Einen herzlichen Gruß zu Advent und Weihnachten

Liebe Verwandte, Freunde und Bekannte,
herzlich grüßen wir Euch und wünschen frohe, ermutigende und gesegnete Tage in der Advents- und Weihnachtszeit. Wir sind unserem Vater im Himmel sehr dankbar, dass wir trotz fortschreitenden Alters gesund und rüstig sein dürfen. Das ist ein besonderes Geschenk, das vielen – leider – so nicht vergönnt ist. Wir wissen, dass es auch bei uns von heute auf morgen anders werden kann. Aber auch dann bleiben wir unter der gnädigen Führung Gottes, der uns ein ewiges Erbe versprochen hat.
Ein lieber Freund und Bruder, Marcel Rebiai, Jerusalem, hat ein wertvolles Andachtsbuch geschrieben. In seiner Andacht zum 27. November hat er uns unsere Heimat beim Vater im Himmel lieb gemacht:

Sehnsucht nach Heimat
„Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht.
Seht, er kommt!, spricht der Herr der Heere.“ Maleachi 3:1

Advent bedeutet Ankunft. Wenn wir Advent feiern, sollten wir uns überlegen, was für eine Ankunft wir eigentlich erwarten – falls wir überhaupt etwas erwarten.
Leider ist die Adventszeit heute vor allem geprägt vom Konsumrausch des Weihnachts-rummels und vielen geschäftigen Vorbereitungen, so dass uns der Stress krank macht. Viele von uns haben darum nur den einen Wunsch: diese Zeit möglichst schnell hinter sich zu bringen. Aber der Stress hat noch eine andere Ursache als die ruhelose Geschäftigkeit.
In der westlich-christlichen Kultur gibt es keine vergleichbare Zeit, in der die menschlichen Emotionen so sehr aufgewühlt sind wie im Advent. Sehnsüchte und Wünsche werden übermächtig; viele setzen sich, wenn auch unbewusst, mit der Frage nach Zugehörigkeit und Familie auseinander. Einsamkeit und Heimatlosigkeit können zu einer erdrückenden Leere werden.
Im Volksempfinden gibt es kaum etwas Traurigeres, als wenn jemand am Heiligabend keinen Ort der Zugehörigkeit und Geborgenheit findet. Es ist kein Zufall, dass die Sehnsucht nach Heimat in dieser Zeit so übermächtig wird, wo wir Geburt und Ankunft dessen feiern, der kam, uns aus Heimatlosigkeit, Verlorenheit und Finsternis herauszuführen. Jesus kam, um uns aus der Finsternis ins Licht, aus Gebundenheit in die Freiheit zu führen. Er wird jeden, der sich ihm anvertraut, an den Ort bringen, von dem es heißt: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! … und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz … “ (Offenbarung 21:3-4) Das ist die Beschreibung des endgültigen Heimkommens. Welcher Mensch würde sich nicht danach sehnen!
[Quelle: „Gott schauen“ von Marcel Rebiai, GdV Stiftung Gemeinschaft der Versöhnung, Postfach 134 CH-9411 Winterthur]

In dem Wunsch, dass Euch diese lebendige Hoffnung trägt und hält grüßen Euch
Fritz und Hedi

Nahostkonflikt politisch nicht lösbar – Gott hat eigene Pläne

Fritz u. Hedi auf Massada_auss IMG_1879Zusammen mit meiner Frau waren wir zu unserem „Jahres-Update-Israel“ im September 2014 wieder in Israel. Dieses Mal als Gäste bei der GdV -(Gemeinschaft er Versöhnung, www.gdv-cor.org) – zu einer „Schnupperwoche“. Die Zeit bei diesen Christen aus der Schweiz (seit 20 Jahren in Jerusalem) war für uns in vieler Hinsicht eine sehr wertvolle Zeit. Die gemeinsame Zeit mit diesen Geschwistern hat uns sehr gestärkt. Wir konnten einen Einblick gewinnen in ihr verbindliches Leben, das nur einem Ziel dient: Gottes Liebe in Jesus sowohl Juden und auch Arabern zu bezeugen. Dazu setzen sie sich ganz ein. Ein gut durchstrukturiertes Tages- und Wochenprogramm, das von geistlichem Leben (Gemeinschaftliches Leben, Lobpreis, Gebet, Stille Zeit) getragen wird, hat uns stark beeindruckt. An praktischen Einsätzen durften wir teilnehmen und können uns dadurch besser ihre alltäglichen Herausforderungen (ob Hausbesuche Kinder- oder Frauenstunde, Einsätze in Parks etc) vorstellen. Die Geschwister der GdV haben uns hinsichtlich ihrer geistlichen Reife und vielfältigen Kompetenz stark beeindruckt und angeregt zum Nachahmen.
Bei den wertvollen Gesprächen mit Marcel Rebiai (Gründer und Seniorleiter), haben wir erfahren, dass er in den ersten Oktobertagen sehr engagiert und mit seiner ganzen Kompetenz und anerkannten Leiterrolle innerhalb des Leibes Jesu (=Gemeinde Jesu in Israel) unter Juden und Arabern sich dafür einsetzt, dass Gott die Wunden heilen möge, die wegen des Gazakrieges im Verhältnis der jüdischen zu den arabischen Geschwistern entstanden sind. Zwei Leitertreffen von jüdischen und arabischen Jesusgläubigen waren dafür für in den kommenden Wochen geplant. Wir wurden ausdrücklich dafür um Fürbitte gebeten.
Wertvoll für uns waren auch die Gespräche mit Marcel Rebiai, dem Gründer und Seniorleiter der Gemeinschaft Er ist exzellenter Kenner sowohl des Judentums als auch des Islam und zugleich als profunder Bibelkenner, Prediger und Lehrer. Er hat einen sehr guten politischen Ein- und Überblick über die gesamt Lage im Nahen Osten, und kennt v.a. auch die geistlichen und religiösen Zusammenhänge des Konflikts. Er hat beide „Konfliktparteien“, sowohl die Juden als auch die Moslems, von Herzen lieb, weil Gott sie liebt. Auch deshalb, weil Marcel die Pläne Gottes zur Aufrichtung Seines Friedensreiches aus der Schrift kennt. Marcel Rebiai hat in einem Artikel „Der Gazakrieg als Modell der Wahrnehmung Israels“ seine Erkenntnisse zusammengefasst. Sie helfen uns den Konflikt geistlich zu beurteilen, zu verstehen und die richtigen Folgerungen daraus zu ziehen. Der Konflikt ist wirklich religiöser Natur und kann politisch nicht gelöst werden. Frieden wird der wiederkommende Messias schaffen.
Am 11.11.2014 habe ich in der EFG Bretten einen Vortrag zu diesem Thema gehalten. Ausführlich sprach ich zum Thema: „Der Gazakrieg im Sommer 2014 – Ursachen – Auswirkungen und Folgen für Israel und die Gemeinde Jesu“. Im ersten Teil zeigte ich die Entstehung des Konflikts auf. Im zweiten stellte ich die „göttliche Perspektive“ zum gegenwärtigen Geschehen gegenüber. Die Unlösbarkeit des Konflikts hängt mit Gott zusammen. Vielleicht fragen Sie, ja, will denn Gott keinen Frieden. Doch! Aber nach seinen Bedingungen. Die werden uns im Wort der Bibel durch Mose, die Propheten, Jesus und die Apostel klar aufgezeigt. Wir haben ist im Nahostkonflikt mit dem Gott Israels, mit dem Gott der Bibel zu tun.
M.a.W.: Der ganze Konflikt und damit auch der wachsende – irrationale Antisemitismus weltweit hat geistliche Ursachen. Warum? Das hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass der ewige Gott andere Pläne und andere Ziele verfolgt will als wir Menschen. Wir leben in einer Zeit, in der der Gott der Bibel gewaltig eingreift in die Geschichte. Souverän erfüllt er Verheißungen, die er schon vor Tausenden von Jahren durch seine Propheten angekündigt hat. Gottes Pläne mit Israel und die Pläne der Völker einschließlich Israels sind z.T. einander entgegengesetzt. Da prallen gewaltige Mächte aufeinander. Wir müssen lernen das aktuelle Geschehen um Israel v.a. aus der geistlichen, heilsgeschichtlichen Perspektive zu betrachten. Mit dem Wiedererstehen Israels – dem grünenden Feigenbaum – sind wir in eine letzte entscheidende Phase eingetreten. Gott hat das letzte Kapitel seiner Heilsgeschichte aufgeschlagen.
Der Gazakrieg erinnert uns an das Phänomen, dass wir mitten im letzten Kapitel der Geschichte Gottes mit den Menschen sind, das Gott aufgeschlagen hat. Gottes Herrschaft nimmt in seinem Volk und durch sein Volk Israel Gestalt an, wird Geschichte. Das fordert den Widerstand der Völker heraus. Und nicht nur die Völker. Hinter den Völkern steckt doch auch der große Gegenspieler Gottes.
Zugleich wird aber auch die Herzenshaltung der gottlosen Menschen und Völker aufgedeckt. Wir Menschen können wissen was Gott will. Wir haben die Bibel. Gott hat darin zu uns gesprochen durch die Propheten, durch Jesus und durch die Apostel. Wir können wissen, wohin die Weltgeschichte laufen wird.
Gott schafft Heil Gott schafft Heil für Israel und die Völker, aber Heil nach seinen Plänen. Auflehnung, Ablehnung und Zurechtweisung sind die Reaktion der Völker auf Gottes Wirken.
„Stolz wird sich den Planen Gottes immer verweigern, ohne zu verstehen, dass seine Pläne immer gerecht und wahr sind. Es geht hier nicht mehr um die Mangel und Fehler, die Israel als Staat begeht. Die Zeit der Konfrontation der Souveränität Gottes mit den Herrschaften dieser Welt ist angebrochen. Ohne Endzeithysterie kann man nüchtern eine weltweite Zunahme der Rebellion und Feindschaft gegenüber Gott und seinen Plane feststellen. Das zeigt sowohl die Behandlung Israels wie auch die globale Zunahme der Christenverfolgung (heute werden 100 Millionen Christen weltweit verfolgt, alle 5 Minuten wird ein Christ wegen seines Glaubens getötet). Der Prophet Sacharja hat vor Tausenden von Jahren verkündet (Sach 12,2-3), dass eines Tages die Völker vereint aus Auflehnung gegen die Herrschaft Gottes, gegen den Messias, seine Stadt und sein Volk in den Kampf ziehen werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Existenz Israel ganz anders behandelt wird als alle anderen Volker, denn durch die Existenz und die Zukunft dieses Staates wird nach Gottes Plänen auch die Zukunft der Völker bestimmt. Das Ziel Gottes durch seinen Messias ist, an Israel und durch Israel den Völkern Heil, Frieden und Freiheit zu schaffen.“ (Marcel Rebiai)
Dagegen wehrt sich die gottlose Welt unter dem Einfluss von Gottes Gegenspieler mit allen Mitteln. Der ganze Vortrag kann hier heruntergeladen werden:
1141111_efg_Bretten_Was_lernen_wir_aus_dem_Gazakrieg_gek

Licht am Ende des Tunnels – Der „Nahost-Konflikt“ aus Gottes Sicht

Dr. Johannes Hartl, Gründer und Leiter des „Gebetshaus Augsburg“, hat mit seiner Frau im September 2014 an einem Treffen von 130 Leitern von Gebetshäusern im Nahen Osten teilgenommen. Er vertrat dabei die europäischen Gebetshäuser. Die Mitarbeiter und Besucher des Gebetshaus in Augsburg und auch ihn selbst haben die Ereignisse in Israel/Gaza und im Irak in den letzten Monaten zutiefst erschüttert und bewegt. Das hat ihn dazu gedrängt, nach diesen reichen Tagen der Begegnung in Zypern einiges über die Situation im Nahen Osten zu schreiben. Es wurden insgesamt 3 Einheiten unter dem Gesamtthema:

„Einige Gedanken zur Situation im Nahen Osten“
Teil 1: 10 Dinge, die ich von der Gebetsbewegung im Nahen Osten gelernt habe.
Teil 2: Gedanken über die aktuelle Situation rund um ISIS
Teil 3: Gedanken über Israel und Palästina

Seine „subjektiven Gedanken“ über Israel und Palästina sind aus seinen Begegnungen bei dem Treffen auf Zypern heraus erwachsen. Er sieht nun auch den Konflikt zwischen Israel und Gaza in etwas anderem Licht. „Ich sah Palästinenser, die unter Tränen vom Leid ihrer Volksgenossen sprachen. Und ich sah junge Israelis, die unter Tränen vom Leid der von Krieg traumarisierten israelischen Kinder berichteten. Und ich sah, wie Juden und Araber, Palästinenser und Israelis miteinander weinten, miteinander beteten, miteinander aßen und lachten.“

Unter Teil 3 schreibt Dr. Hartl zusammenfassend – hier einige Sätze:
„Hier hat niemand gewonnen. Am Ende der Gaza-Kampagne feierte die Hamas den Sieg über Israel. Diese zynische Geste verdeckt die traurige Realität: 400.000 Menschen haben im Gazastreifen ihre Häuser und Wohnungen verloren. Und obwohl es Israel gelang, einen großen Teil der Terror-Tunnels und der Raketenstellungen der Hamas zu zerstören, ist die Hamas selbst nicht zerschlagen und die ständige Bedrohung der israelischen Städte nicht gebannt. Dieser Konflikt verlief für beide Seiten tragisch.
Der Plan des Feindes: Satan hasst Israel und will es zerstören. Der tödliche Antisemitismus, der in allen muslimischen Ländern – unterschiedlich stark – vorhanden ist, zielt im Letzten auf nichts anderes als die völlige Vernichtung des Staates Israel (und darüber hinaus: des jüdischen Volkes). Doch der Feind hasst die Palästinenser genauso. Er will auch sie zerstören. Die einzig sinnvolle Zukunft der Palästinenser wäre eine friedliche Koexistenz mit Israel. Zwar wurden schon bei der Gründung des Staates Israel auch schwere Fehler begangen – die Schuld verteilt sich nie nur auf eine Seite! – doch in Israel ist die grundsätzliche Bereitschaft vorhanden, mit den Palästinensern in guter Nachbarschaft zu leben. Der Feind versucht das zu zerstören, indem er Rachedenken und Verzweiflung in beiden Völkern immer weiter vertiefen möchte. Wir müssen aktiv beten, dass Wille zum Frieden und zur Verständigung in beiden Völkern zunimmt.
Hamas sind nicht die Palästinenser: Ein großer Teil der Palästinenser hat kein Interesse an einem ständigen Konflikt mit Israel. Die Hamas jedoch schon. In Israel wurde der Gaza-Konflikt weitgehend als Krieg gegen die Hamas wahrgenommen, nicht als Krieg gegen die Palästinenser. Israel ist nicht anti-palästinensisch. Als Bürger Israels leben im Staat Israel über 1 Million Palästinenser. Sie genießen volle Bürgerrechte. Damit ist Israel das einzige Land (!) in dem Palästinensern volle Staatsbürgerschaft und demokratische Menschenrechte zuerkannt werden. Die politische Führung des Gazastreifens jedoch ist derzeit die Hamas, eine Organisation, die sich dem bewaffneten Kampf gegen Israel verschrieben hat. Die Milliarden Dollar von internationalen Fördergeldern für die Palästinensergebieten werden von der PLO, der Fatah und auch der Hamas seit Jahrzehnten zweckentfremdet, sodass die Palästinensergebiete unterentwickelt sind, während für Millionen von Dollar Terrortunnels gegraben und Raketen gekauft werden. Die Hamas ist das Problem, nicht die Palästinenser. …

Die Hoffnung für den Nahen Osten: Weder ein militärischer Sieg über die Hamas noch die noch härtere Behandlung der Palästinenser werden den Frieden bringen. Was die einzige Hoffnung für diesen Konflikt ist, das konnte ich in Zypern mit eigenen Augen sehen. Wenn ein in Gaza geborener palästinensischer Christ und ein junger ehemaliger Soldat der israelischen Armee sich in den Armen liegen, gemeinsam weinen, zusammen beten, sich gegenseitig die Füße waschen – – – dann wird die größte Wahrheit sichtbar. Es war für mich so ermutigend, von einem messianisch-jüdischen Pastor aus Tel-Aviv zu hören, wie offen die jungen Menschen für Jesus seien. Er spricht sie auf der Straße an und praktisch jeder hat Interesse, über Gott zu reden! Ja, Jesus tut etwas Neues. Und Er ist die einzige Hoffnung für diesen Konflikt, der so alt ist wie die Menschheit. Denn „er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.“ (Eph 2,14) Jesus ist die Lösung, denn seine Liebe gilt Palästinensern und Juden in gleichem Maße. Und er kann die von jahrzehntealtem Hass und Vergeltungsdenken auf beiden Seiten in Liebe wandeln. Um nichts weniger als das sollten wir beten!“

Lesen Sie den ganzen Artikel: 140922_Einige Gedanken zur Situation im Nahen Osten

Der Gazakrieg im Sommer 2014 – was Christen lernen müssen

Marcel Rebiai (GdV, Jerusalem) hat unter der Überschrift: „Der Gazakrieg als Modell der Wahrnehmung Israels“, im August 2014 einen Artikel veröffentlich. Es lohnt sich für uns Christen diesen aufmerksam zu lesen. Er wurde veröffentlicht in der Zeitschrift „Zum Leben“ der Sächsischen Israelfreunde, Heft 4-2014 S 27.

Im Internet zu lesen und zu downloaden unter: 1408_GdV_M.Rebiai_Gazakrieg siehe auch „Zum Leben“ – Zeitschrift der Sächsischen Israelwerke:
www.zum-leben.de/uploads/media/zum_leben_4.pdf

Die Spannungen werden weiter zunehmen, einfach deshalb, weil Gott begonnen das letzte Kapitel seiner Heilsgeschichte ist aufzuschlagen. Gott hat angefangen seine seit vielen Jahrhunderten schon angekündigten Pläne und Verheißungen zu verwirklichen. Der Tag an dem die Königsherrschaft Gottes auf unserem Planeten anbricht rückt näher. Gottes machtvolles Eingreifen bei seinem Volk Israel und bei den Völkern stößt auf erbitterten Wiederstand der (gottlosen) Völker.

Unter dem Abschnitt „Israelhass als Zeichen der Endzeit“ schreibt er u.a.:
„… Gott hat angefangen seine Pläne und Verheissungen mit seinem Volk
umzusetzen. Die Tatsache ist, dass es nach 2000 Jahren der Zerstreuung
wieder ein Staat Israel gibt und dies trotz des Widerstandes der Völker
und des jüdischen Staates selbst und trotz des Unglaubens und Wider-
standes der Kirche.
Israelhass ist ein Zeichen der Endzeit.
Auch der Gazakrig erinnert uns an das Phänomen, dass wir mitten im
letzten Kapitel der Geschichte Gottes mit den Menschen sind, das Gott
aufgeschlagen hat. Die Souveränität Gottes wird in seinem Volk und
durch sein Volk Israel Fleisch (=wird Geschichte) und erregt den Widerstand
der Völker. Die Fleischwerdung der Souveränität Gottes im Volk und Land
enthüllt die Herzenshaltung der Völker im Bezug auf die Herrschaft Gottes.
Auflehnung, Ablehnung und Zurechtweisung sind die Reaktion. Stolz wird sich
den Plänen Gottes immer verweigern, ohne zu verstehen, dass seine Pläne
immer gerecht und wahr sind. Es geht hier nicht mehr um die Mängel
und Fehler, die Israel als Staat begeht. Die Zeit der Konfrontation der
Souveränität Gottes mit den Herrschaften dieser Welt ist angebrochen.“

Unter dem oben genannten Link zur Zeitschrift „Zum Leben“ könnt Ihr den gesamten Artikel lesen und studieren. Er hilft uns die wachsenden Nöte, besonders in der gesamten Region „Naher Osten“ in biblische Zusammenhänge einzuordnen. Wir müssen unsere Zeit aus der Perspektive Gottes betrachten.

Jordanischer Scheich: ‘Es gibt kein “Palästina” im Koran. Allah [=Gott] hat Israel den Juden gegeben’

Eliyokim Cohen, hat in den Jews­News vom 15.8.2014 einen bemerkenswerten Artikel veröffentlicht. Dieser ist u.a. von Heiniger-net ins Internet gestellt worden.

Scheich Ahmad Adwan, der sich als muslimischer Gelehrter vorstellt, der in Jordanien lebt, sagt auf seiner persönlichen Facebook-Seite, dass es nichts Derartiges wie “Palästina” im Koran gebe. Allah [=Gott] hat das Heilige Land den Kindern Israels gegeben bis zum jüngsten Tag (Koran, Sure 5 - “Die Sure des Tisches”, Vers 21), und “Wir haben die Kinder Israels zu den Erben (des Landes) gemacht” (Koran, Sure 26 — “Die Sure der Dichter”, Vers 59).
Adwan schließt seinen bemerkenswerten Artikel mit den Sätzen: „(Die Juden) sind ein friedliches Volk, die den Frieden lieben, die nicht feindselig und keine Aggressoren sind, aber wenn sie angegriffen werden, dann verteidigen sie sich, während sie dem Angreifer so wenig Schaden wie möglich zufügen wollen. Es ist eine Ehre für sie, dass Allah sie auserwählt hat von allen Völkern der Erde — also von den Menschen und Geistern bis zum Tag des jüngsten Gerichtes. Ich habe die Gründe für Allah’s Wahl in meinen Büchern und Pamphleten dargelegt. Wenn Allah sie auserwählt, so hat er das nicht aus bloßer Höflichkeit getan, und er war auch anderen Menschen gegenüber nicht ungerecht, es ist nur so dass sie (die Juden) das verdient haben. Hier der ganze Artikel: http://heiniger-net.ch/archives/3248

Nachprüfungen im Internet ergaben, dass Scheich Ahmad Adwan nicht der einzige moslemische Gelehrte und Korankenner ist, der diese Auffassung vertritt. Ein weiterer Moslem: Nissim Dana, middle eastern affair professor, äußert sich auf der Website http://www.alamoministries.com/Newsletters/19200.pdf http://heiniger-net.ch/archives/3248ähnlich. Dieser Text ist allerdings auf Englisch verfasst.

Es ist höchst aufschlussreich, dass die in der Bibel klar bezeugten Landverheißungen an das Gottesvolk Israel offenbar auch dem Koran nicht fremd sind. Umso mehr sollten wir Christen diesen Verheißungen Gottes für die gegenwärtige Zeit Gültigkeit zollen. Gott ändert sich nicht. Und er ändert seine Pläne nicht. Daran sollten wir uns mit unseren Gebeten orientieren und Gott an seine Verheißungen „erinnern“ (Ihr, die ihr Jahwe erinnert, gönnet euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem befestigt und bis er es zum Ruhme macht auf Erden! Jes 62,7.8) . Ein anderer Schwerpunkt für unser Beten muss der sein, dass wir sowohl für die Juden als auch für die Moslems um eine Umkehr und Hinwendung zum Gott der Bibel bitten. Beide brauchen die Erlösung durch Jesus den Sohn Gottes um vor dem kommenden Gericht gerettet zu werden. Der Apostel Paulus schreibt: Röm 1:16 „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen (=Nichtjuden, die Moslems gab’s zu seiner Zeit noch nicht!).“

Frieden in Nahost? – nur durch den jüdischen Messias Jeshua (Jesus)

Frieden in Nahost? – nur durch den jüdischen Messias Jeshua (Jesus)
Ein Ereignis in unseren Tagen aus Haifa

In einer Zeit, wo mörderische Entführungen, (drei jüdische und ein arabischer Jugendlicher waren wenige Tage zuvor ermordet worden) gewalttätige Ausschreitungen und ein sich entwickelnder Krieg in Gaza die Spannungen in Nahost und weit darüber hinaus zum Überkochen bringen, kamen in Haifa in den ersten Julitagen geschätzte 1000 Jugendliche und Erwachsene zur Elav-Konferenz zusammen. Es waren meist messianische jüdische, unter ihnen aber auch einige Dutzende arabisch-christliche junge Leute, die sich trafen. Sie alle kamen ganz aufgewühlt in heftigen Emotionen bei der Konferenz an.
„Diese jungen Leute tragen innerlich Verletzungen wegen der vergangenen Gewalt hier in Israel“, sagt Rick Ridings, der Organisator der jährlichen Elav Konferenz. „Viele von ihnen dachten, dass sie mit den Gefühlen zurechtkommen, aber wegen der Entführungen und Tötungen sind sie voller Schmerz, auf beiden Seiten.“
Für viele der jungen Gläubigen war es das erste Mal, dass sie so eine tiefgreifende Begegnung mit der „anderen Seite“ hatten. Als dann ein arabischer Christ, der in Gaza aufgewachsen war und ein junger messianischer Israeli miteinander ihre Erfahrungen mit Gott austauschten, war das eine Hilfe für die anderen, sich zu öffnen und über das zu sprechen, was sie wirklich empfinden, ganz ehrlich den andern mitzuteilen, was in der Armee erlebt hatten oder mit Freunden, die von Terroristen getötet worden waren.

Zum Beispiel Chava. Auch sie nahm an der dreitägigen Zusammenkunft in Haifa teil. Für Chava, die in einem jüdisch-orthodoxen Ghetto aufgewachsen ist, war es neu, in so engen Quartieren mit Arabern zusammen zu sein. „Ich bin immer mit meiner Familie zur Klagemauer gegangen und dann haben wir gebetet, dass den Arabern Schlimmes wiederfährt“, erinnert sie sich. „Wir sehen die Araber als schlechte Menschen an. Aber als ich sie jetzt zu Gott beten sah und sie in Hebräisch und dann in Arabisch Gott (denselben für Juden und Moslems) loben sah, hat Gott mein Herz berührt. Sie sind die verlorenen Brüder und Schwestern, die ich schon immer gesucht habe“, sagt sie. Und weiter: „Als ich die Füße meiner arabischen Schwester wusch, konnte ich um Vergebung bitten für die Weise, wie meine Familie und mein Volk die Araber sehen“, sagt diese junge Jüdin Chava. „Sie dann zu hören, dass sie mir vergibt und dass sie mich liebt, war so heilsam. Das war die Liebe Jeshua‘s, nichts anderes. Ich hatte noch nie eine arabische Freundin. Jetzt bin ich im täglichen Kontakt mit meinen Schwestern aus Ramallah, Jordanien und dem Libanon“, lächelt Chava.
Bitte lest den ganzen Bericht. Hier der Link zur Quelle:
http://lfisrael.blogspot.de/2014/07/messianische-juden-arabische-christen.html
unter der Überschrift: „Messianische Juden, Arabische Christen treffen sich in Zeiten von Gewalt und Wut.“

Viele fragen sich hierzulande, warum erhört Gott die vielen aufrichtigen Gebete hingegebener Christen offensichtlich nicht, die ihn bestürmen ein Ende der Gewalt herbeizuführen und Frieden zu schaffen? Es scheint umgekehrt sogar so zu sein, dass Hass und Gewalt weiter anwachsen. Vor mehr als 20 Jahren wurde der sogenannte Oslo-Friedensprozess gestartet. Drei Politiker haben dafür den Friedensnobelpreis erhalten. Doch heute ist man weiter von einem Frieden entfernt als damals.

Vieles deutet darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem Wiederkommen Jesu schwerste Gerichtszeiten sowohl auf Israel als auch auf die Völkerwelt zukommen werden. Paulus schreibt in Rö 1,18ff: „Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen (Juden und Nichtjuden), die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.“ „Die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten“, das tun alle die Jesus ablehnen. Denn ER ist die Wahrheit, und ER ist unsere Gerechtigkeit.

Wir müssen damit rechnen, dass die politischen Spannungen weiter zu nehmen. Täglich erfahren wir in den Nachrichtensendungen von den zahlreichen Konfliktsituationen dieser Welt. Terror und Gewalt nehmen zu. V.a. im Nahen Osten, in Israel. Seit kurzem haben sich ISIS Zellen – „Islamischer Staat in Irak und Syrien“ – schon im Gazastreifen festgesetzt. Das sind radikale islamistische Kämpfer, die bereits weite Gebiete im Irak unter ihrer Kontrolle gebracht haben. Sie verbreiten Terror, Angst und Schrecken und wollen eine Kalifat, eine islamistische Herrschaft, im ganzen Nahen Osten errichten. Die Hamas ist machtlos gegen sie. Das zeigt sich ja auch an den gestern (15.7.14) gescheiterten Waffenstillstandsbemühungen.

Friedlosigkeit ist im prophetischen Wort der Schrift für die letzte Zeit vorausgesagt. Und aus dem Munde Jesu selber hören wir für die Zeit seiner Wiederkunft: „Die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit.“ (Luk 21:26f).

Kann es sein, dass Gott die vielen Gebete für Frieden in Nahost und in der Welt nicht – noch nicht – erhört, weil Jesus bald wiederkommt. Und wir bereits die Vorboten des kommenden Gerichts erleben?

Noch haben wir die Möglichkeit zur Umkehr vor diesen aufkommenden Gerichtszeiten. So war z.B. im Losungswort am Sonntag, 13.7.14 ein Bußruf des Propheten Micha zu hören: „Höret, alle Völker! Merk auf, Land (Israel) und alles, was darinnen ist! Denn Gott der HERR hat mit euch zu reden.“ Micha 1,2

Beten wir darum, dass viele, viele im Volk Israel – aber auch hierzulande – in unseren Tagen den von Gott als Retter gesandten Messias erkennen, sich IHM zuwenden, zu IHM umkehren und gerettet werden. Das ist unsere Aufgabe als Gemeinde Jesu im Blick auf Israel und die Welt. Damit tun wir v.a. dem Volk Gottes aus dem Jesus kam und dem wir unser Heil und unsere Rettung verdanken, dem Volk das wir lieben und zu dem wir stehen, den besten Dienst. Und so erfüllen wir den uns von Jesus erteilten Auftrag. Paulus schrieb in Rö 1,16: Die Frohbotschaft von Jesus gehört den Juden zuerst.

Ausführlich gehe ich auf diese Thematik ein in einer aktuellen Predigt unter dem Thema: Das „Dennoch des Glaubens“ in unserer Zeit!
Mehr dazu auf der Website:http://www.israelschalom.de/2014/07/vom-dennoch-des-glaubens-in-unserer-aktuellen-zeit.html
Zum Download der ganzen Predigt hier: Predigt_LGV_Illingen_13.7.14
Fritz Ehmendörfer,
Email fe@israelschalom.de
Web www.israelschalom.de

16.07.2014

Die Wiederherstellung Israels und des endzeitlichen Heils nach dem Zeugnis der Bibel

Was haben wir als Gemeinde Jesu für die kommenden Jahre für Israel zu erwarten? Und was ist unsere herausragende Aufgabe als Gemeinde Jesu am auserwählten Gottesvolk Israel?

Was kommt auf uns zu?
Unbestritten ist: Am vollendeten Ziel der Heilsgeschichte wird Gott herrschen von Zion aus: „Der neue Himmel und die neue Erde … Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;“ (Offb 21,1.3.5)
Zuvor erwarten wir allerdings das messianische Friedensreich Jesu auf dieser (noch alten) Erde. (Offb 20,6) Vorausgehend die Entrückung der Gemeinde Jesu. (1.Thess 4,13-18)

Weit auseinander dagegen gehen die Meinungen, welchen Weg Gott mit seinem Heilshandeln hin zu diesem Ziel beschreiten wird. Und v.a. was auf diesem Weg Gottes auserwähltes Volk Israel zu erwarten hat.

Es stehen sich v.a. zwei Positionen gegenüber:
Die eine Position: Gemäß der Fülle der Heilsverheißungen für Israel wird Gott in den weiter anwachsenden Kampf um Jerusalem rettend eingreifen und „über das Haus David und über die Bürger zu Jerusalem (will ich) ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets …“; und sie werden ihren gekreuzigten Messias erkennen und umkehren. Und der Herr wird die Bürger Jerusalems und das Haus Davids erretten. „Zu der Zeit werde ich gedenken, zu vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind …“ (Sach 12,2.7.9.10)

Die andere Position:
Bevor Gott seinem Volk rettend und helfend begegnet und mit ihm den verheißenen „Neuen Bund“ aufrichtet, wird ein schreckliches Gericht über das Volk Israel ergehen. In den allermeisten Stellen der Heiligen Schrift, die vom Erscheinen des Messias berichten, wird dies mit allerschwersten Gerichtszeiten zusammengesehen. Z. B.: Dem Propheten Jeremia wird geoffenbart, wie Gott das „Gefängnis seines Volkes“ für immer wenden will (Jer 30,3) doch nicht ohne einen „Tag ohnegleichen der Drangsal für Jakob“ Jer 30,7.
Neben vielen anderen biblischen Propheten wird dies beim Propheten Joel zusammenhängend gezeigt. Da lesen wir dessen flammenden Aufruf zur Buße angesichts des Tags des Herrn, ab Jo 1,13: „Umgürtet euch und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! … „Ach, was für ein Tag! Ja, der Tag des Herrn ist nahe, er kommt als eine Verwüstung vom Allmächtigen! (V15)
Stoßt in das Schopharhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag des Herrn kommt, ja, er ist nahe — ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels. …(Jo 2 ,1f) Ja, groß ist der Tag des Herrn und sehr schrecklich; wer kann ihn ertragen? Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! …(Jo 2,11f)

Erst danach kommt nach Joel die Wende vom Herrn: Die Verheißung der Wiederherstellung für Israel nach dem Endgericht.

Warum ich zur zweiten Ansicht neige und welche Konsequenzen für mich daraus ergeben habe ich im einzelnen entfaltet und kann es im vollständigen Dokument hier nachgelesen werden: Das biblische Zeugnis von der Wiederherstellung Israels

Ich kann mich einfach nicht meiner Verantwortung entziehen, danach zu ringen und danach zu fragen: Wie denkt Gott über die gegenwärtige Lage? Wie beurteilt Gott den jüdischen Synagogengottesdienst, die orthodoxen und die säkularen Juden heute? Wie beurteilt Gott unsere Kirche? Unsere Gesellschaft? Was will uns Gott mit den bislang gescheiterten Friedensbemühungen sagen, mit dem anwachsenden Antisemitismus weltweit? Fragen wir überhaupt nach Gottes heilsgeschichtlichen Plänen. Wer kommt denn auf den Gedanken danach zu fragen: Was will Gott uns mit diesen Erschütterungen in den Nachbarstaaten Israels sagen? Aufruhr, Bürgerkriege, Umstürze, Revolutionen und ebenso Naturkatastrophen sind doch nicht einfach – verschuldete oder auch nicht – „Verhängnisse“, die mit Gott nichts zu tun hätten.

Und nochmals: „Wie beurteilt Gott sein geliebtes Bundesvolk heute?“ Beurteilt er es etwa anders als zu Zeiten der Propheten, zu den Zeiten Jesu, Paulus und der Apostel? Welches Argument könnte die Ansicht rechtfertigen, dass die (frommen) Juden, das Gottesvolk Israel, während der Gemeindezeit in den vergangenen knapp 2000 Jahren „suspendiert“ gewesen sein könnten die Botschaft vom Erlöser zu hören, um sich zum Glauben an den Messias zu entscheiden und gerettet zu werden! Die im NT erwähnte „Verstockung“ ist doch nicht nur „die Chance für uns“ (Rö 11,15; 2.Kor 3,14-18), sondern auch Gottes Gericht an Israel wegen der Verwerfung ihres Messias – und mehrheitliche Ablehnung des Auferstandenen bis heute (2.Kor 3,16). Aus welchem Grund sollte die Evangeliumsverkündigung an das Volk Israels in den Jahrhunderten nach dem Kommen des Messias nach Gottes Willen eingestellt worden sein? Für Paulus, den Sonderbotschafter Jesu für die Nationen, war das doch gar nie ein Thema. Immer waren bei ihm die Juden die erste Adresse für das Evangelium (Apg 13,46f; Rö 9,3.4). Die leidenschaftliche Liebe Gottes zum Volk Israel hatte ihn besonders erfasst.

Auf diese Fragen brauchen wir eine Antwort – Gottes Antwort. Mit „wir“ spreche ich von der Gemeinde Jesu aus Juden und Nichtjuden. Und daran muss sich dann auch unser Auftrag und Dienst orientieren. Eventuell auch neu ausrichten.

Ich persönlich neige dazu, mehr wie bisher jene Dienste zu unterstützen, die den Juden ihren Messias bezeugen. Ich kann verstehen, wenn Politiker – z.B. säkulare Juden – „dankbar sind für Deutsche (die sich) dafür einsetzen, (den Holocausüberlebenden) ihnen ihre letzte Lebensphase zu erleichtern.“ (aus dem Grußwort des israelischen Botschafters Yakov Hadas-Handelsman bei der Initiative 27.Jan in Berlin) Aber sind wir in dieser besonderen Stunde nicht v.a. dazu von Gott berufen, Israel die Heilsbotschaft seines Messias zu bezeugen, dass noch viele Juden gerettet werden? Es ist doch auch Juden gesagt und gilt für sie genauso wie Nichtjuden: “ Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“ (Joh 3,36)

Mühlacker, 24.2.2014

 

Brief von Aussenminister Libermann an seine Amtskollegen

Avigdor Liebermann hat an seine Amtskollegen der Staaten, die mit Israel diplomatische Beziehungen unterhalten, in einem Schreiben Israels Vorgehen im gegenwärtigen Konflikt erläutert  und begründet.

Das Schreiben vom 10.7.2014 kann hier heruntergeladen werden:

140710_Brief_Libermann_an_Außenministerkollegen

u.a. heißt es in dem Brief:

„Israel geht bei seinen Operationen mit größtmöglicher Vorsicht vor, um zivile Opfer zu vermeiden. Wir zielen auf die Hamas und andere Terrororganisationen, ihre Akteure und ihre Infrastruktur. Vor allen Angriffen, die ausschließlich mit präziser Zieltechnik durchgeführt werden, geben unsere Kräfte wiederholt Warnung, damit Zivilisten aus den betroffenen Gebieten evakuiert werden können. …

Klar ist, dass die palästinensische Führung umgehend ihre Partnerschaft mit der Hamas aufgeben sollte. Zudem halte ich es für wichtig, dass die Regierungen weltweit die Angriffe der Hamas und anderer Terrorgruppen gegen die israelische Bevölkerung verurteilen und alles unternehmen, um die terroristische Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen. Schließlich sollte die internationale Gemeinschaft auch weiterhin Verständnis dafür aussprechen, dass Israel sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnimmt.“

 

Friedensbemühungen in Nahost gescheitert – Woran liegt’s ?

Vor knapp zwei Wochen wurde gemeldet, dass die Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde abgebrochen wurden. Der Botschafter der EU in Israel, der Däne Lars Faaborg-Andersen – Vertrauensperson der Außenbeauftragten Frau Ashton- weiß es genau. Er behauptet: Israel sei dafür verantwortlich zu machen, wenn die Friedensverhandlungen nicht zu einer Einigung führen. Der Grund: Israel wolle kein Friedensabkommen, weil dadurch ihre Siedlungsaktivitäten behindert würden. Aber stimmt diese Behauptung? Fatal daran ist, dass sie a bsolut falsch ist und damit nur die Position der Palästinenser stärkt.

Im Folgenden wird auf ein Dokument verwiesen, das erhellend die falsche Sichtweise europäischer Politiker entlarvt.

Am 24.04.2014 erschien in der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ ein Kommentar des Journalisten Ari Shavit. Daniela Marcus hat ihn ins Deutsche übersetzt.

Avi Shavit hat den Abbruch der Friedensverhandlungen kommentiert und dabei die frustrierende Erkenntnis eines israelischen Politikers öffentlich gemacht. Er hat seinen Kommentar überschrieben: „Warten auf den palästinensichen Godot“. (umgangssprachlich: nach dem Theaterstück „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett (1952) und drückt aus ein „vergebliches Warten; auf etwas, das wahrscheinlich nicht eintreffen wird“).

Zusammen mit Jossy Beilin, Knessetmitglied und auch früherer Außenminister Israels, habe er gelernt was viele andere nicht gelernt haben: „Sie erlauben Abbas noch immer, sie zum Narren zu halten, während sie auf den palästinensischen Godot warten, der nie erscheinen wird.“

Eine Hoffnung nach der andern zerplatzte. Zuletzt also dies: Auf seine eigene elegante, höfliche Art sagte Abbas in den vergangenen Monaten sowohl zu Kerry als auch zu Barack Obama „Nein“. Wieder ist die Position des palästinensischen Präsidenten klar und konsequent: Von den Palästinensern darf nicht verlangt werden, Kompromisse zu machen. Es ist ein kompliziertes Spiel, dieses Herauspressen von immer mehr israelischen Zugeständnissen ohne den Palästinensern ein einziges wirkliches Zugeständnis abzufordern.

Fazit: „Es lohnt sich, folgendes zu beachten: 20 Jahre nutzloser Gespräche haben zu nichts geführt. Es gibt kein von Abbas unterschriebenes Dokument, das ein wirkliches palästinensisches Zugeständnis enthält. Keins. Es gab nie eines und es wird nie eines geben“.

Den ganzen Artikel über 20 Jahre vergebliche Bemühungen und enttäuschte Hoffnungen hier:

140427_haGalil ‚Warten auf den palästinensischen Godot‘ Ari Shavit über Abbas_Print

[Quelle: Article printed from haGalil: http://www.hagalil.com/archiv]

 

 

 

Gottes Volk Israel und die Gemeinde Jesu in der Endzeit

Oder auch Israel – ein Zeiger an der Weltenuhr Gottes.

Die ganze Weltgeschichte ist nicht etwa eine Abfolge von Ereignissen, die rein zufällig ablaufen. Als Christen müssen wir wissen und uns bewusst machen: alles läuft nach einem ganz bestimmten Plan ab. Nach Gottes Plan. Oft kennen wir Gottes Wege nicht und verstehen sie vielleicht auch nicht. Sein Ziel allerdings können wir wissen. Gottes Ziel ist die Wiederherstellung seiner geliebten Schöpfung nach dem Sündenfall. Wir können auch sagen: „Gott überwindet, korrigiert den Sündenfall“.

Wir konzentrieren uns heute v.a. auf den letzten Akt von Gottes Heilsgeschichte. Was müssen wir wissen, damit wir in dunkler werdender Zeit das Ziel nicht aus den Augen verlieren? Was hilft uns die Orientierung zu behalten in einer Welt in der es drunter und drüber geht? Wenn die Lichter ausgehen? Ohne zu übertreiben können wir heute sagen: „Wir leben in der Endzeit.“ Wann, wenn nicht in unsrer Zeit gilt Jesu Wort aus Lk 21,28: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht.

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Wie werde ich an dieses Thema herangehen?

  1. Endzeit – Gottes Geschichte mit seiner Menschheit läuft auf ein Ziel zu: Jesus Christus wird erscheinen und seine Herrschaft aufrichten. Die Herrschaft des Teufels wird beendet
  1. Gottes Volk Israel und die Gemeinde Jesu – wie gehören die zusammen?
  1. Gottes Volk Israel und die Gemeinde Jesu –und die endzeitlichen Herausforderungen

3.1  Gottes Volk Israel  – in der Endzeit – Israel steht gewaltig unter Druck – die politische Situation gegenwärtig. Der Nahostkonflikt ist ohne den Messias nicht zu lösen

3.2  Gottes Volk Israel – in der Endzeit – das Geschehen v.a. aus der geistlichen, heilsgeschichtlichen Perspektive

3.3  Perspektiven – für die Endzeit  – Was können wir erwarten?

4. Welche Folgerungen ergeben sich daraus für mich als Glied der  
    Gemeinde Jesu?

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Lesen Sie hier den ganzen Vortrag:

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 140504_ohne Anhang_Volk Israel-Gemeinde Jesu_Endzeit_für API-Konferenz Rutesheim

dazu Powerpoint: 140504_API-Konferenz_Rutesheim_Gottes Volk Israel und die Gemeinde Jesu in der Endzeit