Friedensbemühungen in Nahost gescheitert – Woran liegt’s ?

Vor knapp zwei Wochen wurde gemeldet, dass die Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde abgebrochen wurden. Der Botschafter der EU in Israel, der Däne Lars Faaborg-Andersen – Vertrauensperson der Außenbeauftragten Frau Ashton- weiß es genau. Er behauptet: Israel sei dafür verantwortlich zu machen, wenn die Friedensverhandlungen nicht zu einer Einigung führen. Der Grund: Israel wolle kein Friedensabkommen, weil dadurch ihre Siedlungsaktivitäten behindert würden. Aber stimmt diese Behauptung? Fatal daran ist, dass sie a bsolut falsch ist und damit nur die Position der Palästinenser stärkt.

Im Folgenden wird auf ein Dokument verwiesen, das erhellend die falsche Sichtweise europäischer Politiker entlarvt.

Am 24.04.2014 erschien in der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ ein Kommentar des Journalisten Ari Shavit. Daniela Marcus hat ihn ins Deutsche übersetzt.

Avi Shavit hat den Abbruch der Friedensverhandlungen kommentiert und dabei die frustrierende Erkenntnis eines israelischen Politikers öffentlich gemacht. Er hat seinen Kommentar überschrieben: „Warten auf den palästinensichen Godot“. (umgangssprachlich: nach dem Theaterstück „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett (1952) und drückt aus ein „vergebliches Warten; auf etwas, das wahrscheinlich nicht eintreffen wird“).

Zusammen mit Jossy Beilin, Knessetmitglied und auch früherer Außenminister Israels, habe er gelernt was viele andere nicht gelernt haben: „Sie erlauben Abbas noch immer, sie zum Narren zu halten, während sie auf den palästinensischen Godot warten, der nie erscheinen wird.“

Eine Hoffnung nach der andern zerplatzte. Zuletzt also dies: Auf seine eigene elegante, höfliche Art sagte Abbas in den vergangenen Monaten sowohl zu Kerry als auch zu Barack Obama „Nein“. Wieder ist die Position des palästinensischen Präsidenten klar und konsequent: Von den Palästinensern darf nicht verlangt werden, Kompromisse zu machen. Es ist ein kompliziertes Spiel, dieses Herauspressen von immer mehr israelischen Zugeständnissen ohne den Palästinensern ein einziges wirkliches Zugeständnis abzufordern.

Fazit: „Es lohnt sich, folgendes zu beachten: 20 Jahre nutzloser Gespräche haben zu nichts geführt. Es gibt kein von Abbas unterschriebenes Dokument, das ein wirkliches palästinensisches Zugeständnis enthält. Keins. Es gab nie eines und es wird nie eines geben“.

Den ganzen Artikel über 20 Jahre vergebliche Bemühungen und enttäuschte Hoffnungen hier:

140427_haGalil ‚Warten auf den palästinensischen Godot‘ Ari Shavit über Abbas_Print

[Quelle: Article printed from haGalil: http://www.hagalil.com/archiv]

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.