Vom „Dennoch des Glaubens“ in akueller Zeit

Am 24. August 2014, dem 10 So.n.Tr., hat die Evangelische Kirche in unserm Land den jährlichen „Israelsonntag“ begangen. Ich war eingeladen in der Evang. Kirchengemeinde in Gündelbach den Gottesdienst zu halten.

Zwei Bibelstellen standen im Mittelpunkt der Predigt:

Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Psalm 73,23.24 (Monatsspruch Juli 2014)

und

Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der HERR HERR. Darum so bekehrt euch von aller Übertretung, auf dass ihr nicht fallen müsset um der Missetat willen.
Werfet von euch alle eure Übertretung, damit ihr übertreten habt, und machet euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum willst du sterben, du Haus Israel?
Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der HERR HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben. Hes 18,30-32

Warum gerade diese beiden Bibelstellen?
Bei mehreren Israel-Gebetsabenden der vergangenen Wochen musste ich dem Rechnung tragen, dass die Gemeinde Jesu weltweit durch die neu aufflammende Gewalt in und um das Gottesvolk Israel besonders herausgefordert ist. Diese beiden Bibelstellen sollten uns vom Wort Gottes her fürs anschließende Gebet ausrichten. Sie können uns Orientierung geben und auch anleiten wie wir nach Gottes Willen damit umgehen können.

So stellte sich mir die Frage: „Wie gehen wir damit um, wenn Gott  auf unsere Gebet scheinbar nicht antwortet?“ Nicht erst mit der Entführung und Ermordung der drei Talmudschüler am 12. Juni 2014 ist eine weltweite Gebetsbewegung ingang gekommen. Schon viele Jahre wird der Nahostkonflikt von ungezählten Gläubigen durchs Gebet begleitet. Doch die Gebete um Entspannung in Nahost, um Frieden in seinem Land werden ganz offensichtlich nicht erhört.

Im Gegenteil, die Lage eskaliert weiter. Vor mehr als 20 Jahren wurde der sogenannte Oslo-Friedensprozess gestartet. Drei Politiker haben dafür den Friedensnobelpreis erhalten. Doch heute ist man weiter von einem Frieden entfernt als damals. Wie gehen wir damit um? Es bleibt uns keine andere Möglichkeit als uns fest zu machen im „Dennoch des Glaubens“. Gerade auch dann, wenn wie nüchtern betrachtet uns auf noch weit Schlimmeres einstellen müssen. Das prophetische Wort der Bibel bestätigt dies.

Vieles deutet darauf hin, dass im Zusammenhang mit der bevorstehenden Wiederkunft Jesu schwerste Gerichtszeiten sowohl auf Israel als auch auf die Völkerwelt zukommen werden. Pls schreibt in Rö 1,18ff: „Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen (Juden und Nichtjuden), die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.“ „Die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten“, das tun alle die heute Jesus ablehnen – nichts von ihm wissen wollen. Er ist die Wahrheit, und ER ist unsere Gerechtigkeit. Wie finden wir in dieser notvollen Zeit zu dem „Dennoch des Glaubens“, das uns Asaph zu Davids Zeiten so beispielhaft bezeugt hat.

Der Weg dazu hat sich in drei Jahrtausenden nicht geändert. Aber seit 2000 Jahren ist er noch deutlicher zu erkennen. Seit Jesu Tod am Kreuz bis heute ist Gnadenzeit. Seither ergeht dieser Ruf zur Umkehr an alle Menschen, weltweit: An Juden und Nichtjuden. Alle sind eingeladen, alle sind aufgerufen zur Umkehr und zu einem neuen Leben.
1.) „… kehrt um von aller eurer Übertretung … und 2.) sorget euch um ein neues Herz und einen neuen Geist.“ Genau das gibt es bei Jesus, – und nur bei IHM – wenn wir IHN im Glauben in unser Herz aufnehmen und IHM die Herrschaft über unser Leben anvertrauen. Er sagt von sich: „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, zu retten was verloren ist.“ (Lukas 19,10)
Der Heilige Geist in uns, Jesus in uns, bewirken in uns nach unserem Blickwechsel und unserer Umkehr die Lebenswende. Und mit dieser Lebenswende wirkt der Heilige Geist in uns. Er setzt ungeahnte Kräfte frei für alle Lebenslagen. Wenn wir durch den Glauben mit Jesus verbunden sind, und ER in uns lebt schafft ER durch seinen Heiligen Geist in uns dieses unerschütterliche n „Dennoch des Glaubens“. Das gilt für Juden und Nichtjuden.

Hier können Sie die ganze Predigt lesen:Predigt_Isr.-Sonntg_24.8.14

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.