Buchbeschreibung – Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

Nicht nur der Menschenrechtsrat lässt keine Gelegenheit aus, den jüdischen Staat zu verunglimpfen. Andere Gremien der Vereinten Nationen ziehen mit. Ein neues Buch bietet einen Überblick über anti-israelische UN-Aktionen. Eine Rezension von Marc Neugröschel

Ende Juni verkündigten die Vereinigten Staaten von Amerika ihren Austritt aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und sorgten damit für jede Menge Wirbel. Vertreter der US-Regierung begründeten ihren Schritt auch damit, dass Israel in dem UN-Gremium zum Sündenbock gemacht wird, um auf diese Art und Weise von den gravierenden Menschrechtsverletzungen anderer Länder abzulenken.

In ihrem neuen Buch „Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert“ zeigen Alex Feuerherdt und Florian Markl, dass ein anti-israelisches Ressentiment nicht nur das Geschehen im Menschenrechtsrat bestimmt, sondern die gesamte Organisation der Vereinten Nationen durchsetzt, samt ihrer unterschiedlichen Gremien, Abteilungen und Unterorganisationen. Schonungslos arbeiten die beiden Autoren heraus, wie die UNO im Laufe der Jahre zunehmend in das Fahrwasser antiwestlicher Strömungen geraten ist und sich dabei immer weiter von ihren Gründungsidealen entfernt hat. Aus einer Organisation für Frieden und Menschenrechte sei eine Vereinigung geworden, welche diese Begriffe missbrauche, um antisemitische Agitation zu legitimieren. Das habe unter anderem etwas mit dem wachsenden Einfluss islamistischer Regime und autokratischer Drittweltländer auf die Weltorganisation zu tun. Doch auch Europa sei für diese Entwicklung mitverantwortlich.

Lesen Sie den ganzen Artikel in Israelnetz vom 16.7.2018. Auf 7 Seiten werden Beispiele aufgezeigt, wie Israel dämonisiert wird und voreingenommen dem Staat Israel eine Daseinsberechtigung abgesprochen wird.

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/kultur/2018/07/16/wie-die-uno-den-juedischen-staat-delegitimiert/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bdata%5D=date%3AU&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bstrftime%5D=%25y-%25m-%25d&cHash=881bf1c5797a9c115a398a961ba5a321

„Volk Israel und Gemeinde Jesu – was haben die miteinander zu tun?

Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit dem Volk Gottes „Israel“. Eine Zeitlang haben meine Frau und ich auch selbst in Israel unter Holocaustüberlebenden beim Liebenswerk Israel Zedakah mitgearbeitet. Viele Begegnungen mit Juden haben mich – von Beruf war ich landeskirchlicher Pfarrer – theologisch nachhaltig geprägt. Besonders aber wurde ich tief davon überzeugt, dass die ganze Bibel – AT und NT eine wunderbare Einheit bilden. Gott hat zu uns Menschen in seinem Wort gesprochen. Und Gott redet heute zu uns in seinem Wort. Die Bibel bekräftigt: „Das Wort des Herrn ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält der gewiss.“ (Ps 33,4) Die letzten 15 Jahre des Ruhestandes waren in Bezug auf mein Verständnis für das Geschehen um Israel geprägt von meiner Beziehung zu der „Gemeineinschaft der Versöhnung“ (GdV: www.gdv-cor.org/)

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren existiert diese Gemeinschaft. Ihre Glieder leben und wirken an verschiedenen Orten: In Jerusalem, in der Zentrale in Winterthur, Schweiz, in einem Zentrum (Mühle) bei Sisteron (Südfrankreich) und seit einigen Jahren auch im Libanon, dort im libanesisch syrischen Grenzgebiet unter syrischen Flüchtlingen . Durch verbindliche geistliche Gemeinschaft, mit täglichem gemeinsamem Gebet treiben sie Freundschaftsevangelisation und bringen so die frohe Botschaft von Jesus zu Juden und Arabern und stiften auch Versöhnung unter ihnen. Ihre Frucht ist nicht zu übersehen. Über viele Jahre fand in Jerusalem eine deutschsprachige  Studienwoche statt. Meine Frau und ich haben regelmäßig in den letzten Jahren daran teilgenommen. Für mich so etwas wie ein „Jahresupdate“ zu den Entwicklungen in Israel – politisch, gesellschaftlich – aber auch geistlich war dies eine große Bereicherung für uns.

In diesem Jahr 2017 begeht die Evangelische Kirche in Deutschland am 20. August den jährlichen Israelsonntag. Als Predigttext für diesen Tag ist der Abschnitt aus dem 2. Buch Mose, Kap 19,1-6 vorgegeben.

Israel am Sinai – Vorbereitung auf die Gesetzgebung

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.

2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:

4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.

5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.

6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.

Gewiss eine alte Geschichte aber deshalb keineswegs eine veraltete.

Diese Ereignisse liegen ca 3 ½ Jahrtausend zurück. Und doch sind sie brandaktuell. Und dies umso mehr je näher wir dem Ziel von Gottes Weltgeschichte entgegeneilen. Das ist zum Einen die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde und zum andern wird Jesus Christus Gottes messianisches Friedensreich auf dieser Erde aufrichten. Der allmächtige Gott, der Schöpfer des Universums ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Er hat sich in Jahrtausenden nicht gewandelt. Gott ist dabei mit seinem Volk Israel Geschichte zu machen; Heilsgeschichte für die ganze Welt. Gott holt sich dazu weder die Zustimmung der Großmächte noch die des UN-Weltsicherheitsrates ein. Gott hat seinen Plan. Der liegt seit Jahrtausenden fest. Die Propheten haben ihn verkündet. Jesus sagte: „Ihr habt Mose und die Propheten, die hört“. Wenn wir dem biblischen Zeugnis glauben wissen wir wo’s lang geht. Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass einmal Volk Israel und Land Israel die ganze Welt mit dem Nahostkonflikt in Atem hält. Und das, weil die Völker – einschließlich Israel – anders wollen als Gott. Damit sind wir auch schon beim zentralen Thema des Israel-Sonntags 2017.

Israel bleibt auf dem Terminkalender der Weltpolitik

Vor mehr als 3000 Jahre hat Gott dort in der arabischen Wüste einen entscheidenden Anfang seiner Heilsgeschichte gesetzt. Diese ist seitdem im Gange und sie wird sie sich in Zukunft unvorstellbar herrlich entfalten; das Ziel ist nichts geringeres als das Friedensreich des Messias auf unserem blauen Planeten. Wir brauchen dazu nur auf Gottes Wort zu hören. Dann können wir unsere Zeit verstehen und auch das Geschehen heute recht deuten. Die Zeiten werden turbulenter. Jesus selbst kündigte für die letzte Zeit vor seinem Kommen allerschwerste Bedrängnisse an, wie sie sie zuvor nicht gewesen seien.

Die entscheidende Grundlegung für die einzigartige Stellung und Zukunft Israels, des Volkes Gottes, in der Völkerwelt hat mit genau dem geschichtlichen Ereignis unseres heutigen Bibelabschnitts zu tun. Der ewige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat sich den Israeliten dort am Berg Sinai gezeigt, oder sagen wir es theologisch: der unsichtbare Gott hat sich vom Himmel her geoffenbart. Gott ist dort den Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs begegnet, nachdem er zuvor sein Volk aus einer Jahrhunderte währenden Sklaverei herausgerettet und befreit hatte.

Gottes Volk musste wissen, dass es seine Errettung seinem Gott zu verdanken hatte und wozu sie aus der Sklaverei befreit wurden.

Das Volk musste auf seine Sonderstellung in der Völkerwelt vorbereitet werden. Hinfort durfte nie mehr in Vergessenheit geraten, wem das Volk seine Befreiung verdankte und wozu es befreit wurde. Auch wenn dies in den nachfolgenden Zeiten immer wieder aus dem Blick geriet und Gottes Volk sich von seinem Gott lossagte, ein Fundament war gelegt. Darauf hat Gott immer wieder neu aufgebaut.

Dort am Sinai machte Gott Israel unsterblich. Israel ist in die Freiheit geführt worden, um für immer Eigentumsvolk Gottes zu sein.

Befreiung also wozu? Eigentumsvolk Gottes sollen sie sein? (V6) Ihr sollt aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Der Schöpfer und Herrscher des Universums lässt sein erwähltes Volk wissen, was sie sein werden, wozu sie bestimmt sind: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein.“

Einzigartig ist diese göttliche Bestimmung. Das Volk Israel wird in eine Mittlerfunktion zwischen Gott, dem Schöpfer, und seinem Geschöpf, Mensch, hineingerufen.

Gott hat sich mit dem Volk Israel ein Instrument geschaffen mit dem er die ganze von ihm abgefallene Menschheit wieder zurechtbringen wird. Gott schafft unserer Welt eine Zukunft. Israel ist dafür sein Werkzeug. Dazu hat Gott die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreit und es mit sich verbündet für Zeit und Ewigkeit. Israel ist und bleibt für immer Gottes Eigentumsvolk und er wirkt durch sein Volk. Gott wirkte in der Vergangenheit, er wirkt in der Gegenwart und er wird in Zukunft wirken.

Lesen Sie hier die ganze Predigt:

2.Mo_19,1-6_Predigt_für_Israelsonntag_Kleinsachs._2017

Es wird darin aufgezeigt welche Gemeinsamkeiten das Volk Israel in der Bibel mit der neuzeitlichen Gemeinde Jesu Christi hat. Aber auch welche Unterschiede zu beachten sind. Der Schlüssel lautet:

Wir als Gemeinde Jesu – und das Volk der Juden sind wie zwei Geschwister einer Familie – und zwar der Gottesfamilie. Zwei verschiedene Personengruppen, mit gewichtigen Gemeinsamkeiten. Wir stammen vom selben Gott-Vater als unserem Schöpfer ab. Wir haben geistlich gesehen dasselbe Erbgut, wir sind in übertragenem Sinne auch blutsverwandt – erlöst durch das Blut des Juden Jesus.

Aber wir unterscheiden uns auch. Wie sich eben zwei Geschwister unterscheiden. Geschwister haben verschiedene Gaben, unterschiedliche Begabungen, verrichten unterschiedliche Aufgaben und v.a. unterscheiden sie sich in ihren Biografien und ihren Lebenszielen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt wird ausführlich behandelt.

Gottes Heilsgeschichte spannt einen weiten Bogen über die letzten 3 – 4 Jahrtausende. Diese Heilsgeschichte ist uns erschlossen im Wort der Bibel. Jede Zeit – auch die heutige kann Gott am Werke sehen: An seinem Eigentumsvolk Israel. Und an uns – der Gemeinde Jesu. Gott erfüllt ganz gewiss was er versprochen hat. Es ist schon im Werden: Für uns, die Gemeinde Jesu, und für das Volk Israel je auf seine Weise: „Ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“