„Volk Israel und Gemeinde Jesu – was haben die miteinander zu tun?

Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit dem Volk Gottes „Israel“. Eine Zeitlang haben meine Frau und ich auch selbst in Israel unter Holocaustüberlebenden beim Liebenswerk Israel Zedakah mitgearbeitet. Viele Begegnungen mit Juden haben mich – von Beruf war ich landeskirchlicher Pfarrer – theologisch nachhaltig geprägt. Besonders aber wurde ich tief davon überzeugt, dass die ganze Bibel – AT und NT eine wunderbare Einheit bilden. Gott hat zu uns Menschen in seinem Wort gesprochen. Und Gott redet heute zu uns in seinem Wort. Die Bibel bekräftigt: „Das Wort des Herrn ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält der gewiss.“ (Ps 33,4) Die letzten 15 Jahre des Ruhestandes waren in Bezug auf mein Verständnis für das Geschehen um Israel geprägt von meiner Beziehung zu der „Gemeineinschaft der Versöhnung“ (GdV: www.gdv-cor.org/)

Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren existiert diese Gemeinschaft. Ihre Glieder leben und wirken an verschiedenen Orten: In Jerusalem, in der Zentrale in Winterthur, Schweiz, in einem Zentrum (Mühle) bei Sisteron (Südfrankreich) und seit einigen Jahren auch im Libanon, dort im libanesisch syrischen Grenzgebiet unter syrischen Flüchtlingen . Durch verbindliche geistliche Gemeinschaft, mit täglichem gemeinsamem Gebet treiben sie Freundschaftsevangelisation und bringen so die frohe Botschaft von Jesus zu Juden und Arabern und stiften auch Versöhnung unter ihnen. Ihre Frucht ist nicht zu übersehen. Über viele Jahre fand in Jerusalem eine deutschsprachige  Studienwoche statt. Meine Frau und ich haben regelmäßig in den letzten Jahren daran teilgenommen. Für mich so etwas wie ein „Jahresupdate“ zu den Entwicklungen in Israel – politisch, gesellschaftlich – aber auch geistlich war dies eine große Bereicherung für uns.

In diesem Jahr 2017 begeht die Evangelische Kirche in Deutschland am 20. August den jährlichen Israelsonntag. Als Predigttext für diesen Tag ist der Abschnitt aus dem 2. Buch Mose, Kap 19,1-6 vorgegeben.

Israel am Sinai – Vorbereitung auf die Gesetzgebung

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an ebendiesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.

2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.

3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:

4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.

5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.

6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.

Gewiss eine alte Geschichte aber deshalb keineswegs eine veraltete.

Diese Ereignisse liegen ca 3 ½ Jahrtausend zurück. Und doch sind sie brandaktuell. Und dies umso mehr je näher wir dem Ziel von Gottes Weltgeschichte entgegeneilen. Das ist zum Einen die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde und zum andern wird Jesus Christus Gottes messianisches Friedensreich auf dieser Erde aufrichten. Der allmächtige Gott, der Schöpfer des Universums ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Er hat sich in Jahrtausenden nicht gewandelt. Gott ist dabei mit seinem Volk Israel Geschichte zu machen; Heilsgeschichte für die ganze Welt. Gott holt sich dazu weder die Zustimmung der Großmächte noch die des UN-Weltsicherheitsrates ein. Gott hat seinen Plan. Der liegt seit Jahrtausenden fest. Die Propheten haben ihn verkündet. Jesus sagte: „Ihr habt Mose und die Propheten, die hört“. Wenn wir dem biblischen Zeugnis glauben wissen wir wo’s lang geht. Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass einmal Volk Israel und Land Israel die ganze Welt mit dem Nahostkonflikt in Atem hält. Und das, weil die Völker – einschließlich Israel – anders wollen als Gott. Damit sind wir auch schon beim zentralen Thema des Israel-Sonntags 2017.

Israel bleibt auf dem Terminkalender der Weltpolitik

Vor mehr als 3000 Jahre hat Gott dort in der arabischen Wüste einen entscheidenden Anfang seiner Heilsgeschichte gesetzt. Diese ist seitdem im Gange und sie wird sie sich in Zukunft unvorstellbar herrlich entfalten; das Ziel ist nichts geringeres als das Friedensreich des Messias auf unserem blauen Planeten. Wir brauchen dazu nur auf Gottes Wort zu hören. Dann können wir unsere Zeit verstehen und auch das Geschehen heute recht deuten. Die Zeiten werden turbulenter. Jesus selbst kündigte für die letzte Zeit vor seinem Kommen allerschwerste Bedrängnisse an, wie sie sie zuvor nicht gewesen seien.

Die entscheidende Grundlegung für die einzigartige Stellung und Zukunft Israels, des Volkes Gottes, in der Völkerwelt hat mit genau dem geschichtlichen Ereignis unseres heutigen Bibelabschnitts zu tun. Der ewige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, hat sich den Israeliten dort am Berg Sinai gezeigt, oder sagen wir es theologisch: der unsichtbare Gott hat sich vom Himmel her geoffenbart. Gott ist dort den Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs begegnet, nachdem er zuvor sein Volk aus einer Jahrhunderte währenden Sklaverei herausgerettet und befreit hatte.

Gottes Volk musste wissen, dass es seine Errettung seinem Gott zu verdanken hatte und wozu sie aus der Sklaverei befreit wurden.

Das Volk musste auf seine Sonderstellung in der Völkerwelt vorbereitet werden. Hinfort durfte nie mehr in Vergessenheit geraten, wem das Volk seine Befreiung verdankte und wozu es befreit wurde. Auch wenn dies in den nachfolgenden Zeiten immer wieder aus dem Blick geriet und Gottes Volk sich von seinem Gott lossagte, ein Fundament war gelegt. Darauf hat Gott immer wieder neu aufgebaut.

Dort am Sinai machte Gott Israel unsterblich. Israel ist in die Freiheit geführt worden, um für immer Eigentumsvolk Gottes zu sein.

Befreiung also wozu? Eigentumsvolk Gottes sollen sie sein? (V6) Ihr sollt aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Der Schöpfer und Herrscher des Universums lässt sein erwähltes Volk wissen, was sie sein werden, wozu sie bestimmt sind: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein.“

Einzigartig ist diese göttliche Bestimmung. Das Volk Israel wird in eine Mittlerfunktion zwischen Gott, dem Schöpfer, und seinem Geschöpf, Mensch, hineingerufen.

Gott hat sich mit dem Volk Israel ein Instrument geschaffen mit dem er die ganze von ihm abgefallene Menschheit wieder zurechtbringen wird. Gott schafft unserer Welt eine Zukunft. Israel ist dafür sein Werkzeug. Dazu hat Gott die Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft befreit und es mit sich verbündet für Zeit und Ewigkeit. Israel ist und bleibt für immer Gottes Eigentumsvolk und er wirkt durch sein Volk. Gott wirkte in der Vergangenheit, er wirkt in der Gegenwart und er wird in Zukunft wirken.

Lesen Sie hier die ganze Predigt:

2.Mo_19,1-6_Predigt_für_Israelsonntag_Kleinsachs._2017

Es wird darin aufgezeigt welche Gemeinsamkeiten das Volk Israel in der Bibel mit der neuzeitlichen Gemeinde Jesu Christi hat. Aber auch welche Unterschiede zu beachten sind. Der Schlüssel lautet:

Wir als Gemeinde Jesu – und das Volk der Juden sind wie zwei Geschwister einer Familie – und zwar der Gottesfamilie. Zwei verschiedene Personengruppen, mit gewichtigen Gemeinsamkeiten. Wir stammen vom selben Gott-Vater als unserem Schöpfer ab. Wir haben geistlich gesehen dasselbe Erbgut, wir sind in übertragenem Sinne auch blutsverwandt – erlöst durch das Blut des Juden Jesus.

Aber wir unterscheiden uns auch. Wie sich eben zwei Geschwister unterscheiden. Geschwister haben verschiedene Gaben, unterschiedliche Begabungen, verrichten unterschiedliche Aufgaben und v.a. unterscheiden sie sich in ihren Biografien und ihren Lebenszielen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt wird ausführlich behandelt.

Gottes Heilsgeschichte spannt einen weiten Bogen über die letzten 3 – 4 Jahrtausende. Diese Heilsgeschichte ist uns erschlossen im Wort der Bibel. Jede Zeit – auch die heutige kann Gott am Werke sehen: An seinem Eigentumsvolk Israel. Und an uns – der Gemeinde Jesu. Gott erfüllt ganz gewiss was er versprochen hat. Es ist schon im Werden: Für uns, die Gemeinde Jesu, und für das Volk Israel je auf seine Weise: „Ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“

 

Gott gibt den Plan mit seinem Volk nicht auf Jes 2,1-11

Den folgenden Vortrag habe ich 2012 gehalten. Er ist heute noch so aktuell wie vor 5 Jahren. Mehr noch, die zwischenzeitliche Entwicklung beweist einmal mehr, dass die Gedanken zu Jesaja 2,1-11 der Wahrheit des geoffenbarten Prophetenwortes abgelauscht und vom Geist Gottes geschenkt worden sind.  Keine Frage, dass Gott sein Volk Israel vorbereitet seinen Messias zu empfangen. Sind wir als Gemeinde Jesu auf Gottes Eingreifen vorbereitet?

Vortrag bei der Israelskonferenz in Maisenbach März 2012

Konferenzthema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“

Auf dem Einladezettel zur Konferenz lautete das Thema: „Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen.“ Gott tut das, das ist überhaupt keine Frage! Ja, „Gott bereitet Israel vor seinen Messias zu erkennen“. Das erlebte ich Jahr für Jahr beglückend, wenn ich im September eines Jahres nach Jerusalem reise um dort mein „Jahres-Update“ zum Thema „Israel“ zu empfangen. Über viele Jahre bsuchte ich jährlich die Studienwoche der Gemeinschaft der Versöhnung GdV mit großem Gewinn. In manchen Jahren hatte ich jeweils noch einige Freunde dabei, mit denen ich hinterher noch einige Tage im Land umherreiste.

Bei den Studienwochen vertiefte ich mich immer wieder in die biblische Lehre, in die Heilsgeschichte Gottes, die Marcel Rebiai vollmächtig dargelegte. Mit ganz besonderer Betonung des prophetischen Wortes, als ein Licht, das leuchtet auf unserem Weg. Gottes Heilsgeschichte mit seinem Volk und den Völkern von Anfang bis Ende. Ich erfuhr von der Last und von den Freuden im Dienst  der Geschwister in Jerusalem, wenn sie Juden und Moslems das Evangelium von Jesus bezeugen. Und ich durfte hören von der Frucht, die Gott auf mehr als 20 Jahren treuen Dienstes schenkt.

„Gott bereitet Israel vor, seinen Messias zu erkennen“.

Ja, das stimmt! Besonders die an Jesus, an Jeshua glaubenden jüdischen Gemeindeleiter werden nicht müde, auf die baldige Wiederkunft Jesu hinzuweisen. Sie leben in einer großen Naherwartung. Und sie predigen das auch. Selbst nicht wenige Israelis in verantwortlicher Position in der Gesellschaft und Politik sind davon überzeugt, dass ein politischer Friede im Nahen Osten außer Reichweite ist. In jüngster Zeit mehr denn je.

Hier können Sie den ganzen Vortrag lesen:

Gott_gibt_seinen_Plan_nicht_auf_Jes _2,1-11_Israelkonferenz März_2012

Einblicke und Durchblicke in Gottes Heilsgeschichte – bei Nehemia K.1

Gottes Heilsgeschichte mit seiner Menschheit ist aufs engste verwoben mit der Weltgeschichte. Sie sind nicht voneinander zu trennen. – Was Jahrtausende miteinander verbinden

Unsere gesamte Menschheitsgeschichte von Adam an hat einen Anfang und ein Ziel. Wir sind keineswegs einer Vielzahl von Zufälligkeiten unterworfen, sondern da herrscht einer über uns, der einen Plan hat. Und nach seinem Plan läuft die Geschichte der Menschheit ab. Dieser eine ist der allmächtige und ewige Gott. Er ändert sich nicht. Er ist derselbe: gestern, heute und in Ewigkeit. Aber die Menschen und die Reiche dieser Welt ändern sich – und zwar nach göttlichem Plan. Gottes Ziel mit seiner Menschheit ist dies: Die Macht der Sünde soll in dieser Welt gebrochen, Tod und Teufel sollen besiegt und überwunden werden. Unsere Erde soll unter der Herrschaft Gottes und seines Messias in ein Friedensreich verwandelt werden.

Das Buch Nehemia im AT ist das letzte der Geschichtsbücher. Obgleich in den meisten gängigen Übersetzungen Esra und Nehemia jeweils eigenständige Bücher sind, gehörten sie womöglich einst zusammen und bildeten eine Einheit, so wie es auch heute noch in hebräischen Handschriften ist.

Mit dem was wir aus dem Nehemiabuch erfahren, werden uns Einblicke in eine ganz besondere, in eine entscheidende Stunde der Heilsgeschichte Gottes mit seinen Menschen gewährt.
Was ist das Besondere daran? Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte. Die Zeit des sogenannten Alten Bundes mit dem Gottesvolk Israel neigt sich seinem Ende zu und die Zeit des Neuen Bundes wird vorbereitet.

Einige Sätze zur Person des Nehemia: Von Beruf war Nehemia ein sehr hoher Beamter am Hof des Königs von Persien, Artaxerxes I (464-424 v. Chr.). Nehemia, dieser  hebräische Name hat die Bedeutung „Jahwe tröstet“, also der HERR, Gott, tröstet. Sein Vater war Hachalja. Der war zusammen mit einer von drei Gruppen aus seiner Heimat Juda ins Exil verschleppt worden. Dies passierte im Abstand einiger Jahrzehnte zwischen ca 605 bis 586 v.Chr. Nehemia selbst wurde erst in der Gefangenschaft geboren. Er kannte daher die Heimat seiner Vorfahren nur vom „Hören-Sagen“. Seine hohe Funktion am persischen Königshof wird in unserem Text mit „Mundschenk“ bezeichnet.  Eine sehr hohe, bedeutende und verantwortungsvolle Position. Eine besondere Vertrauensstellung, also eher zu beschreiben als eine Art Privatsekretär. Als Mundschenk von König Artaxerxes I. hatte Nehemia sowohl eine verantwortungsvolle (er musste sicherstellen, dass der Wein des Königs nicht vergiftet war) als auch eine einflussreiche Position, denn ein solch vertrauenswürdiger Diener wurde oft zu einem engen Berater.

Etwa um dieselbe Zeit, bzw. kurz davor lebten die letzten Propheten im AT, Sacharja und Maleachi. Wenig mehr als 500 Jahre vor Chr., also vor der Zeitenwende. Mit diesen beiden letzten Propheten des AT hörte Gott für lange Zeit auf mit seinem Volk zu reden. Die Zeit der Propheten war zu Ende gegangen. Wenig mehr als 5 Jahrhunderte wird es noch dauern, bis Gott ganz neu und noch einmal ganz anders zu seinem Volk redet, ja überhaupt zur ganzen Menschheit: Dann nimmt Gott selbst Menschengestalt an. Er wird in seinem Sohn zu seinem Volk kommen. Gott kommt vom Himmel auf die Erde. Und mit Jesus v. Nazareth bricht eine ganz neue Zeit an. Im Joh.-Evglm erfahren wir: „Das Wort Gottes wurde Fleisch, d.h. nahm Menschengestalt an, und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit“. (Joh 1,14) Gottes zuvor ergangenes Wort durch Mose und die Propheten war allerdings durch das Kommen Jesu nicht hinfällig geworden. Vielmehr „musste sich alles erfüllen was über ihn – von Jesus – im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen geschrieben steht.“ (Lk 24,44) So erklärte es der auferstandene Jesus später seinen beiden völlig frustrierten Jüngern als diese am Abend des Auferstehungstages Richtung Emmaus wanderten. Von der Auferstehung Jesu hatten sie zwar gehört, sie aber weder einordnen noch glauben können.

Die Zeit von Esra und Nehemia waren also heilsgeschichtlich betrachtet eine ganz besondere Umbruchzeit. Es mussten in der Geschichte des Volkes Gottes alle erforderlichen Voraussetzungen für das Kommen des Messias Jesus und sein Rettungshandeln geschaffen werden. Sowohl die äußeren, sprich die politischen, als auch die inneren, die geistlich religiösen.

Dies war ca 140 Jahre zuvor geschehen: Seit 586 v. Chr. lebte das Volk der Juden mit nur wenigen Ausnahmen im Exil. Tausende von Kilometern entfernt vom „verheißenen Land“ in der babylonischen Gefangenschaft. Gottes Gerichtsankündigungen durch Mose (z.B. 3.Mo 20,22) und die Propheten haben sich in schrecklicher Weise erfüllt. Das von Gott verheißene Land, das Josua dem Volk Israel rund 1000 Jahre zuvor ausgeteilt hat und in dem Jahrhunderte später König David sein Großreich aufgebaut hatte, hat seine Bewohner „ausgespien“.

Aber damit war Gott mit seinen Heilsplänen keineswegs am Ende. Im Gegenteil: Es war die Zeit gekommen, ein neues Kapitel seiner Heilsgeschichte aufzuschlagen. Gott selbst wird in seinem Sohn Jesus Christus auf die Erde kommen, um Sünde, Tod und Teufel zu besiegen. Dieses heilsgschichtliche Ereignis besonderer Art musste vorbereitet werden.

Machen wir uns bewusst: Der „Neuen Bund“ wurde mit dem 3 jährigen Wirken des Gottessohnes mit Kreuz und Auferstehung auf dieser Erde aufgerichtet. Es war ein kurzer – aber wunderbarer Höhepunkt in Gottes Heilsschaffen in seinem Kampf gegen Satan und seine Macht. Gott selber erschien in seinem Sohn in dieser Welt. Satan der urzeitliche Gottesrebell war lange zuvor aus dem Himmel auf die Erde geworfen worden. Damit wurde unsere Erde zum Schauplatz der Auseinandersetzung Gottes mit Satan. Es kam zur Entscheidung. Gottes ewiges Wort wurde Fleisch – d.h. Mensch – und wohnte unter uns. In der Person des Jesus von Nazareth.

Dieses zentrale Ereignis in Gottes Geschichte mit seinen Menschen konnte nirgends anders als in der Stadt Davids, nirgends anders als in der Stadt des großen Königs, nirgends anders als in der Hauptstadt des kommenden messianischen Friedensreiches geschehen.  Hier in Jerusalem musste das zentrale Ereignis der Heilsgeschichte Gottes mit Kreuz und Auferstehung  Jesu stattfinden.

Und um diese Vorbereitung geht es im Esra und Nehemia Buch. Die nimmt hier ihren Anfang. Wie hat Gott das gemacht? In göttlicher Souveränität greift Gott ein in das Weltgeschehen. Er beruft sich Menschen, öffnet ihnen die Schrift, schenkt Weisheit und Erkenntnis, er formt sie, befähigt sie, leitet sie und schenkt Gelingen. Schon erstaunlich, wie Gott sich dazu Menschen unterschiedlicher Herkunft, Stellung und Berufe bedient. Nehemia selbst zeigt ein vorbildliches Gottvertrauen und ist zu gößtem persönlichen Opfer bereit.

Das ganze Nehemia-Buch kann unter das Thema gestellt werden:  „die gute Hand Gottes“.  Es lohnt sich das ganze Nehemiabuch einmal im Zusammenhang durchzulesen. Dabei wird deutlich wie treffend der Kommentar von Mc. Arthur in der Studienbibel zur Stelle ist: „„Das vorbildliche Verhalten des berühmten Mundschenks wird bei weitem noch von Gott übertroffen, der dafür sorgte, dass die Mauern Jerusalems trotz des vielen Widerstands und der enttäuschender Rückschläge aufgebaut werden konnten“.

Gott hat Gnade gegeben, dass die Voraussetzungen für das erste Kommen des Messias geschaffen werden konnten. Wir werden Zeugen einer Umbruchzeit in Gottes Heilsgeschichte.

Beeindruckend zu sehen, wie Gott just zu diesem Zeitpunkt Gunst und Wohlwollen unter den Vorstehern seines Volkes und im Volk selbst gewirkt hat. Proteste und Rebellion konnten durch Nehemia im Keim erstickt werden. Seine Leute haben es sich sagen lassen. Ja, es stimmt: „Wenn die Stunden sich gefunden bricht die Hilf mich Macht herein, und dein Grämen zu beschämen wird es unversehens sein.“

Ausführlich wird im letzten Teil der Bibelarbeit auf die Frage eingegangen: Was lehrt uns Gottes Wort über Nehemia für unsere Zeit heute? Was hat sich in den 2 1/2 Jahttausenden nicht geändert und was ist „neu geworden“? Wir leben 2500 Jahre nach Nehemia. Gott ist derselbe geblieben. Seine Ziele mit uns Menschen sind dieselben geblieben. Seine Liebe und sein Erbarmen sind uns zugewandt. Gott sei Dank! Denn von Natur aus sind wir Sünder und bedürfen der Befreiung und Heilung. – Auch daran hat sich seit Nehemias Zeiten nichts geändert. Während Nehemia aber noch z. Zt. des „Alten Bundes“ lebte, so finden wir uns heute im „Neuen Bund“ Gottes vor. Nach Gottes Rettungstat in Jesus mit Kreuz und Auferstehung sind wir eingeladen durch den Glauben an Jesus  Kinder Gottes zu werden. Dann lebt Jesus Christus in uns. Eine ganz neue Qualität der Gottesbeziehung.

Der Apostel Paulus beschreibt dieses göttliche Erbarmen so in Gal 4,4ff: „Als dann aber die Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde von einer Frau geboren und unter das Gesetz gestellt.5 Er sollte die loskaufen, die unter der Herrschaft des Gesetzes standen, damit wir das Sohnesrecht bekämen. 6 Weil ihr nun Söhne seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der „Abba! Vater!“ in uns ruft. 7 Du bist also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch zum Erben gemacht.

Zusammenfassend soll gesagt sein:

Die Geschichte Nehemias will kann für uns ein Vorbild sein für unseren Lebensweg in der Nachfolge Jesu.  Lassen wir uns davon inspirieren!!! Dann sind wir bereit für die Wiederkunft Jesu.

Der vollständige Vortrag wurde am 23.4.17 in Rutesheim im API Zentrum gehalten.  Er kann unter folgendem Link gelesen und heruntergeladen werden: Neh_1_BiStd_bei_API_in_Rutesheim

 

„Freut euch, allewege – der Herr ist nahe“ – mit Gottes Kraft ins neue Jahr!

Predigt am Sonntag nach Neujahr in der FeG Mühlacker, am 3.1.2016

Wie geht es Dir heute Morgen?

Jetzt wo alle Feiertage hinter uns liegen. Und wo für viele morgen früh der Alltage wieder beginnt.
Besonders interessiert es mich: Wie sieht es in euch aus? Wie steht’s mit der Freude? Konntet ihr etwas von der „Weihnachtsfreude“ erleben? Und wenn ja, konntet ihr was herüberretten von der Weihnachtsfreude ins neue Jahr? Weihnachten – oft das Fest Freude genannt!

Eines der bekanntesten Weihnachtslieder, jeder hat es schon gesungen:
„O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit. Welt ging verloren, Christ ist geboren. Freue dich, freue dich o Christenheit.“

Soviel wissen wir von damals: Die Hirten in jener Nacht auf den Feldern vor Bethlehem dösten vor sich hin. Vielleicht saßen sie um ein Feuer. Da urplötzlich … riss der Himmel auf und …nach Lk:

Siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. (Luk 2,0-11)

Das war der Augenblick in der Menschheitsgeschichte, der die Welt verändern sollte. Die Hirten machten sich auf in das Städtchen Bethlehem und fanden in einem Stall Maria mit Joseph und dem Kind in der Krippe, gebettet auf Stroh. Sie beteten an das Neugeborene. Den Heiland und Retter der Welt. Danach waren diese rauen Gesellen nicht mehr dieselben. Ihre Herzen waren mit großer Freude erfüllt. Und …

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. (Luk 2:20 )

Die Freude ist ein ganz zentrales Thema der Bibel. „Freude“, das ist doch Gottes Thema mit uns, seinen geliebten Menschen – durch die ganze Bibel hindurch.
„…die Freude und nur die Freude führt ans Ziel aller Wege Gottes mit uns“, sagte der Schweizer Theologe und Predigtlehrer Rudolf Bohren. Oder: „„Die Freude ist der Doktorhut des Glaubens“, sagt Martin Luther.

Auch Jesus, unser Herr, wollte, dass sich seine Jünger freuen. Noch Stunden vor seinem Tod am Kreuz. Im Johannesevangelium erfahren wir vom letzten Zusammensein Jesu mit seinen Jüngern. Letzte Worte haben bekanntlich ein besonderes Gewicht. Erst recht beim Gottessohn. Er sagte seine Nachfolgern:

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich!
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten.
Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. „ (Joh 14,1-3) ….
„Das sage ich, damit meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde.“ (Joh 15,11)

Kein Wunder, dass auch bei Paulus die Freude ein zentrales Thema ist. Ganz besonders der Brief des Apostels an die Christen in Philippi bringt dies zum Ausdruck. Der Philipperbrief wird der Brief der Freude genannt. Gleich 14 Mal kommt das Wort Freude in den vier kurzen Kapiteln vor. Gott will uns mit Freude beschenken. Vor diesem Hintergrund nochmals meine Frage: Hat euch in den zurückliegenden Tagen diese „Freude“ gepackt? Und wenn ja, konntet ihr was herüberretten von dieser „Weihnachtsfreude“ ins neue Jahr?

Um diese Freude in unserem Leben in der kommenden Zeit soll es heute Morgen gehen.

Dazu hören wir auf zwei Verse aus dem Brief des Pls an die Christengemeinde in Philippi.

Freuet euch in dem HERRN allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!
  ….der HERR ist nahe! Phil 4,4.5

„Freut euch!“ – ausstrecken sollen wir uns nach der Freude– sie ergreifen.
„Zupacken“. Zweimal fordert Paulus die Christen in Philippi hier auf: Freuet euch … Leute, was immer geschieht. Freut euch; freut euch unter allen Umständen. Und noch einmal sage ich euch „Freut euch!“

Aber Paulus, so möchten wir da fragen, was soll das?
„Kann man Freude denn einfach befehlen – dazu noch: „freut euch allezeit, freut euch allewege, unter allen Umständen?“ Auf unseren Einwand hin höre ich unseren Bruder Paulus antworten: „Ihr lieben Leute, ich befehle Euch gar nichts. Aber ich lade Euch ein.“ Versteht mich nicht falsch, würde er vielleicht noch dazu sagen. Meine Aufforderung ist keinesfalls ein Befehl. Es ist eine Einladung; ich lade euch ein euch zu freuen: freut euch, wo immer ihr unterwegs seid, ihr habt nämlich allen Grund dazu“.

Diese Einladung  „Freuet euch!“ ist alltagstauglich. Sie ist praktikabel in jeder Lebenssituation. Alles andere als eine graue Theorie. Das Geheimnis liegt in den beiden Wörtern „im Herrn“. „Freut euch im Herrn, allewege“ – wir können das tatsächlich – uns „allewege“ freuen, doch nur „in dem Herrn“
„Freut euch – in dem Herrn!“ Das ist das Geheimnis des Apostels Paulus. Und diese Freude ist von ganz besonderer Qualität, von einzigartiger Qualität. Es ist eine Freude „made by God“. Wir können sie nicht selber machen. Der Schlüssel zur echten bleibenden Freude liegt tatsächlich in den beiden Wörtern: „im Herrn“ Ohne diesen Schlüssel bleibt für uns die Türe zu dieser überragenden und bleibenden Freude verriegelt, verschlossen.

Ohne dieses „im Herrn“ käme das „Freut euch“ der Aufforderung gleich: „Zieht euch am eigenen Schopf aus dem Sumpf“. Das geht nicht. Das konnte allenfalls Münchhausen im Märchen. Freunde, wir alle stecken doch im Sumpf. Wir alle. Wir sind von Natur aus tief eingesunken in den Sumpf der Sünde, Und d.h. wir sind getrennt vom Leben mit Gott. Paulus bringt es im Römerbrief Kap 3 auf den Punkt:

… denn alle haben gesündigt. Und in keines einzigen Menschen Leben mehr kommt Gottes Herrlichkeit zum Vorschein. M.a.W. alle Menschen haben die ursprüngliche Herrlichkeit Gottes verloren. Die Herrlichkeit; nach der der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen war; ging verloren. Verloren durch den Sündenfall.

Das ist die Realität und zugleich die Not der Menschheit seit Jahrtausenden. Durch die Sünde – sprich durch unsere selbstverschuldete Trennung von Gott – ist Stolz, Hochmut, Eigenliebe, Ichsucht in unser Herz eingezogen. In mein Herz! Das alles klebt an mir und an dir und wir kriegen dieses tödliche Gift nicht los. Nicht aus eigener Kraft – nicht aus uns heraus. Doch genau deswegen hatte Gott es Weihnachten werden lassen. Sein Sohn kam uns zu befreien, zu erlösen: „Welt ging verloren, Christ ist geboren, freue dich, freue dich o Christenheit …“

Das Geheimnis für die göttliche Einladung „Freut euch“ steckt also in dem kleinen Zusatz drin „im Herrn“. Freut euch – in dem HERRN. Das macht den ganzen Unterschied aus. Dieses „im Herrn“. Die Türe zur wahren göttlichen Freude öffnet sich für uns, wenn uns dieses Geheimnis erschlossen wird: „freut euch im Herrn.“

Erfahren Sie wie diese göttliche Einladung – wo sie angenommen und gelebt wird – in schwierigsten Lebenslagen Veränderungen schafft. Lesen Sie dazu die ganze Predigt: Phil-4-4.5 Predigt_FeG 3.1.16

 

Vier Blutmonde

„Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird zu Blut“ (Joel 2,31)

Tonight it happens! / Heute Abend es passiert ! aus Israel vom 14.4.2014

 

„Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird zu Blut“

Gedanken aus dem Nah-Ost-Report von Lance Lambert

vom Oktober 2012

 

Nach allem, was wir beobachten können, leben wir in den letzten Tagen. Für diese

Zeit kündigt uns der Prophet Joel höchst dramatische Zeichen an: „Die Sonne wird

in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und

schreckliche Tag des Herrn kommt“ (Joel 3,4). Jesus selbst greift diese

Prophezeiung auf, in seiner Endzeitrede in Lk 21,25-26, und auch Petrus zitiert dieses

Prophetenwort in seiner flammenden Rede in Apg 2, 20-21.

 

Sonnenfinsternisse sind uns vertraut und sorgen auch heute noch für Aufsehen. Aber

wie soll sich der Mond in Blut verwandeln? In der populärwissenschaftlichen

Zeitschrift Wissenschaftsmagazin kann man nachlesen, dass „Blutmond“ die gängige

Bezeichnung für eine totale Mondfinsternis ist, im Internet unter

www.scinexx.de/dossier-detail-135-5.html. Durch Beugung der Lichtstrahlen in der

Erdatmosphäre um den Erdball herum färbt sich bei einer totalen Mondfinsternis der

Kernschatten der Erde auf dem Mond rostbraun bis blutrot. In einem kurzen

Animations-Film der NASA läßt sich dieses Naturphänomen auch auf dem

heimischen PC beobachten: www.bild.de/news/inland/mondfinsternis/blutmond-wokann-

man-ihn-sehen-18378616.bild.html.

 

Im 1. Buch Mose wird und gleich auf der ersten Seite von Sonne und Mond gesagt,

dass diese uns als Zeichen gegeben sind. Jesus ermahnt uns, die Zeichen der Zeit zu

erkennen. In den kommenden 2 bis 3 Jahren kündigt sich nach Auskunft der NASA

eine denkwürdige Häufung von Himmelszeichen an Sonne und Mond an. 2014 und

2015 gibt es je zweimal einen „Blutmond“, da verfärbt sich also der Mond blutrot,

und das je an zwei jüdischen Hochfesten, am 1. Tag von Pessach 5774 (am

15.4.2014) und am 1. Tag von Sukkot 5775 (am 8.10.2014), und dann wieder am 1.

Tag von Pessach 5775 (am 4.5.2015) und am 1. Tag von Sukkot 5776 (am

28.9.2015), eine äußerst seltene Konstellation. Dazwischen liegt der jüdische

Jahreswechsel zum Jahr 5776 (beginnend am 13.9.2015), ein Schabat- oder

Schmitah-Jahr, ein heiliges Jahr, das nur alle 7 Jahre gefeiert wird, und in dem nach

der Schrift dem Volk Israel alle Schulden erlassen werden. Um diese Jahreswende

gibt es außerdem zwei Sonnenfinsternisse, genau an wichtigen jüdischen Festtagen,

am 1.Nissan 5775, dem Beginn des biblischen Jahres (am 20.3.2015) und an Rosch

HaShana 5776, dem modernen jüdischen Neujahrsfest (am 13.9.2015), eine

vollständige und eine partielle Sonnenfinsternis. Es dauert Jahrhunderte, bis sich eine

solche Konstellation wiederholt. Nach einer alten rabinischen Tradition ist der Mond

mehr ein Zeichen für das Volk der Juden, die Sonne hingegen mehr für die Nationen.

So richten sich alle jüdischen Feste und der jüdische Kalender nach dem Mond,

während die Kalender der Nationen vorwiegend an der Sonne orientiert sind.

Das letzte Mal, dass es in zwei aufeinanderfolgenden Jahren an jüdischen Hochfesten

je zwei Blutmonde gab, war 1967/1968. Damals kam Jerusalem nach fast zwei

Jahrtausenden wieder in jüdische Hand, in einem Existenzkrieg, den Israel nicht

gewollt hat, und der zur Vernichtung Israels führen sollte. Doch Israel ging daraus

überraschend als strahlender Sieger hervor. Davor geschah dies 1948/1949, als der

moderne Staat Israel geboren wurde. Noch in derselben Nacht fielen sieben Armeen

der benachbarten islamischen Staaten über Israel her, um es zu vernichten. Statt

dessen siegte das kleine, kaum geborene, völlig unzureichend bewaffnete Land und

gewann sogar noch Land dazu, über das von der Völkergemeinschaft zugestandene

Gebiet hinaus.

 

Das nächste Mal, dass solche „Blutmonde“ mit diesen hohen jüdischen Festtagen

zusammenfallen, in den Jahren 2014/2015, kommen noch die beiden

Sonnenfinsternisse hinzu, ebenfalls an markanten Fixpunkten des jüdischen Jahres,

und genau dann beginnt das Jahr der generellen Schuldenvergebung der Juden. Sollte

das alles reiner Zufall sein?

 

Lance Lambert gibt zu bedenken, dass diese außerordentliche Häufung von Zeichen

an Sonne und Mond die Erfüllung der alten Verheißungen des Propheten Joel

einleiten könnte, die in Joel Kapitel 3,4 bis Kapitel 4,21 so anschaulich beschrieben

sind, nämlich die volle Wiederherstellung Israels mit Errichtung des 3. Tempels

einerseits und das endgültige Gericht Gottes über die mit Israel verfeindeten Länder

andererseits, die Israel zum Teil von der Landkarte wegfegen, zum Teil aber auch

„nur“ zerteilen wollen (Joel 4,2).

 

Lance Lambert ist kein Schwärmer. Er ist seit Jahrzehnten als hervorragender,

nüchten denkender jüdischer Bibellehrer ausgewiesen, der die Zeichen der Zeit von

Jerusalem aus wachsam beobachtet und sich dabei klar und unbeirrt an dem Wort

Gottes orientiert.

 

Natürlich wissen wir damit noch lange nicht „den Tag und die Stunde“. Die kennt

nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Dennoch sind wir gehalten, die

„Zeichen der Zeit“ zu erkennen, Zeichen, die der Vater in seiner Weisheit festgesetzt

hat, damit wir uns klug verhalten, wie die klugen Jungfrauen in dem Gleichnis Jesu,

und wir bereit sind, schon heute, und an jedem neuen Tag!

Quelle: CD „Israel, Middle-East Update“ vom Oktober 2012, von Lance Lambert,

Jerusalem, www.cfri.de , auch in deutscher Übersetzung erhältlich

Dr. Wolfgang Schuler