Predigt zu Hi 2,10: „Feuerfestes Christsein“ – von Hiob lernen.

Was für ein Bekenntnis zu Gott – welches Vertrauen:
Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? Hiob 2,10
(Monatsspruch für Oktober 2015)

Ein überwältigendes Glaubensbekenntnis des schwerst geprüften Hiob zu seinem Gott.

Wir erleben heute eine krisengeschüttelte Welt mit weiter wachsendem Konfliktpotential und wir sind völlig ungewiss, was als Nächstes über uns hereinbricht. Dieses absolute Vertrauen des Hiob in den lebendigen Gott fordert uns in unserer gegenwärtigen Weltzeit in besonderer Weise heraus.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich unsere Zeit verstehe, einschätze. Es ist die Frage wie ich mit den Ängsten, Sorgen und Nöten angesichts der sprichwörtlichen Hiobsbotschaften umgehe: Flüchtingsströme zu 100 000en, die zu uns kommen; zunehmende Gewaltbereitschaft; gesellschaftliche Spannungen, Korruption, Gesetzlosigkeit, Betrug, wachsende Kriminalität, u.u.u; darüber hinaus weltweit Kriege; Terror, Naturkatastrophen. Nicht zuletzt auch die dramatische Zuspitzung im Kampf gegen Israel. Täglich gibt es derzeit neue Gewaltausbrüche. Todesopfer auf beiden Seiten bei Juden und Arabern.

„Wie werde ich damit fertig, wie gehe ich damit um? Unter dieser Fragestellung bin ich auf diesen Monatsspruch für Oktober gestoßen und habe mir das überragende Gottvertrauen des Hiob näher angeschaut. Und ich habe Antworten gefunden. Hilfreiche, um trotz all der bedrängenden Zeitumstände heute zuversichtlich nach vorne zu blicken. Wir können wissen: „Gott ist im Kommen. Gott hat das letzte Kapitel der Geschichte aufgeschlagen.“ Ewigkeit ist nicht in der Zukunft – sie ist jetzt und heute. Ewigkeit ist – wie wir gesehen haben eine weitere Dimension unserer Wirklichkeit. Sie muss uns aber geoffenbart werden, um sie zu erkennen. „Christus in uns-die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Pls in Kol 1,27) das macht uns zu Ewigkeitsmenschen.

Dann sind wir in der besonderen Lage, unsere Welt und die Menschheitsgeschichte aus Gottes Perspektive zu sehen. Unsere gegenwärtige Zeit mit all den Hiobsbotschaften und Unwägbarkeiten im Licht der Ewigkeit sehen macht uns völlig illusionslos gegenüber allen menschlichen Versuchen eine bessere Welt zu schaffen. Es kann nicht gelingen. Wir müssen uns eingestehen, unsere gegenwärtige Weltlage mit ihren 1000 Nöten lässt sich allein nicht „politisch – innerweltlich“ erklären und schon gar nicht lösen. Deshalb brauchen wir ja den „Ewigkeitsblick“, gespeist aus dem prophetischen Wort der Bibel.

V.a. lernen wir aus der Hiobssgeschichte, dass unsere Welt nicht „eindimensional“ ist. Es gibt viel mehr als wir Menschen mit unseren natürlichen Sinnen erkennen, begreifen verstehen. Es gibt eine irdische und es gibt eine überirdische Welt. Gott gebrauchte seinen treuen Knecht Hiob um Satan ins Unrecht zu setzen. Hinter den Kulissen unserer sichtbaren Welt tobt ein gigantischer kosmischer Kampf. Gott führt seit der Erschaffung unserer Welt Krieg gegen Satan. Und machen wir uns bewusst: Gott hat sein Volk Israel und die Gemeinde Jesu „gewürdigt“ in diesen Kampf und den kosmischen Auseinandersetzung auf Seiner Seite – auf der Seite des Siegers – mitzuwirken! Das ist unsere Realität, unsere Lebenswirklichkeit. Wir wollen an Hiobs Ergehen für unser Leben als Christen lernen: Standhaft am Glauben festzuhalten, auch wenn es unser Leben kosten sollte. Die folgende Predigt will dazu verhelfen.

Hier zu lesen: Hi_2,10_Predigt_in_FeG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.