auf_Jes _2,1-11_Israelkonferenz März_2012

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in Israel

Deutschland zu Gast bei Freunden
Über den Besuch des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel in Israel
von Josias Terschüren Mai 2017

Der Autor des Reports ist Josias Terschüren, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit bei der Initiative 27. Januar. Diese hat sich in ihrer Arbeit neben dem Gedenken an den Holocaust, dem Kampf gegen Antisemitismus auch der Israelsolidarität als drittem Schwerpunkt verschrieben. Die derzeitige Entwicklung in den deutsch-israelischen Beziehungen sind beängstigend. Josias Terschüren zeichnet die Entwicklungen und Prozesse für die bilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel innerhalb der letzten Monate nach.

„Es ist ein turbulenter Abschnitt der deutsch-israelischen Beziehungen, der sich momentan vor unseren Augen abspielt. Schuld an den Turbulenzen ist einmal mehr der Doppelstandard, der gemeinhin für Israel gilt. Auslöser der aktuellen Spannungen zwischen den befreundeten Nationen ist ein abgesagtes Treffen zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel.

Die Absage durch Benjamin Netanjahu löste in Deutschlands Politik und Medien einen Eklat aus. Um nachvollziehen zu können, warum dieser sich dazu entschloss, den höchsten Diplomaten eines der engsten Verbündeten Israels in der Welt so öffentlich in die Schranken zu weisen, muss man die Vorgänge in einem größeren Kontext betrachten.“

Es lohnt sich die exakt recherchierten Details nachzulesen, die der Autor in seinem Artikel aufgezeichnet hat.

Hier der Link zum vollständigen Artikel 170620 Monitoring-Report-2017-05_Gabriel-in-Israel

Einblicke und Durchblicke in Gottes Heilsgeschichte – bei Nehemia K.1

Gottes Heilsgeschichte mit seiner Menschheit ist aufs engste verwoben mit der Weltgeschichte. Sie sind nicht voneinander zu trennen. – Was Jahrtausende miteinander verbinden

Unsere gesamte Menschheitsgeschichte von Adam an hat einen Anfang und ein Ziel. Wir sind keineswegs einer Vielzahl von Zufälligkeiten unterworfen, sondern da herrscht einer über uns, der einen Plan hat. Und nach seinem Plan läuft die Geschichte der Menschheit ab. Dieser eine ist der allmächtige und ewige Gott. Er ändert sich nicht. Er ist derselbe: gestern, heute und in Ewigkeit. Aber die Menschen und die Reiche dieser Welt ändern sich – und zwar nach göttlichem Plan. Gottes Ziel mit seiner Menschheit ist dies: Die Macht der Sünde soll in dieser Welt gebrochen, Tod und Teufel sollen besiegt und überwunden werden. Unsere Erde soll unter der Herrschaft Gottes und seines Messias in ein Friedensreich verwandelt werden.

Das Buch Nehemia im AT ist das letzte der Geschichtsbücher. Obgleich in den meisten gängigen Übersetzungen Esra und Nehemia jeweils eigenständige Bücher sind, gehörten sie womöglich einst zusammen und bildeten eine Einheit, so wie es auch heute noch in hebräischen Handschriften ist.

Mit dem was wir aus dem Nehemiabuch erfahren, werden uns Einblicke in eine ganz besondere, in eine entscheidende Stunde der Heilsgeschichte Gottes mit seinen Menschen gewährt.
Was ist das Besondere daran? Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte. Die Zeit des sogenannten Alten Bundes mit dem Gottesvolk Israel neigt sich seinem Ende zu und die Zeit des Neuen Bundes wird vorbereitet.

Einige Sätze zur Person des Nehemia: Von Beruf war Nehemia ein sehr hoher Beamter am Hof des Königs von Persien, Artaxerxes I (464-424 v. Chr.). Nehemia, dieser  hebräische Name hat die Bedeutung „Jahwe tröstet“, also der HERR, Gott, tröstet. Sein Vater war Hachalja. Der war zusammen mit einer von drei Gruppen aus seiner Heimat Juda ins Exil verschleppt worden. Dies passierte im Abstand einiger Jahrzehnte zwischen ca 605 bis 586 v.Chr. Nehemia selbst wurde erst in der Gefangenschaft geboren. Er kannte daher die Heimat seiner Vorfahren nur vom „Hören-Sagen“. Seine hohe Funktion am persischen Königshof wird in unserem Text mit „Mundschenk“ bezeichnet.  Eine sehr hohe, bedeutende und verantwortungsvolle Position. Eine besondere Vertrauensstellung, also eher zu beschreiben als eine Art Privatsekretär. Als Mundschenk von König Artaxerxes I. hatte Nehemia sowohl eine verantwortungsvolle (er musste sicherstellen, dass der Wein des Königs nicht vergiftet war) als auch eine einflussreiche Position, denn ein solch vertrauenswürdiger Diener wurde oft zu einem engen Berater.

Etwa um dieselbe Zeit, bzw. kurz davor lebten die letzten Propheten im AT, Sacharja und Maleachi. Wenig mehr als 500 Jahre vor Chr., also vor der Zeitenwende. Mit diesen beiden letzten Propheten des AT hörte Gott für lange Zeit auf mit seinem Volk zu reden. Die Zeit der Propheten war zu Ende gegangen. Wenig mehr als 5 Jahrhunderte wird es noch dauern, bis Gott ganz neu und noch einmal ganz anders zu seinem Volk redet, ja überhaupt zur ganzen Menschheit: Dann nimmt Gott selbst Menschengestalt an. Er wird in seinem Sohn zu seinem Volk kommen. Gott kommt vom Himmel auf die Erde. Und mit Jesus v. Nazareth bricht eine ganz neue Zeit an. Im Joh.-Evglm erfahren wir: „Das Wort Gottes wurde Fleisch, d.h. nahm Menschengestalt an, und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit“. (Joh 1,14) Gottes zuvor ergangenes Wort durch Mose und die Propheten war allerdings durch das Kommen Jesu nicht hinfällig geworden. Vielmehr „musste sich alles erfüllen was über ihn – von Jesus – im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen geschrieben steht.“ (Lk 24,44) So erklärte es der auferstandene Jesus später seinen beiden völlig frustrierten Jüngern als diese am Abend des Auferstehungstages Richtung Emmaus wanderten. Von der Auferstehung Jesu hatten sie zwar gehört, sie aber weder einordnen noch glauben können.

Die Zeit von Esra und Nehemia waren also heilsgeschichtlich betrachtet eine ganz besondere Umbruchzeit. Es mussten in der Geschichte des Volkes Gottes alle erforderlichen Voraussetzungen für das Kommen des Messias Jesus und sein Rettungshandeln geschaffen werden. Sowohl die äußeren, sprich die politischen, als auch die inneren, die geistlich religiösen.

Dies war ca 140 Jahre zuvor geschehen: Seit 586 v. Chr. lebte das Volk der Juden mit nur wenigen Ausnahmen im Exil. Tausende von Kilometern entfernt vom „verheißenen Land“ in der babylonischen Gefangenschaft. Gottes Gerichtsankündigungen durch Mose (z.B. 3.Mo 20,22) und die Propheten haben sich in schrecklicher Weise erfüllt. Das von Gott verheißene Land, das Josua dem Volk Israel rund 1000 Jahre zuvor ausgeteilt hat und in dem Jahrhunderte später König David sein Großreich aufgebaut hatte, hat seine Bewohner „ausgespien“.

Aber damit war Gott mit seinen Heilsplänen keineswegs am Ende. Im Gegenteil: Es war die Zeit gekommen, ein neues Kapitel seiner Heilsgeschichte aufzuschlagen. Gott selbst wird in seinem Sohn Jesus Christus auf die Erde kommen, um Sünde, Tod und Teufel zu besiegen. Dieses heilsgschichtliche Ereignis besonderer Art musste vorbereitet werden.

Machen wir uns bewusst: Der „Neuen Bund“ wurde mit dem 3 jährigen Wirken des Gottessohnes mit Kreuz und Auferstehung auf dieser Erde aufgerichtet. Es war ein kurzer – aber wunderbarer Höhepunkt in Gottes Heilsschaffen in seinem Kampf gegen Satan und seine Macht. Gott selber erschien in seinem Sohn in dieser Welt. Satan der urzeitliche Gottesrebell war lange zuvor aus dem Himmel auf die Erde geworfen worden. Damit wurde unsere Erde zum Schauplatz der Auseinandersetzung Gottes mit Satan. Es kam zur Entscheidung. Gottes ewiges Wort wurde Fleisch – d.h. Mensch – und wohnte unter uns. In der Person des Jesus von Nazareth.

Dieses zentrale Ereignis in Gottes Geschichte mit seinen Menschen konnte nirgends anders als in der Stadt Davids, nirgends anders als in der Stadt des großen Königs, nirgends anders als in der Hauptstadt des kommenden messianischen Friedensreiches geschehen.  Hier in Jerusalem musste das zentrale Ereignis der Heilsgeschichte Gottes mit Kreuz und Auferstehung  Jesu stattfinden.

Und um diese Vorbereitung geht es im Esra und Nehemia Buch. Die nimmt hier ihren Anfang. Wie hat Gott das gemacht? In göttlicher Souveränität greift Gott ein in das Weltgeschehen. Er beruft sich Menschen, öffnet ihnen die Schrift, schenkt Weisheit und Erkenntnis, er formt sie, befähigt sie, leitet sie und schenkt Gelingen. Schon erstaunlich, wie Gott sich dazu Menschen unterschiedlicher Herkunft, Stellung und Berufe bedient. Nehemia selbst zeigt ein vorbildliches Gottvertrauen und ist zu gößtem persönlichen Opfer bereit.

Das ganze Nehemia-Buch kann unter das Thema gestellt werden:  „die gute Hand Gottes“.  Es lohnt sich das ganze Nehemiabuch einmal im Zusammenhang durchzulesen. Dabei wird deutlich wie treffend der Kommentar von Mc. Arthur in der Studienbibel zur Stelle ist: „„Das vorbildliche Verhalten des berühmten Mundschenks wird bei weitem noch von Gott übertroffen, der dafür sorgte, dass die Mauern Jerusalems trotz des vielen Widerstands und der enttäuschender Rückschläge aufgebaut werden konnten“.

Gott hat Gnade gegeben, dass die Voraussetzungen für das erste Kommen des Messias geschaffen werden konnten. Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte.

Beeindruckend zu sehen, wie Gott just zu diesem Zeitpunkt Gunst und Wohlwollen unter den Vorstehern seines Volkes und im Volk selbst gewirkt hat. Proteste und Rebellion konnten durch Nehemia im Keim erstickt werden. Seine Leute haben es sich sagen lassen. Ja, es stimmt: „Wenn die Stunden sich gefunden bricht die Hilf mich Macht herein, und dein Grämen zu beschämen wird es unversehens sein.“

Ausführlich wird im letzten Teil der Bibelarbeit auf die Frage eingegangen: Was lehrt uns Gottes Wort über Nehemia für unsere Zeit heute? Was hat sich in den 2 1/2 Jahttausenden nicht geändert und was ist „neu geworden“? Wir leben 2500 Jahre nach Nehemia. Gott ist derselbe geblieben. Seine Ziele mit uns Menschen sind dieselben geblieben. Seine Liebe und sein Erbarmen sind uns zugewandt. Gott sei Dank! Denn von Natur aus sind wir Sünder und bedürfen der Befreiung und Heilung. – Auch daran hat sich seit Nehemias Zeiten nichts geändert. Während Nehemia aber noch z. Zt. des „Alten Bundes“ lebte, so finden wir uns heute im „Neuen Bund“ Gottes vor. Nach Gottes Rettungstat in Jesus mit Kreuz und Auferstehung sind wir eingeladen durch den Glauben an Jesus  Kinder Gottes zu werden. Dann lebt Jesus Christus in uns. Eine ganz neue Qualität der Gottesbeziehung.

Der Apostel Paulus beschreibt dieses göttliche Erbarmen so in Gal 4,4ff: „Als dann aber die Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde von einer Frau geboren und unter das Gesetz gestellt.5 Er sollte die loskaufen, die unter der Herrschaft des Gesetzes standen, damit wir das Sohnesrecht bekämen. 6 Weil ihr nun Söhne seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der „Abba! Vater!“ in uns ruft. 7 Du bist also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch zum Erben gemacht.

Zusammenfassend soll gesagt sein:

Die Geschichte Nehemias will kann für uns ein Vorbild sein für unseren Lebensweg in der Nachfolge Jesu.  Lassen wir uns davon inspirieren!!! Dann sind wir bereit für die Wiederkunft Jesu.

Der vollständige Vortrag wurde am 23.4.17 in Rutesheim im API Zentrum gehalten.  Er kann unter folgendem Link gelesen und heruntergeladen werden: Neh_1_BiStd_bei_API_in_Rutesheim

 

„Klage – Hilfeschrei – Zuversicht“

Eine Auslegung zu Psalm 10 von Fritz Ehmendörfer

In Psalm 10 erhebt ein zutiefst Angefochtener ein Klagelied.

Er tut das angesichts des Leids, das Gottesverächter, Gewalttäter und Habgierige mit ihrem schlimmen Treiben über Elende und Arme bringen. In der Geschichte des Alten Testaments gehört unser Psalm 10 eng zusammen mit dem vorhergehenden Psalm 9. In der griechischen Übersetzung des Alten Testament sind die beiden Psalmen sogar zu einem zusammengefasst, obwohl sie inhaltlich sehr verschieden sind. Psalm 9 wird König David zugeschrieben und ist vor allem ein Lob- und Danklied. Ja, geradezu ein Siegeslied der Armen und Elenden gegen die Gottlosen, die Frevler, die Unterdrücker. So V 2-4: „Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster, dass meine Feinde zurückweichen mussten.“  David weiß: dies alles hat er Gott zu verdanken. David weiß auch, dass Gott, der Herr schlussendlich den ganzen Erdkreis und die Nationen richten wird mit seiner Gerechtigkeit.

Unser heutiger Psalm 10 hat demgegenüber einen ganz andern Grundton. Wir hören zunächst keinen Lobpreis auf Gott wie in Psalm 9. Im Gegenteil. Zutiefst angefochten stellt der Beter gleich zu Beginn – fast anklagend – die uns so bekannte „Warum-Frage“:  „HERR, warum stehst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?“
Und später in Vers 13 noch einmal: „Warum darf der Frevler so frech lästern und in seinem Herzen sprechen: ‚Gott hat’s vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er wird’s nimmermehr sehen‘“. (V 13) In 11 von 18 Versen seufzt und klagt der Beter in unserem Psalm über den Jammer und das Elend des Armen und Schwachen, der dem Treiben des übermütigen Gottlosen, Habgierigen und Gewalttätigen hilflos ausgeliefert zu sein scheint. Er kann nicht mehr an sich halten. Es bricht aus seinem Innersten hervor und er zählt etliche der gemeinen Schandtaten und gotteslästerlichen Taten in seinem Gebet auf.
Z.B.: „Weil der Frevler Übermut treibt, müssen die Elenden leiden.“ „Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug; seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an.“ „Er mordet die Unschuldigen heimlich, seine Augen spähen nach den Armen. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, er lauert, dass er den Elenden fange; er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz.“ Die uralte Frage der Menschheit „Warum lässt Gott all das Leid zu?“ hat sich Luft gemacht.

Doch dann – völlig unerwartet – ist ein befreiender Hilfeschrei zu hören.

Urplötzlich verstummt das Klagelied nach V11. Und in V 12 ist vom Beter ein gebietender Gebetsruf zu vernehmen: „Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht!“

Die Worte von Psalm 10 selbst lassen nicht erkennen wie es zu dieser plötzlichen Umkehrung beim Beten kam. Eben noch die verzweifelte Klage über einen verborgenen Gott und dann plötzlich der beherzte Hilfeschrei. Eben noch: „Warum stehst du so ferne – und verbirgst dich zur Zeit der Not?“ Und jetzt: „Steh auf, du Gott Israels. Erhebe deine Hand!“

Wie konnte es dazu kommen? Vielleicht waren die beiden Psalmen 9 und 10 in der Tat bei ihrer Entstehung eine Einheit. Dann könnten wir es möglicherweise mit einem überraschenden Blickwechsel des Beters zu tun haben. Der schaut plötzlich nicht länger auf das was der Böse anrichtet, sondern er lenkt seinen Blick auf das was sein Gott tun kann und erinnert sich wie Gott schon oft helfend eingegriffen hat. Das soll auch jetzt wieder geschehen. Der Angefochtene kann über das zu Herzen gehende Elend um ihn herum hinausblicken und  zuversichtlich auf Gottes sieghaftes Handeln vertrauen. Er betet: „Herr Gott, du schaust den Jammer, vergiss den Elenden nicht; du bist der Waisen Helfer. Zerbrich den Arm des Frevlers.“ „Suche den Frevel heim, dass man nichts mehr davon findet.“

Jetzt ist der Blick des Beters auf Gottes Macht gerichtet. Sein Blickwechsel hat in seinem Herzen hat eine völlige Veränderung geschaffen und Zuversicht bewirkt;
die anfängliche Niedergeschlagenheit wurde besiegt und vertrieben. Nur noch triumphierende Worte sind von da an bis zum Ende des Gebets zu hören. Sie erinnern an den vorausgehenden Psalm 9. In einer neueren Übersetzung klingt das Gebet Psalm 10 mit einem Siegesruf so aus:

„Gott, der Herr, ist König für immer und ewig! Die ihn missachten, verschwinden aus seinem Land. Du hast die Sehnsucht der Armen gestillt,
Herr, du stärkst ihr Herz, du hörst auf sie. Du schaffst den Waisen und Bedrückten Recht; kein Mensch auf der Erde muss mehr erschrecken.“

Ich habe mir die Frage gestellt: Wie kommt es, dass dieses – vielleicht 3000 Jahre alte Gebet von Psalm 10 für uns an Gott und an Jesus Glaubende bis heute so hochaktuell ist? Wie kommt es, dass dieser Dreiklang beim Beten: „zuerst Klage – dann Hilfeschrei – und zuletzt Zuversicht“ die Zeiten überdauert hat. Seit Urzeiten bis heute erleben Gläubige wie aus ihrem Notschrei: „HERR, warum?“ und nach einem Hilferuf: „Steh auf Herr, erhebe deinen Arm“ sich bei ihnen die feste Zuversicht einstellt: „Der HERR ist König immer und ewig, … du schaffst Recht den Waisen und Armen!“

Die Bibel gibt uns eine Antwort: Unser menschliches Leben auf dem Planeten Erde findet seit dem Sündenfall in diesem Spannungsfeld statt. Der Teufel als der Widersacher Gottes hat die ganze Menschheit unter den Fluch der Sünde gebracht. Wohl hat Jesus mit seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung uns Menschen aus der Versklavung unter die Sünde erlöst und Satan besiegt. Völlig ausgeschaltet aber hat er ihn noch nicht. Das ist erst mit der Wiederkunft Jesu verheißen. Bis dahin leiden an vielen Orten auf unserem Planeten Menschen z.T. schrecklich unter schreiender Ungerechtigkeit und erbarmungsloser Ausbeutung. Viele mögen denken: und Gott schweigt. Aber nein, er schweigt nicht. Seit Jesus, der Sohn Gottes, auf unsere Erde war ist eine neue Zeit angebrochen. Die tödliche Macht der Sünde und des Todes ist gebrochen. „Jesus Christus hat den Tod entmachtet und uns durch die gute Botschaft unvergängliches Leben geschenkt.“ (2.Tim 1,10 NeÜ)

Es mag sein, dass der Böse uns schwer zusetzt sodass wir jammern und klagen: „Ach, Herr, mein Gott, warum?“ Er will uns als Glaubende aus der Gemeinschaft mit Jesus herauslösen. Eins aber kann er nicht verhindern: dass wir in aller Not unseren Blick auf Jesus werfen und um Hilfe zu schreien. Jesus wird uns ganz gewiss heraushelfen.

Gesendet in ERF Plus Bibel heute am 12.3.2017

„Gottes Friedensplan für Nahost – und wie er erkennbar Konturen gewinnt“.

Vortrag in der EFG Bretten (Baptisten) am 16.11.2016

Kaum ein Tag vergeht ohne beunruhigende Nachrichten über Krieg und Terror aus dem „Nahen Osten“.  In einem Gespräch mit einem Bekannten ging es um Schlagzeilen in den aktuellen Nachrichten. Wir sprachen über Krieg, Gewalt, Hass und Terror im Nahen und Mittleren Osten. Vielen erscheint dieser Konflikt wie ein Pulverfass für einen möglichen neuen Weltkrieg. Im Verlauf unseres Gesprächs sagte ich unvermittelt: „Ein Großteil der Völker des ‚Nahen Ostens‘ – wird einmal zum Segen werden für die gesamte Völkerwelt.“ Darauf die Antwort meines Bekannten: „Das glaube ich nicht!“ Eigentlich ist seine Skepsis nachvollziehbar.

Ich frage nun: „Woher nehme ich meine Zuversicht für eine positive Zukunft?“  Um es rundheraus zu sagen: „Aus dem Wort Gottes, aus der Bibel.“ Vor mehr als 2 ½ Jahrtausenden hat der lebendige Gott seine Zukunftsperspektive durch seinen Propheten Jesaia aufgezeigt: „Zu jener Zeit wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Die Völker werden sich gegenseitig besuchen und gemeinsam dem HERRN, dem Gott der Bibel, dienen. Dann wird Israel der Dritte im Bund sein und – zusammen mit Assur und Ägypten – ein Segen für die ganze Erde.“ So lesen wie in Jesaja 19,23.24. Statt „Fluchachse“ wie jetzt, dann einmal

In meinem Vortrag werde ich aufzeigen, warum dieses Prophetenwort auch für unsere Zeit glaubwürdig und noch in Kraft ist. Zu dem aber können wir erkennen, wie sich Gottes prophetisches Wort vor unseren Augen  in unserer Zeit erfüllt. Wir werden dabei feststellen, dass der Friedensplan Gottes für Nahost nicht kompatibel, nicht vereinbar ist, mit den Plänen die sich Menschen, Völker und ihre Regierungen machen. Denn Gottes Lösung gegen das ausufernde Chaos in der Welt geht viel tiefer als alle politischen Konzepte. Gott liebt seine Welt, darum ist er der bösen Natur des Menschen an die Wurzel gegangen und hat unser menschliches Elend mitsamt unserer Schuld und ihren Folgen durch Jesu Tod und Auferstehung überwunden. Erstaunliches und Mutmachendes  wird uns den Krisenregionen berichtet.

Lassen Sie sich davon überraschen, wie Gottes Friedensplan für Nahost  – und für die ganze Welt – Konturen gewinnt.

161115-efg-bretten-gottes-friedensplan-fuer-nahost-erkennbare-konturen

Einladung zu Gebetsabenden im August 2016:

Mühlacker (FEG): Sonntag, 14.08.2016 von 19:30 bis 21:00
In den Räumen der FEG Mühlacker, Ziegeleistraße
Knittlingen:    Montag,  15.08.2016  von 19:30 bis 21:00
Evang. Gemeindehaus im Pfleghof (Matthias Claudiuszimmer)

Für die biblische Besinnung wollen wir diesmal auf den Text des diesjährigen Israelsonntags 2016 Rö 9,1-8.14-16 (31.07.16) hören. U.a. lesen wir dort von Paulus:

 „Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die die Israeliten sind…aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.“ (aus Rö 1,1-8)

Paulus liebt sein Volk Israel mit einer Liebe, die ihn alles kosten darf. Es ist die Liebe Gottes, seit Pfingsten ausgegossen in die Herzen von uns Christenmenschen durch den Heiligen Geist. Gott will, dass wir Paulus zum Vorbild nehmen und das Gottesvolk ebenfalls lieben. Sind wir dazu bereit? Durch die Liebe Gottes, unseren gelebten Glauben und unsere Gebete tragen wir dazu bei, dass sich viele Israeliten aus Ihrer fleischlichen Nachkommenschaft Abrahams retten lassen und zu Kindern der Verheißung  – zu Gottes Kindern – werden. Auch die Juden brauchen Jesus um gerettet zu werden.

Neben positiven Nachrichten über die Ausbreitung der frohen Botschaft hören wir aus Israel von unseren messianischen Geschwistern derzeit allerdings auch äußerst besorgte Stimmen über den Zustand Israels: Reuven Berger, ein an Jesus glaubender Jude und Gemeindeleiter der Christchurch, Jerusalem). „Wir müssen der Ernsthaftigkeit dessen bewusst werden … und dürfen das nicht ignorieren: Die Parade (3.6.16 Tel-Aviv Pride), die 200 000 Teilnehmern angezogen hat, wurde von führenden Personen unterstützt. … Es war eine grauenvolle Woche von perversen Ereignissen, die aufdringlich angeboten wurden“. Als Beispiel dafür: Ministerpräsident Netanyahu zur kürzlichen Schwulen- und Lesben-Parade in Jerusalem: „Leider gibt es noch immer Menschen unter uns, die nicht bereit sind, die LGBT-Gemeinde zu akzeptieren. Wir alle haben das Recht und die Pflicht, uns gegenseitig zu akzeptieren, unabhängig von Rasse, dem Glauben oder Sexualität. Wir alle sind nach Gottes Bild geschaffen worden, wir sind alle Israelis, Bürger dieses Landes, wir sind ein Volk! Ich bitte Euch, solidarisch mit unseren Schwestern und Brüdern der LGBT-Gemeinde zu sein, … . Würde, Respekt, Anerkennung, das sind die Werte, die siegen werden.“ Auch Staatspräsident Rivlin hat sich ähnlich geäußert.

Dazu nochmals Reuven Berger zur Parade in Tel-Aviv: „Wir dürfen die schamlose Werbung nicht ignorieren, denn es ist ein offensichtlicher Akt der Auflehnung gegen den Gott Israels, insbesondere weil Tel Aviv anstrebt die Schwulenhauptstadt der Welt zu werden. Als der Leib Christi hier im Land müssen wir Fürbitte leisten und Gott darum bitten, uns von seinen Gerichten zu verschonen. Es wird berichtet, dass mehr als 60% der  Israelis gleichgeschlechtliche Ehen befürworten. Ich glaube, dass wenn Gott Sodom und Gomorra für diese und andere Sünden gerichtet hat, ER auch uns nicht verschonen wird, wenn wir nicht Fürbitte tun vor Seinem Thron, so wie es unser Vater Abraham getan hat.“

Das wollen wir tun, unsere jüdischen Geschwister im Gebet und in der Fürbitte unterstützen. Darum kommen wir zu unseren Gebetsabenden zusammen. Uns als Gemeinde Jesu aus den Nichtjuden ist die besondere Aufgabe zugewiesen, Gottes Liebe in Jesus Christus einer „verlorenen Welt“ – aber v.a. auch dem Gottesvolk Israel – zu bezeugen. Dazu gilt es vor Gott im Gebet dafür einzutreten, dass sich noch viele Menschen – Juden und Nichtjuden – vor dem bevorstehenden Gericht retten lassen. (Pfingstpredigt des Petrus: Apg 2,40). Das wollen wir tun und uns dabei vom Geist Gottes leiten lassen. Bitte kommt selbst und bringt noch andere mit.

Wir können was wir sollen – JESUS nachfolgen! – zu einem unbeschreiblich herrlichen Ziel

Predigt zu 1. Petrus 2,21-25

1Pe 2:21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf dass ihr seinen Fußstapfen nachfolget;
1Pe 2:22 welcher keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Munde erfunden,
1Pe 2:23 der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der recht richtet;
1Pe 2:24 welcher selbst unsere Sünden an seinem Leibe auf das Holz hinauf getragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr heil geworden seid.
1Pe 2:25 Denn ihr ginget in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.

Unser blauer Planet – in den unendlichen Weiten des Universums – ist nicht nur von der schützender Atmosphäre umgeben, nicht nur vom Energiespender Sonne bestrahlt und von allem was das Leben von Tieren, Pflanzen und Menschen garantiert. Weit mehr:

Wir sind eingehüllt von der Liebe und Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters. Der Schöpfer-Gott ist Liebe. (Joh 3,16)

Ich sage hier etwas – und garantiert – dies ist in der morgigen Tageszeitung nicht zu lesen: Völlig unabhängig aller negativer Schlagzeilen: Die gute Nachricht gilt, sie steht fest: Gottes Liebe und sein Erbarmen hüllt uns ein. Jesus hat uns eine helle, lichte und heile Zukunft bereitet.
Ebenso unabhängig vom persönlichen Ergehen. Welche Not auch immer uns bedrängt: Krankheit, Armut, Leid und Trauer, Heimweh …,  sind wir  eingeladen uns in Gottes Liebe und Erbarmen hineinnehmen zu lassen.

Der Apostel Petrus,  Zeitgenosse Jesu, ein Augenzeuge von damals, bricht zu Beginn seines ersten Briefes (Kapitel 1) in hellen Jubel aus:

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,
4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch,
5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.
6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, (LÜ)

Vergessen wir nicht – dieser Petrus starb Jahre später den Märtyrertod. Er wurde gekreuzigt. Aber das war nicht sein Ende. Er lebt jetzt bei seinem Herrn im Licht.

So sind auch wir sind in die Nachfolge JESU gerufen, auf einen Weg mit IHM auf dem ER uns zu einem unvergleichlich herrlichen Leben führt.

Wir können in Jesu Fußstapfen treten und ihm nachfolgen. Auch wenn wir dabei in unserer zunehmend gottloseren Gesellschaft in eine Außenseiterrolle hineinkommen. Je mehr die Lichter in dieser Welt ausgehen und je dunkler es wird umso näher rückt die Wiederkunft Jesu. Diese Zeit wird uns von Jesus, den Aposteln und Propheten als eine äußerst bedrohliche und beschwerliche Zeit beschrieben. Aber JESUS wird uns ans Ziel bringen. Wie wir mit Jesus zusammen unser Leben meistern können und warum wird in der Predigt 1.Petr_2,21b-25_Predigt_Ev.KiGd_Gündelbach_17.4.16 ausgeführt: