Des Apostels Paulus innerstes Ergehen: Einerseits „himmelhoch jauchzend“ andererseits „zu Tode betrübt“

Predigt zu Römer (8,31ff),9,1-8.14-16

Am 5. August 2018 feierte die Evangelische Kirche in Deutschland den jährlichen „Israelsonntag“, immer am 10. Sonntag nah dem Dreieinigkeitsfest. Wollen wir Christen aus den Nationen unser Verhältnis zum jüdischen Volk, zum Gottesvolk Israel bestimmen, dann kann es uns helfen dort genauer hinzusehen, wo biblische Zeugen sich mit diesen Fragen persönlich auseinandergesetzt haben. Eine herausragende Person ist dabei der Apostel Paulus. Er erlebte die persönliche Veränderung von einem fanatischen Jesusgegner in einen lebenslangen leidenschaftlichen Zeugen seines gekreuzigten und auferstandenen Herrn.

Es gibt eine Stelle in den Briefen des Apostels Paulus, die sehr anspruchsvoll und herausfordernd ist und alles andere als leicht verständlich. Aber sie lässt ganz tief in das Innerste seines Seelenlebens blicken, das zugleich in allergrößtes Erstaunen versetzt. Wir reden vom Römerbrief des Apostels Paulus.

In den wenigen Sätzen am Ende von Kapitel 8 und zu Beginn von Kapitel 9 offenbart er den Lesern seines Briefes eine extreme Weite seiner Gefühlswelt. Diese schwingt sich einerseits empor zu „himmelhoch jauchzend“ und stürzt danach unmittelbar ab in tiefste Traurigkeit „zu Tode betrübt“. Alle sechs Jahre ist ein Abschnitt davon als  Predigttext (Rö 9,1-16) vorgeschlagen. Leider kommt in dieser Auswahl die Spannung nicht direkt zum Ausdruck. Es soll darum hier an dieser Stelle der Textabschnitt leicht erweitert werden. Zwischen Rö 8,31 – 9,1-16 lesen wir u.a.: „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? … Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe. Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.

Aber ich sage damit nicht, dass Gottes Wort hinfällig geworden sei. Denn nicht alle sind Israeliten, die von Israel stammen; auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine Kinder. Sondern nur »was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden« (1.Mose 21,12), das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine Nachkommenschaft anerkannt.  Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose (2.Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.

Zwischen Rö 8,28.39 und Rö 9,1ff kommt nun dieser unerwartete und unübersehbare Bruch: „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“.

Jäh und unvermittelt nach dem vorausgehenden überwältigenden Jubel bricht es im übernächsten Vers aus Paulus heraus: „… ich habe große Traurigkeit und einen unablässigen Schmerz in meinem Herzen.“ (Rö 9,2) Paulus war sich wohl dessen bewusst, dass überfließende Freude einerseits und abgrundtiefe Traurigkeit andererseits schwerlich zusammen passen. Darum – so könnte man vermuten – hält er kurz inne und macht eine kurze Bemerkung. Machen wir uns klar: Im Gegensatz zu unseren Bibelausgaben gab’s im Originalbrief von Paulus weder Überschriften noch Kapitel bzw. Verseinteilungen. Sodass nach den letzten Sätzen unseres Kapitels 8 „nichts, nichts, kann uns scheiden von der Liebe Gottes …“  unvermittelt die Worte folgen: „Ich habe große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass …“. Ich könnte mir denken, dass Paulus beim Niederschreiben dieser Sätze zuerst selbst erschrocken war. Und darum den Satz einfügte, im Sinne von „Wundert euch nicht was jetzt kommt“:  „Was ich jetzt sage, sage ich in der Gegenwart Christi. Ich lüge nicht. Mein Gewissen bezeugt mir, und der Heilige Geist bestätigt mir, dass es die Wahrheit ist und dass ich nicht übertreibe“. (Rö 9,1)

Jetzt lässt Paulus die Leser seines Briefes in sein Inneres blicken. So wie die Sätze seines Briefes unmittelbar neben einander liegen, tun es auch die Gefühle im Herzen des Paulus: Jubelnde Gewissheit über eine herrliche Zukunft bei Jesus einerseits . Hart daneben aber abgrundtiefe Traurigkeit und unablässiger Schmerz andererseits, wenn er an seine unerlösten jüdischen Volksgenossen denkt. Beides – jubelnde Freude und unaufhörliche Schmerzen pulsieren ganz real in seiner Brust. Offensichtlich schließt eines das andere nicht aus. Beides ist nicht nur möglich, sondern es gehört für die Jetztzeit bis zur Wiederkunft Jesu zusammen.

Aus den ersten 8 Kapiteln seines Römerbriefes wird unmissverständlich deutlich warum Christen allen Grund haben in höchsten Jubel über unser Heil in Jesus auszubrechen. „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ Daneben die Verse ab Kapitel 9. Sie machen deutlich, warum Paulus so abgrundtief traurig ist über sein eigenes Volk. Der Grund ist: Sie lehnen den gottgesandten Messias in ihrer Mehrheit ab und damit eben auch ihr ewiges Heil.

Paulus trägt unsäglich schwer daran, dass der Großteil seines eigenen Volkes ihren gottgesandten Messias ablehnt. Er denkt, fühlt, empfindet „im heiligen Geist“; das will sagen, es ist die Wahrheit Gottes, die ihn mit dem lebendigen Christus verbindet. Das ist sein Geheimnis: Paulus empfindet in völliger Übereinstimmung mit Gott und Jesus Christus. Der Heilige Geist hat ihm diese Gewissheit eingegeben. Paulus weiß was Israel von Gott „gegeben“ ist. Und Paulus weiß auch: Dies gehört dem Gottesvolk noch immer. Obwohl sie, ja trotzdem sie, ihren Messias verworfen haben. „Gott hat sein Volk Israel nicht verstoßen“, schreibt Paulus zwei Kapitel später. Dies ist alles andere als selbstverständlich.

Doch welch ein Jammer, welch eine Tragik: Israel verachtet und verschmäht seinen kostbaren Besitz noch immer. Und zwar so lange wie seine jüdischen Volksgenossen ihren Messias ablehnen. Allein in Jesus Christus sind alle Gottesverheißungen Ja und Amen. Nur Jesus Christus kann aus einen Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs zu einem Kind der Verheissung, zu einem Gotteskind machen und diesen in seine ihm von Gott gegebene Berufung hineinführen. Dann, wenn dieser Jesus im Glauben annimmt. Es wird einmal dazu kommen, dass ganz Israel dies tun wird. Dann, wenn wie angekündigt, der Überrest Israels gerettet und in den „Neuen Bund“ hineingenommen wird. (Rö 11,25f) Darin verspricht Gott seinem Volk Israel das neue Herz. (Jer 31,31-34 u.ö) Dann wird das ewige Friedensreich unter dem Messiaskönig Jesus verwirklicht werden und Israel zu seiner Bestimmung gekommen sein.

Bei alledem ist Paulus nicht fertig mit seinem Volk, vielmehr liebt er sein Volk Israel und wie:  mit der Liebe Gottes. Paulus liebt sein Volk die Juden, die Israeliten, mit einer Liebe die alles kosten darf. Wenn Paulus könnte, so würde er sich selbst für seine jüdischen Volksgenossen opfern, um sie zu retten. Er hatte inständig zu Gott gefleht: „Herr, verfluche mich an der Stelle meines Volkes, trenne mich von Christus“. Welch überwältigende Liebe zu seinem Volk zeigt sich hierin. Sie verwundert umso mehr, als Paulus von seinem Volk über Jahrzehnte nur Ablehnung und Verfolgung erlebt hat. Mehrfach wurde er ausgepeitscht, einmal sogar gesteinigt. Er überlebte nur knapp. Und doch war er bereit für sein Volk sich Gott „zu opfern“. Aber Gott hatte schon lange einen anderen Heilsweg erwählt. „Für Juden zuerst und auch für Nichtjuden“ (Rö 1,16). Wir leben in der Zeit nach Christi Kreuz und Auferstehung. Christus hat den Fluch für Sünder auf sich genommen zum Heil derer die an ihn glauben. Gottes Heilsplan kommt durch ihn zur Vollendung. Die Herrschaft der Liebe kommt.

Was für eine Kraft beseelte den Paulus, woher kam sie ihm?

Paulus ist getrieben von der Liebe Gottes. Sie ist ausgegossen in menschliche Herzen durch den Heiligen Geist. Die Liebe Gottes ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Diese göttliche Liebe ist nicht „made by men“, nicht menschlicher Natur. Sie ist „made by God“. Diese Liebe ist göttlicher Natur. Die gibt es aus menschlicher Anstrengung heraus nicht. Diese Liebe ist von göttlicher Qualität. Das ist eine Kraft von einem „andern Stern“.

Sie können hier die ganze Predigt lesen. Das Thema ist bis heute höchst aktuell.

Rö_8,31-9,16_i.A_Predigt_zu_Israelsonntag

 

„Volk Israel und Gemeinde Jesu – was haben die miteinander zu tun?

Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit dem Volk Gottes „Israel“. Eine Zeitlang haben meine Frau und ich auch selbst in Israel unter Holocaustüberlebenden beim Liebenswerk Israel Zedakah mitgearbeitet. Viele Begegnungen mit Juden haben mich – von Beruf war ich landeskirchlicher Pfarrer – theologisch nachhaltig geprägt. Besonders aber wurde ich tief davon überzeugt, dass die ganze Bibel – AT und NT eine wunderbare Einheit bilden. Gott hat zu uns Menschen in seinem Wort gesprochen. Und Gott redet heute zu uns in seinem Wort. Die Bibel bekräftigt: „Das Wort des Herrn ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält der gewiss.“ (Ps 33,4) Die letzten 15 Jahre des Ruhestandes waren in Bezug auf mein Verständnis für das Geschehen um Israel geprägt von meiner Beziehung zu der „Gemeineinschaft der Versöhnung“ (GdV: www.gdv-cor.org/)

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren existiert diese Gemeinschaft. Ihre Glieder leben und wirken an verschiedenen Orten: In Jerusalem, in der Zentrale in Winterthur, Schweiz, in einem Zentrum (Mühle) bei Sisteron (Südfrankreich) und seit einigen Jahren auch im Libanon, dort im libanesisch syrischen Grenzgebiet unter syrischen Flüchtlingen . Durch verbindliche geistliche Gemeinschaft, mit täglichem gemeinsamem Gebet treiben sie Freundschaftsevangelisation und bringen so die frohe Botschaft von Jesus zu Juden und Arabern und stiften auch Versöhnung unter ihnen. Ihre Frucht ist nicht zu übersehen. Über viele Jahre fand in Jerusalem eine deutschsprachige  Studienwoche statt. Meine Frau und ich haben regelmäßig in den letzten Jahren daran teilgenommen. Für mich so etwas wie ein „Jahresupdate“ zu den Entwicklungen in Israel – politisch, gesellschaftlich – aber auch geistlich war dies eine große Bereicherung für uns.

In diesem Jahr 2017 begeht die Evangelische Kirche in Deutschland am 20. August den jährlichen Israelsonntag. Als Predigttext für diesen Tag ist der Abschnitt aus dem 2. Buch Mose, Kap 19,1-6 vorgegeben.

Israel am Sinai – Vorbereitung auf die Gesetzgebung

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.

2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:

4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.

5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.

6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.

Gewiss eine alte Geschichte aber deshalb keineswegs eine veraltete.

Diese Ereignisse liegen ca 3 ½ Jahrtausend zurück. Und doch sind sie brandaktuell. Und dies umso mehr je näher wir dem Ziel von Gottes Weltgeschichte entgegeneilen. Das ist zum Einen die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde und zum andern wird Jesus Christus Gottes messianisches Friedensreich auf dieser Erde aufrichten. Der allmächtige Gott, der Schöpfer des Universums ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Er hat sich in Jahrtausenden nicht gewandelt. Gott ist dabei mit seinem Volk Israel Geschichte zu machen; Heilsgeschichte für die ganze Welt. Gott holt sich dazu weder die Zustimmung der Großmächte noch die des UN-Weltsicherheitsrates ein. Gott hat seinen Plan. Der liegt seit Jahrtausenden fest. Die Propheten haben ihn verkündet. Jesus sagte: „Ihr habt Mose und die Propheten, die hört“. Wenn wir dem biblischen Zeugnis glauben wissen wir wo’s lang geht. Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass einmal Volk Israel und Land Israel die ganze Welt mit dem Nahostkonflikt in Atem hält. Und das, weil die Völker – einschließlich Israel – anders wollen als Gott. Damit sind wir auch schon beim zentralen Thema des Israel-Sonntags 2017.

Israel bleibt auf dem Terminkalender der Weltpolitik

Vor mehr als 3000 Jahre hat Gott dort in der arabischen Wüste einen entscheidenden Anfang seiner Heilsgeschichte gesetzt. Diese ist seitdem im Gange und sie wird sie sich in Zukunft unvorstellbar herrlich entfalten; das Ziel ist nichts geringeres als das Friedensreich des Messias auf unserem blauen Planeten. Wir brauchen dazu nur auf Gottes Wort zu hören. Dann können wir unsere Zeit verstehen und auch das Geschehen heute recht deuten. Die Zeiten werden turbulenter. Jesus selbst kündigte für die letzte Zeit vor seinem Kommen allerschwerste Bedrängnisse an, wie sie sie zuvor nicht gewesen seien.

Die entscheidende Grundlegung für die einzigartige Stellung und Zukunft Israels, des Volkes Gottes, in der Völkerwelt hat mit genau dem geschichtlichen Ereignis unseres heutigen Bibelabschnitts zu tun. Der ewige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat sich den Israeliten dort am Berg Sinai gezeigt, oder sagen wir es theologisch: der unsichtbare Gott hat sich vom Himmel her geoffenbart. Gott ist dort den Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs begegnet, nachdem er zuvor sein Volk aus einer Jahrhunderte währenden Sklaverei herausgerettet und befreit hatte.

Gottes Volk musste wissen, dass es seine Errettung seinem Gott zu verdanken hatte und wozu sie aus der Sklaverei befreit wurden.

Das Volk musste auf seine Sonderstellung in der Völkerwelt vorbereitet werden. Hinfort durfte nie mehr in Vergessenheit geraten, wem das Volk seine Befreiung verdankte und wozu es befreit wurde. Auch wenn dies in den nachfolgenden Zeiten immer wieder aus dem Blick geriet und Gottes Volk sich von seinem Gott lossagte, ein Fundament war gelegt. Darauf hat Gott immer wieder neu aufgebaut.

Dort am Sinai machte Gott Israel unsterblich. Israel ist in die Freiheit geführt worden, um für immer Eigentumsvolk Gottes zu sein.

Befreiung also wozu? Eigentumsvolk Gottes sollen sie sein? (V6) Ihr sollt aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Der Schöpfer und Herrscher des Universums lässt sein erwähltes Volk wissen, was sie sein werden, wozu sie bestimmt sind: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein.“

Einzigartig ist diese göttliche Bestimmung. Das Volk Israel wird in eine Mittlerfunktion zwischen Gott, dem Schöpfer, und seinem Geschöpf, Mensch, hineingerufen.

Gott hat sich mit dem Volk Israel ein Instrument geschaffen mit dem er die ganze von ihm abgefallene Menschheit wieder zurechtbringen wird. Gott schafft unserer Welt eine Zukunft. Israel ist dafür sein Werkzeug. Dazu hat Gott die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreit und es mit sich verbündet für Zeit und Ewigkeit. Israel ist und bleibt für immer Gottes Eigentumsvolk und er wirkt durch sein Volk. Gott wirkte in der Vergangenheit, er wirkt in der Gegenwart und er wird in Zukunft wirken.

Lesen Sie hier die ganze Predigt:

2.Mo_19,1-6_Predigt_für_Israelsonntag_Kleinsachs._2017

Es wird darin aufgezeigt welche Gemeinsamkeiten das Volk Israel in der Bibel mit der neuzeitlichen Gemeinde Jesu Christi hat. Aber auch welche Unterschiede zu beachten sind. Der Schlüssel lautet:

Wir als Gemeinde Jesu – und das Volk der Juden sind wie zwei Geschwister einer Familie – und zwar der Gottesfamilie. Zwei verschiedene Personengruppen, mit gewichtigen Gemeinsamkeiten. Wir stammen vom selben Gott-Vater als unserem Schöpfer ab. Wir haben geistlich gesehen dasselbe Erbgut, wir sind in übertragenem Sinne auch blutsverwandt – erlöst durch das Blut des Juden Jesus.

Aber wir unterscheiden uns auch. Wie sich eben zwei Geschwister unterscheiden. Geschwister haben verschiedene Gaben, unterschiedliche Begabungen, verrichten unterschiedliche Aufgaben und v.a. unterscheiden sie sich in ihren Biografien und ihren Lebenszielen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt wird ausführlich behandelt.

Gottes Heilsgeschichte spannt einen weiten Bogen über die letzten 3 – 4 Jahrtausende. Diese Heilsgeschichte ist uns erschlossen im Wort der Bibel. Jede Zeit – auch die heutige kann Gott am Werke sehen: An seinem Eigentumsvolk Israel. Und an uns – der Gemeinde Jesu. Gott erfüllt ganz gewiss was er versprochen hat. Es ist schon im Werden: Für uns, die Gemeinde Jesu, und für das Volk Israel je auf seine Weise: „Ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“

 

Gott gibt den Plan mit seinem Volk nicht auf Jes 2,1-11

Den folgenden Vortrag habe ich 2012 gehalten. Er ist heute noch so aktuell wie vor 5 Jahren. Mehr noch, die zwischenzeitliche Entwicklung beweist einmal mehr, dass die Gedanken zu Jesaja 2,1-11 der Wahrheit des geoffenbarten Prophetenwortes abgelauscht und vom Geist Gottes geschenkt worden sind.  Keine Frage, dass Gott sein Volk Israel vorbereitet seinen Messias zu empfangen. Sind wir als Gemeinde Jesu auf Gottes Eingreifen vorbereitet?

Vortrag bei der Israelskonferenz in Maisenbach März 2012

Konferenzthema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“

Auf dem Einladezettel zur Konferenz lautete das Thema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen.“ Gott tut das, das ist überhaupt keine Frage! Ja, „Gott bereitet Israel vor seinen Messias zu erkennen“. Das erlebte ich Jahr für Jahr beglückend, wenn ich im September eines Jahres nach Jerusalem reise um dort mein „Jahres-Update“ zum Thema „Israel“ zu empfangen. Über viele Jahre bsuchte ich jährlich die Studienwoche der Gemeinschaft der Versöhnung GdV mit großem Gewinn. In manchen Jahren hatte ich jeweils noch einige Freunde dabei, mit denen ich hinterher noch einige Tage im Land umherreiste.

Bei den Studienwochen vertiefte ich mich immer wieder in die biblische Lehre, in die Heilsgeschichte Gottes, die Marcel Rebiai vollmächtig dargelegte. Mit ganz besonderer Betonung des prophetischen Wortes, als ein Licht, das leuchtet auf unserem Weg. Gottes Heilsgeschichte mit seinem Volk und den Völkern von Anfang bis Ende. Ich erfuhr von der Last und von den Freuden im Dienst  der Geschwister in Jerusalem, wenn sie Juden und Moslems das Evangelium von Jesus bezeugen. Und ich durfte hören von der Frucht, die Gott auf mehr als 20 Jahren treuen Dienstes schenkt.

„Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“.

Ja, das stimmt! Besonders die an Jesus, an Jeshua glaubenden jüdischen Gemeindeleiter werden nicht müde, auf die baldige Wiederkunft Jesu hinzuweisen. Sie leben in einer großen Naherwartung. Und sie predigen das auch. Selbst nicht wenige Israelis in verantwortlicher Position in der Gesellschaft und Politik sind davon überzeugt, dass ein politischer Friede im Nahen Osten außer Reichweite ist. In jüngster Zeit mehr denn je.

Hier können Sie den ganzen Vortrag lesen:

Gott_gibt_seinen_Plan_nicht_auf_Jes _2,1-11_Israelkonferenz März_2012

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in Israel

Deutschland zu Gast bei Freunden
Über den Besuch des Bundesaußenministers Sigmar Gabriel in Israel
von Josias Terschüren Mai 2017

Der Autor des Reports ist Josias Terschüren, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit bei der Initiative 27. Januar. Diese hat sich in ihrer Arbeit neben dem Gedenken an den Holocaust, dem Kampf gegen Antisemitismus auch der Israelsolidarität als drittem Schwerpunkt verschrieben. Die derzeitige Entwicklung in den deutsch-israelischen Beziehungen sind beängstigend. Josias Terschüren zeichnet die Entwicklungen und Prozesse für die bilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel innerhalb der letzten Monate nach.

„Es ist ein turbulenter Abschnitt der deutsch-israelischen Beziehungen, der sich momentan vor unseren Augen abspielt. Schuld an den Turbulenzen ist einmal mehr der Doppelstandard, der gemeinhin für Israel gilt. Auslöser der aktuellen Spannungen zwischen den befreundeten Nationen ist ein abgesagtes Treffen zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel.

Die Absage durch Benjamin Netanjahu löste in Deutschlands Politik und Medien einen Eklat aus. Um nachvollziehen zu können, warum dieser sich dazu entschloss, den höchsten Diplomaten eines der engsten Verbündeten Israels in der Welt so öffentlich in die Schranken zu weisen, muss man die Vorgänge in einem größeren Kontext betrachten.“

Es lohnt sich die exakt recherchierten Details nachzulesen, die der Autor in seinem Artikel aufgezeichnet hat.

Hier der Link zum vollständigen Artikel 170620 Monitoring-Report-2017-05_Gabriel-in-Israel