Monatsspruch-Juni 2013 – Gott redet, aber wer hört?

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Des Paulus Zeugnis für uns heute angesichts einer „theologischen Fehlentwicklung“ contra Bibelkritik

Weil wir heute eine Tendenz in der Theologie haben, die alles Übernatürliche ablehnt, ist es ganz wichtig hier genau aufzumerken und hinzuhören und das apostolische Zeugnis der ersten Gemeinde ganz ernst zu nehmen. Unsere Theologenausbildung krankt an einer fatalen Fehlentwicklung. Im letzten Jahrhundert hat sich die kritisch historische Bibelauslegung allgemein in der Theologie durchgesetzt. Der emeritierte Neutestamentler Prof. Klaus Berger übte jüngst daran scharfe Kritik. Er gehört einer Minderheit an im Kreis der Theologen unserer Zeit. Er hat jetzt ein Buch veröffentlicht: „Die Bibelfälscher“. Darin kommt er zu dem vernichtenden Urteil: „Die historisch kritische Exegese der letzten 200 Jahre hat alles Porzellan im Hause der Christenheit zerschlagen bis hin zur letzten Blumenvase“. Hauptverantwortlich sei dafür Prof Bultmann, der schrieb: „Erledigt sind die Geschichten von der Himmel- und Höllenfahrt Christi, ist die Erwartung des mit den Wolken des Himmels kommenden Menschensohnes, des Entrücktwerdens der Gläubigen in die Luft ihm entgegen. Erledigt ist durch die (naturwissenschaftlichen) Kenntnis der Kräfte und Gesetze der Natur der Geister- und Dämonenglaube … die Wunder des NT sind dadurch erledigt.“

Das ist das naturwissenschaftliche Weltbild des 19. Jahrhunderts. Danach existiert nur das, was man physikalisch nachweisen kann. Das genau aber ist die ganz große Täuschung. Die Naturwissenschaften sind heute weiter. Nur in der Theologie ist dies weithin noch nicht angekommen.

Hierin liegt auch der eigentliche Grund, warum heutzutage in der christlichen Verkündigung so wenig von einer notwendigen Umkehr des Menschen und einer Neugeburt gepredigt wird. Das gehört zu den Endzeichen der großen Verführung.

Aber Fakt ist:

Die himmlische Welt ist in unsere irdische Welt hereingebrochen. Gott wirkte und wirkt noch immer vom Himmel aus in unsere natürliche Welt herein. Das merkten in Lystra selbst die Heiden an dem was sie mit ihren eigenen Augen gesehen hatten. Ein solches Wunder konnte nur durch übernatürliche Einwirkung geschehen.

Das war jetzt für Paulus uns Barnabas die Gelegenheit von diesem Gott den Menschen dort in Lystra zu berichten. Das war ihr Beruf, ihre Berufung. Paulus wurde von Jesus zu seinem Sonderbotschafter unter den Nationen berufen. Jetzt ergriff er diese Gelegenheit beim Schopf. Ich habe denken müssen: Wie ähnelt sich doch unser modernes Denken dem der heidnischen Menschen aus der Zeit des Paulus. Und zwar v.a. in der Beziehung, dass nur noch eine kleine Minderheit mit Gott als Schöpfer und Erhalter unseres Lebensraumes rechnet. Allenfalls eine kleine Minderheit nimmt wahr, rechnet damit und lebt damit, dass Gott ist, dass eine übernatürliche Wirklichkeit uns durchdringt, umgibt. Was unterscheidet diese Gläubigen heute von allen andern? Sie haben durch den Glauben an Jesus und die Annahme seines Evangeliums eine Kehrtwende ihres Lebens erreicht. Sie wurden neugeboren. Nun lebt Jesus in ihnen, sie lieben ihn und kennen ihn und folgen ihm nach. Für sie sind die Wunder der Bibel überhaupt kein Problem, weil sie mit dem Vater im Himmel durch den Heiligen Geist verbunden sind.    mehr  Apg 14,17_Monatsspruch-Juni 2013 – Gott redet, aber wer hört

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