Zur Jahreslosung 2015: Christusgemäß ins neue Jahr

Jahreslosung für 2015

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“

Römer 15,7  Predigt Haus Bethel in Maisenbach am 1.1.2015

Habt Ihr die bestmögliche Botschaft, die es für uns überhaupt geben kann aus dieser Jahreslosung herausgehört?
Sie ist etwas versteckt und lautet: „Christus hat euch angenommen zu Gottes Lob“. Welcher Schatz, welcher Reichtum, aber auch welche Verpflichtung ergeben sich daraus für uns? Dem wollen wir in dieser Morgenstunde am Neujahrstag nachspüren.

Diesen Satz des Apostels Paulus, der für 2015 als Jahreslosung ausgewählt wurde sehe ich als einen Dreiklang:
1) Einander annehmen – 2) Christus hat uns angenommen – 3) zu Gottes Ehre und Lob.
Wir wollen diesen Dreiklang für uns jetzt erschließen. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

1) „Gott zur Ehre leben“, das ist unsere Lebensbestimmung
2) Wir können das nur, weil uns Christus angenommen hat
3) Daraus ergibt sich für uns die Verpflichtung: einander annehmen, wie Christus uns angenommen hat.

Dazu sind wir Menschen auf der Welt, „Gott Ehre zu machen“, „mit unserem Leben Gott zu loben“.
Kann es eine höhere Bestimmung für unser Leben geben? Welcher göttliche Adel liegt dadurch doch auf deinem und meinem Leben!

Wir dürfen den ewigen Gott ehren, IHN loben und anbeten. Vor uns liegt ein neues Jahr und unser Schöpfer begegnet uns heute Morgen in seinem Wort und sagt uns: „Ich gebe euch diese neue Zeit, ich gebe euch Tage, Wochen und Monate, um für mich da zu sein, um mir Freude zu machen. Um meinen Ruhm und meine Ehre dort wo ihr seid zu verbreiten.“
Mal ganz ehrlich: Kann es eine herrlichere Berufung, einen höheren Adel, einen höheren Stand für uns Menschen geben? Welche Würde liegt auf unserem Leben, wenn sich der ewige Gott im Himmel sich zu uns kleinen Leuten herabbeugt und sich danach sehnt und sich darüber freut, dass wir IHM Ehre machen. Dazu sind wir auf der Welt, dazu hat uns Gott ja gerade geschaffen. Gott, unser Vater im Himmel liebt uns.
Darum verlangt IHN nach uns. Bereits im ersten Kapitel unserer Bibel erfahren wir Gottes Absicht mit uns: „Lasset uns Menschen machen, nach unserem Bilde. Menschen, die uns entsprechen.“ Er wartet auf uns und freut sich, wenn wir zu IHM kommen und seine Gemeinschaft suchen. Zur Gemeinschaft mit IHM hat ER uns doch geschaffen. Auf dieses Ziel läuft die Geschichte Gottes mit seinen Menschen zu. Der Jünger Johannes hat dies in seiner Offenbarungsschau sehen dürfen: Einst wird eine große Überwinderschar Gott im Himmel lobpreisen mit dem Liede des Moses, des Knechtes Gottes, und dem Lied des Lammes (Offb. 15,3): „Groß und wunderbar sind Deine Werke, Herr, allmächtiger Gott; wer sollte Dich nicht fürchten, Herr, und Deinen Namen preisen? Denn Du allein bist heilig.
Doch bis es einst einmal so weit sein wird schallt schon jetzt dieser Lobpreis durch die Jahrhunderte und Jahrtausende:

Lobet den HERRN, alle Nationen; preiset ihn, alle Völker!
Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Halleluja! (Ps 117)

Einander annehmen „wie Christus“ uns angenommen hat, warund ist seit der Zeit Jesu keine unerfüllbare Forderung mehr.
Jesus sah diese neue Zeit voraus. Darum konnte ER seinen Jüngern zusprechen in der letzten Stunde vor seinem Tod: „Gleichwie mich mein Vater liebt, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! … So wird meine Freude euch erfüllen und eure Freude vollkommen werden… Mein Gebot an euch lautet: liebt einander so, wie ich euch geliebt habe. (Joh 15:9.11.12)
: „… ich habe euch erwählt und gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe … Dazu gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebet. (Joh 15:16.17)

Von Jesus angenommen zu sein und dann den Mitmenschen annehmen, das gehört untrennbar zusammen. Das geht überhaupt nicht anders. Wir sehen das an der ersten Gemeinde in Jerusalem. Der in den Himmel aufgenommene Christus hat am Pfingsttag sein Versprechen erfüllt, das er ihnen wenige Tage zuvor gegeben hatte. Als der Auferstandene hatte ER zu seinen Nachfolgern gesagt: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein.“ 3000 Menschen kamen dabei zum Glauben. Was bedeutete das? Sie wurden zu neuen Kreaturen. Vom Heiligen Geist erfüllt. Von dem Tag an war ihr Leben untereinander davon geprägt, dass Jesus sie angenommen hatte:
Das Markenzeichen der ersten Gemeinde in Jerusalem: „Der Heilige Geist war ausgegossen worden in die Herzen der Gläubigen.“ Mit dem Heiligen Geist kam die Liebe Gottes in ihre Herzen. Der Apostel Paulus beschrieb es gegen das Ende seines Lebens später so: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.“ (Rö 5,5)

Einander annehmen – in unseren Gemeinden und Gemeinschaften
Wir können das, denn der Heilige Geist ist heute noch derselbe. Wenn der Geist Gottes uns von unserer alten Natur befreit und uns zu einem Kind Gottes gemacht hat, dann ist es kein Ding der Unmöglichkeit mehr „Einander annehmen ‚wie Christus‘ uns angenommen hat.“ Denn dann lebt Christus in uns.

Lesen Sie hier die ganze Predigt: Rö_15,7_Predigt_Zedakah_1.1.15_Homepage

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