Aktuelle Info zu Saeed Albedini

Menschenrechtsbeauftragter trifft Ehefrau des in Iran inhaftierten Pastors Saeed Abedini

Erscheinungsdatum 22.05.2015

Im Anschluss an das Treffen mit Naghmeh Panahi-Abedini, der Ehefrau des seit 2012 in Iran inhaftierten Konvertitenpastors Saeed Abedini, erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Christoph Strässer, heute (22.05.) in Berlin:

Zusatzinformationen

Die Berichte von Frau Abedini über den schlechten Gesundheitszustand ihres zu acht Jahren Haft verurteilten Ehemannes, Pastor Saeed Abedini, erfüllen mich mit großer Sorge. Dringend notwendige medizinische Behandlung wird ihm weiterhin verweigert.

Ich fordere Iran auf, die Verurteilung Pastor Abedinis – wie auch aller lediglich aufgrund ihrer religiösen Überzeugung Inhaftierten – umgehend aufzuheben. Bis zu seiner Freilassung appelliere ich an alle Verantwortlichen in Iran, ihm dringend benötigte medizinische Behandlungen, auch außerhalb des Gefängnisses, zu gewähren.

Menschenwürdiger und respektvoller Umgang mit Häftlingen ist ein Gebot der Menschlichkeit!

Hintergrund

In Iran besteht Religionsfreiheit nur in eingeschränktem Maße. Die in Artikel 13 der iranischen Verfassung genannten “religiösen Minderheiten“ (Christen, Juden, Zoroastrier) dürfen ihren Glauben in Iran relativ frei ausüben. Untersagt ist ihnen jedoch jegliche Missionstätigkeit, die eine Verurteilung wegen „mohareb“ (Krieg gegen Gott) und damit die Todesstrafe nach sich ziehen kann. Repressionen sehen sich auch christliche Konvertiten ausgesetzt, denen eine Anklage wegen Apostasie drohen kann, die Sanktionen bis hin zur Todesstrafe nach sich ziehen kann.

Pastor Saeed Abedini, der sowohl die iranische Staatsangehörigkeit als auch die US-amerikanische besitzt, konvertierte im Jahr 2000 vom Islam zum Christentum. Seit 2006 lebte er in den USA. Am 26. September 2012 wurde Abedini während eines Iran-Besuchs von iranischen Sicherheitsbehörden verhaftet und am 27. Januar 2013 zu acht Jahren Haft wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit verurteilt. Dabei sei ihm insbesondere sein früheres Engagement bei der Gründung von Hauskirchen zum Vorwurf gemacht worden. Pastor Abedini ist seit 2004 mit Naghmeh Panahi-Abedini verheiratet und hat zwei Kinder.

 

Dringender Gebetsaufruf für Saeed Abedini

saeedFür Pastor Saeed Abedini hat es letzten Monat einen ernsthaften Rückschlag gegeben. Er gehört in die Vereinigten Staaten, nicht in ein brutales iranisches Gefängnis.
Es passierte ohne Vorwarnung.
An einem Dienstag stürmte eine Anzahl schwer bewaffneter iranischer Wachleute ein privates Krankenhaus in Tehran. Die Wachleute kamen nur zu einem Zweck – um den amerikanischen Pastor Saeed Abedini gewaltsam aus seinem Krankenbett zu entfernen und zurück ins Gefängnis zu bringen.
Pastor Saeed, ein US-Bürger, der zu einer 8-jährigen Haftstrafe im Iran aufgrund seines christlichen Glaubens verurteilt wurde, hatte zwei Monate in diesem Krankenhaus verbracht. Ein Krankenzimmer, in welchem er besser behandelt wurde, anstatt einer Gefängniszelle – ein Hoffnungsschimmer.
Dieser erlosch abrupt am Dienstag. Die iranischen Wachleute brachten Pastor Saeed nicht nur in Gewahrsam; nein, sie schlugen ihn mehrmals, so oft, dass er bewusstlos wurde.

Wir wissen alle diese Details, weil Pastor Saeeds Eltern diesen Vorfall miterlebten, als sie ihn gerade im Krankenhaus besuchten.
Sie waren schockiert und hilflos. Sie konnten nichts tun, als die Wachleute ihren Sohn zurück zum Rajai Shahr Gefängnis brachten.

Während wir nun die Details über diesen gewaltsamen Eingriff wissen, wissen wir immer noch nicht warum das Ganze passierte. Das Motiv ist unklar und es gab auch keine Erklärung von Seiten der Wachleute.

Für Pastor Saeeds Frau Naghmeh waren die Nachrichten niederschmetternd. „Das war ein totaler Schock für unsere Familie. In gewisser Weiße, war es schlimmer zu hören, dass er geschlagen und zurück ins Gefängnis gebracht wurde, als durch den anfänglichen Telefonanruf vor fast zwei Jahren zu erfahren, dass Saeed ins Gefängnis gebracht wurde. Das ist eine sehr schwere Zeit für uns – nicht wissend was wir erwarten können. Weiterhin empfangen wir viel Stärke von vielen Menschen auf der ganzen Welt, die für Saeed und unsere Familie beten.“

Pastor Saeed hat keine Kriminalitäten begangen. Er wird für seinen christlichen Glauben bestraft. Diese letzte Wendung des Geschehens ist in höchstem Maße enttäuschend und offenbart die wahre Brutalität gegen Christen, die im Iran noch immer sehr realistisch und gegenwärtig ist.

Aufgrund dessen, dass Pastor Saeed zurück im Gefängnis ist und dabei an neuen Verletzungen, die von den Schlägen dieser Woche herrühren, leidet, müssen wir die Alarmglocken läuten. Dies ist eine kritische Zeit für Pastor Saeed.

Fast 260000 Menschen auf der ganzen Welt fordern, dass der Iran Pastor Saeed freilässt. Hunderttausende beten weiterhin für die Abedini – Familie.

Wir danken Präsident Obama, der im letzten Herbst dem iranischen Präsidenten direkt Pastor Saeeds Notlage vorgelegt und Pastor Saeed beim Nationalen Gebetsfrühstück im Februar hervorgehoben hat.
Aber diese neuen beunruhigenden Entwicklungen erfordern sogar weitere mehr Eingreifen seitens unserer Regierung, um diesen unschuldigen US-Bürger zu retten.

Als Antwort auf die Schläge gegen Pastor Saeed und seine Rückkehr ins Gefängnis, gab das staatliche Ministerium folgendes schriftliches Statement an einen Pressevertreter:

„Wir bleiben in Sorge um Herr Abedinis Gesundheit und Wohlbefinden, insbesondere aufgrund der Berichte über die Misshandlungen während des Zurückbringens ins Rajai Shahr Gefängins. Wir wiederholen unsere Aufforderung an den Iran Herr Abedini zu erlauben eine notwendige medizinische Behandlung zu empfangen und gewähren den schweizerischen Beamten, die als unsere schützende Kraft fungieren, konsularischen Zugang, um sein Wohlbefinden festzustellen. Wir bleiben mit Herr Abedinis Familie hinsichtlich Entwicklungen in seinem Fall in Kontakt. Wir fordern den Iran auf Herr Abedini freizulassen, damit dieser mit seiner Familie wiedervereinigt werden kann.“

Ein schriftliches Statement sollte nur der Beginn sein. Während dieser kritischen Phase muss die US – Regierung auf Pastor Saaeds Notlage aufmerksam machen. Der Präsident und seine höchsten Mitarbeiter müssen sich weiterhin offiziell diesem Fall annehmen und die Freilassung dieses US – Bürgers vom Iran fordern.

Nachdem Pastor Saeed  nun zwei Jahre von Gefangenschaft durchlebt hat, ist es Zeit für ihn nach Hause zu kommen. Seine Familie braucht ihn.
Er, Naghmeh und ihre zwei jungen Kinder leiden. Es ist Zeit, dass seine Quälerei ein Ende hat. Nach zwei Jahren ist es Zeit für ihn zu dem Land, das er liebt, zurückzukehren und sich mit seiner Familie wiederzuvereinigen. Er gehört zu Amerika, nicht in ein iranisches Gefängnis.

Jay Sekulow ist der Vorsitzende des „American Center for Law and Justice“ (ACLJ), welches Pastor Saeeds Frau und Kinder, die in den USA leben, vertritt.

http://www.foxnews.com/opinion/2014/05/22/serious-setback-pastor-saeed-abedini-belongs-in-us-not-in-brutal-iranian-prison/#

[übersetzt von Jonathan Schroth, Mühlacker]

 

Pastor Saeed Abedini begeht seinen 33. Geburtstag in Einzelhaft

Das “American Center for Law and Justice” (ACLJ) verbreitete am 8. Mai 2013 eine weitere Nachricht über den im Iran inhaftierten amerikanischen Pastor Saeed Abedini. Er ist einer der Vielen, die weltweit wegen ihres Glaubens an Jesus inhaftiert sind und schwer misshandelt werden. Wir, die in Freiheit unseren Glauben leben können, sind beeindruckt und berührt von der Standhaftigkeit von Brüdern und Schwestern, die – wie auch Saeed – schwersten Misshandlungen, Folter und anderen menschenverachtenden Behandlungen ausgesetzt sind, und trotzdem unbeirrt am Glauben an Jesus festhalten.
Pastor Saeed – ein amerikanischer Staatsbürger, eingesperrt wegen seines Glaubens – verbrachte gestern seinen 33. Geburtstag in Einzelhaft in einem der schlimmsten der Gefängnisse der Welt. Für nun mehr als 224 Tage erduldet er Missbrauch, Folter und Verfolgung.
lesen Sie mehr darüber im folgenden Artikel:
Saeed Abedini begeht seinen 33. Geburtstag in Einzelhaft

Weiterer Gebetsaufruf für Saeed Abedini

Wochenspruch für Sonntag Reminiscere:

Gott erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.
Römer 5,8

Eben als ich von einem Predig-Dienst zurückkam, fand ich einen bewegenden Brief unseres schwer geschundenen Bruders Saeed Abedini aus dem Evin-Todesgefägnis in Teheran. Ein bewegendes Zeugnis eines Bruders, der Jesus inmitten schwerster Bedrängnisse siegreich erlebt.

Bitte erlaubt es mir, Euch wieder – nach dem letzten Gebetsaufruf vom 17.1.2013 mit diesem weiteren Gebetsaufruf anzusprechen und Euch um Fürbitte zu ersuchen. Wir dürfen in Freiheit – wenn auch vielfach angefochten – unseren Glauben leben. Erweisen wir doch unserem Vater im Himmel unseren Dank dafür damit, dass wir in anhaltender Fürbitte für unsere leidgeprüften vor IHN bringen.

Gerade über dem heutigen Sonntag 24.2.2013 steht im Herrenhuter Losungsbüchlein der Vermerk: „Gedenktag für verfolgte und bedrängte Christen“ ist es eine besondere Gelegenheit.

Mit dem Wunsch für eine gesegnete und erfüllte neue Woche grüßt Euch
Euer

Fritz Ehmendörfer

Im folgenden der Brief von Saeed Abedini und eine Anmerkung von seiner Frau Naghmeh

Saeed – ein Brief aus dem Gefängnis:

Von Herzen
Meine lieben Freunde,

die Zustände hier werden so sehr schwer, dass meine Augen verschwommen sind, mein Körper hat keine Kraft zum Gehen und meine Schritte werden sehr schwach und zittrig.

Verschiedene (Mobbing) Gruppen, psychologische Kriegsführung, ein Jahr in dem ich meine Familie nicht gesehen habe, physische Gewalt, Handlungen, die mich demütigen, Beleidigungen, verspottet werden, mit Extremisten konfrontiert, die „ein Gefängnis“ innerhalb der Gefängnismauern schaffen und die Todesdrohungen….

Es ist interessant, dass ich sorgfältig beobachtet werde, weil ich ein christlicher Pastor bin. Man erwartet, dass ich trotz der Dinge, die sie tun, ihnen zulächle und verstehen soll, warum sie dies alles tun. Aber natürlich kann ich deutlich sehen, was vor sich geht und weil ich dem Herrn dienen will, sehe ich alle diese Schwierigkeiten als goldene Möglichkeiten und großartige Türen um zu dienen. Es gibt leere „Gefäße“, die durstig sind nach einer Kostprobe des Lebendigen Wassers, und wir können ihren Durst stillen, indem wir ihnen Jesus Christus geben. Vielleicht bist du auch in solch einer Situation, dann bete und suche den Herrn, damit er dich gebraucht und dich führt im Druck und den Schwierigkeiten deines Lebens.

Es gibt jene, die Feinde des Lebendigen Wortes sind und nicht hören wollen. Sie versuchen, mich unter solch entsetzlichen Druck (der manchmal unerträglich ist) zu setzen, um mir beweisen zu wollen, dass mein Glaube leer und nicht echt sei.
Und nach allem Druck, nachdem sie meine Hände und Füße gegen alle diese Nägel gepresst haben, warten sie nur auf eines… dass ich Christus verleugne.
Aber dazu werden sie mich nie bringen. Deshalb ist die Bibel die Wahrheit und sie sind auf dem Weg der Zerstörung.

Es gibt eine andere Gruppe, die das Evangelium der Wahrheit nicht kennt. Anstatt wirklich auf Gottes Wort zu hören und darüber nachzusinnen, warten sie nur darauf, wie ich reagiere auf all ihren Druck und die Verfolgung. Was wird aus mir heraus kommen in diesen intensiven Zeiten?
Aber wiederum, dies ist eine andere goldene Möglichkeit für mich, das Licht Christi in diese dunkle Welt scheinen und mich von Gott gebrauchen zu lassen.

Als ich gestern Anbetungslieder sang, kam der Leiter meiner Zelle und griff mich an, damit ich aufhöre Gott zu preisen; aber als Antwort darauf umarmte ich ihn und zeigte ihm Liebe. Das hat ihn schockiert.

Unter diesen rauen, harschen Bedingungen, brauche ich die rettende Gnade ganz tief, so dass ich der wohlriechende Duft Christi in dem dunklen Haus des Evin Gefängnisses sein kann. Ich habe oft den leuchtenden Morgenstern in der Dunkelheit dieses Gefängnisses gesehen; ich habe sein erstaunliches und übernatürliches Wirken gesehen. Oh, wie wunderschön ist es, das Licht des leuchtenden Morgensterns Christi zu sehen in solch böser Dunkelheit.

Deshalb:

  • Erkenne deine goldenen Möglichkeiten in Druck und in Schwierigkeiten.
  • Erkenne den leuchtenden Morgenstern in den dunklen Zeiten deines Lebens.

Ich liebe IHN! Er ist gnädig, barmherzig und gerecht mit mir. Ich weiß, dass ich nicht vergessen werde und dass wir auf diesem Pfad zusammen gehen. Gott gibt mir Gnade.
Das ist meine Botschaft an die Gemeinde: Bleibt stark zu seiner Ehre. Er wird bald zurückkommen! Sei mit dem Herrn und gib dein bestes Bestreben für sein Königreich.

Pastor Saeed, Diener Jesu Christi in Ketten für das Evangelium. Ich liebe euch alle.

ehepaar_abediniNach dem Erhalt dieses Briefes sagte Saeeds Frau Naghmeh:
Es ist herzzerreißend zu hören, dass Saeed anhaltend missbraucht und gefoltert wird in dem iranischen Gefängnis. Wir wussten seit einiger Zeit, dass er physisch und psychisch missbraucht wird. Jetzt sind unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt worden. Er wird weiter lebensbedrohlich missbraucht in den Händen der iranischen Beamten, einfach wegen seines Glaubens an Jesus. Das sind die schrecklichen Bedingungen, denen er weiterhin ausgesetzt sein wird während seiner langen Gefängnisstrafe im Iran. Saeed ist ein amerikanischer Staatsbürger, der unter Druck gesetzt wird und dem fälschlicherweise Freiheit versprochen wird, wenn er nur seinem Glauben an Jesus absagt. Wir haben diese Taktik schon in der Vergangenheit erlebt. Saeed wird seinen Glauben nie widerrufen – auch wenn es weiterhin Folter und Missbrauch bedeutet.
Mit jedem Tag, der vorbei geht, gilt unsere Hauptsorge seiner Gesundheit und seinem Wohlergehen. Obwohl Saeed körperlich sehr schwach ist, wissen wir, dass er stark ist in seinem Glauben. Seine Situation ist schrecklich und mit dem anhaltenden Missbrauch und den Todesdrohungen wissen wir nicht, wie lange Saeed diese entsetzlichen Bedingungen im Gefängnis überleben wird. Das allerwichtigste, das wir tun können, ist zu beten, seinen Fall weiterhin bekannt zu machen und weiterhin für seine Freilassung zu arbeiten.

STIFTUNG SALZ
Postfach 1212
71071 Herrenberg
Deutschland
info@stiftung-salz.de    Volksbank Nordschwarzwald
Kto.-Nr.: 60 008 008
BLZ: 642 618 53
IBAN: DE93 6426 1853 0060 0080 08
BIC CODE: GENODES1PGW

Bitte betet weiter für Saaed

foto1_gebetsanliegenFox News beschreibt das Evin Gefängnis in Teheran folgendermaßen:

„Schläge, Folterungen, Scheinhinrichtungen und brutale Verhöre sind die Norm im Evin Gefängnis, in dem seit 4 Jahrzehnten die qualvollen Schreie der Gefangenen verschluckt wurden von den düsteren Mauern der tief liegenden Zellen in Nordwest Teheran.“

Iran: Acht Jahre Haft wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“

Saeed Abedini wechselte im Jahr 2000 zum christlichen Glauben

(Open Doors) – Am 22. Januar verurteilte ein Revolutionsgericht den 32-jährigen Saeed Abedini zu acht Jahren Haft wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit. Der Vater von zwei Kindern ist gebürtiger Muslim iranischer Abstammung und war im Jahr 2000 zum christlichen Glauben konvertiert. Seit 2005 lebt die Familie in Idaho, USA. Um im Iran ein Waisenhaus zu eröffnen, war er seit 2009 mehrmals ins Land gereist. Dabei wurde er im September 2012 verhaftet. Seine Frau Naghmeh Shariat Panahi bittet Christen weltweit, im Gebet für Saeeds Freilassung einzustehen.

Anwälte und Ehefrau hoffen trotz schlechter Aussichten

Bei der gerichtlichen Anhörung am 21. Januar verwiesen Saeed und sein Anwalt darauf, dass es keine politischen Beweggründe für Saeeds Religionswechsel und seine Tätigkeiten gegeben habe. Das Gericht macht ihm besonders sein jahrelanges früheres Engagement bei der Gründung von Hauskirchen zum Vorwurf. Der zuständige Richter Pir-Abbassi ist als Hardliner bekannt und zeichnet beispielsweise verantwortlich für Todesurteile gegen Studenten, die während der Protestkundgebungen im Jahr 2009 festgenommen wurden. Saeed wird im berüchtigten Teheraner Evin Gefängnis festgehalten. Seine Ehefrau hofft auf diplomatische Unterstützung aus den USA, wenngleich Katrina Lantos Swett, Vorsitzende der U.S. Kommission für Internationale Religionsfreiheit und weitere Sprecher von Behörden, ihr keine große Hoffnung machen.

Wichtigste Unterstützung ist Gebet

Als Naghmeh Shariat Panahi von der Verhaftung ihres Mannes erfuhr, kontaktierte sie Familienangehörige im Iran, um Informationen zu erhalten. Nach seiner Verurteilung wäre die gebürtige Iranerin, die jedoch in den USA aufgewachsen ist und einen amerikanischen Pass besitzt, am liebsten sofort in den Iran gereist. „Ich wurde jedoch gewarnt, dass ich sofort verhaftet werden würde, sollte ich iranischen Boden betreten“, schüttet die Mutter von Rebekkah (6) und Jacob (4) ihr Herz aus. „Dann hätten die Kinder weder Vater noch Mutter“! Sie lebt mit ihren Eltern in Boise, Idaho, wo sie von den Gemeindemitgliedern der Calvary Chapel getröstet und unterstützt wird. „Unsere größte Hilfe erfahren wir durch Gebet. Anhaltendes Gebet! Wenn wir Saeed nicht schnell freibekommen, wird er womöglich für viele Jahre im Gefängnis bleiben”, ruft sie dringend zum Gebet auf.

Die religiösen und politischen Führer im Iran warnen seit 2010 offiziell vor der Gefahr durch die wachsende Hauskirchenbewegung. Im Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt das Land Rang 8. Christen mit muslimischem Hintergrund sind besonders gefährdet. Bitte beten Sie für die Christen im Iran.

Bitte stellen Sie sich mit Ihrem Gebet an die Seite der Christen im Iran. Wir danken Ihnen.

  • Danken Sie Gott für die Unterstützung der Familie durch die Gemeinde.
  • Bitten Sie für den Richter und die zuständigen Behörden im Iran, dass Gott ihre Herzen wendet und die Freilassung von Saeed ermöglicht wird.
  • Beten Sie bitte für Saeed um Trost, Gewissheit des Beistandes in Christus und Bewahrung an Geist, Seele und Leib.

Gebetsaufruf

Liebe Freunde und Geschwister im Glauben an unseren Herrn Jesus Christus,

foto1_gebetsanliegenNicht überall auf der Welt erfreuen sich die Menschen der Freiheit, ihren Glauben ungehindert zu leben. Eine kürzlich erhaltene Nachricht von Freunden hat mich betroffen gemacht und mich bewogen Euch von Saeed Abedini zu berichten. Dem amerikanischer Staatsbürger und Pastor iranischer Herkunft, soll in wenigen Tagen im Iran der Prozess gemacht werden. Das Bild zeigt ihn mit seiner Familie. Paul Hattaway (Verfasser des Buches „Heavenly Men“) und Leiter von „Asian Harvest“, ist mit dem inhaftierten Saeed befreundet und hat einen dringenden Gebetsaufruf verfasst. Freunde in Deutschland haben ihn übersetzt und verbreitet.

Hier nun Paul Hattaways Brief:

„Liebe Freunde,
bekanntlich verschicken wir nur selten Emails, es sei denn, wir haben sehr dringende Anliegen, die wir mit euch teilen möchten. Dies trifft heute zu.

Ein lieber persönlicher Freund von mir ist in Schwierigkeiten geraten, ganz einfach weil er Jesus Christus liebt und ihm gehorsam ist. Sein Name ist Saeed Abedini. Er ist im Iran geboren, jetzt aber US Bürger. Seine Frau Naghmeh ist ebenfalls amerikanische Staatsbürgerin, sie leben mit ihren beiden Kindern im US Staat Idaho.

Obwohl Saeed erst 32 Jahre alt ist, hat Gott ihn gebraucht, viele iranische Muslime zum Herrn zu führen. Er hat viele Hauskirchen im Iran aufgebaut.

Saeed hatte mich gebeten, seine Biografie zu schreiben. Während ich am Schreiben war, wollte Saeed eine letzte Reise in den Iran unternehmen, um sich von seiner Familie dort zu verabschieden. Er wusste, wenn sein Buch erscheinen würde, wäre es für ihn unmöglich, noch einmal in sein Geburtsland zu reisen.

Ich kann euch versichern, dass sein Zeugnis außergewöhnlich ist und dem Herrn viel Ehre bringen wird und ich kann bezeugen, dass Saeed ein gottesfürchtiger Bruder ist, der den Herrn Jesus liebt.

Bevor er zum Glauben kam, war Saeed so depressiv, dass er sich das Leben nehmen wollte. Er wurde auch einige Zeit von der Hisbollah als Selbstmordattentäter ausgebildet. Nachdem er durch das Blut Jesu erlöst wurde, war Saeeds Leben so verwandelt, dass er nicht anders konnte, als die gute Nachricht so vielen Menschen wir nur möglich zu bringen.

Im September vergangenen Jahres war Saeed in einem Bus nahe der iranischen Grenze unterwegs, als plötzlich Revolutionsgarden in den Bus einstiegen und ihn herauszerrten. Er wurde für Monate festgehalten, während er darauf wartete, dass sein Fall vor dem iranischen Gericht behandelt wird. Momentan wird er in dem berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran gefangen gehalten. Man hat ihn erbarmungslos gefoltert, aber er hat seinen Herrn und Retter nicht verleugnet.

Obwohl er amerikanischer Staatsbürger ist, hat das US Außenministerium nichts unternommen um zu helfen, weil sie keine Beziehungen mit dem Iran pflegen.

Aus menschlicher Sicht gibt es nur wenig Hoffnung für Saeed. Es gibt Hinweise darauf, dass er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt werden soll oder möglicherweise die Todesstrafe bekommt.

Deswegen bitte ich euch um Gebet. Was Politiker und menschliche Stärke nicht zustande bringen, das kann Gott tun!

Heute nun haben wir erfahren, dass Saeeds Fall einem berüchtigten Richter zugewiesen wurde, der als der ‘erhängende Richter’ bekannt ist, weil er in der Vergangenheit Menschen an den Galgen brachte. Dieser Mann hat einen so furchterregenden Ruf, dass nur wenige Anwälte im Iran bereit sind, ihre Mandanten vor ihm zu verteidigen, denn dieser Richter hat oft auch den Anwalt ins Gefängnis geworfen. Es wird erwartet, dass er sein Urteil nächste Woche verkünden wird. Das amerikanische Center for Law and Justice hat diese erschütternde Erklärung veröffentlicht. Sie enthält auch ein Bild von Saeed und seiner Familie. Weitere Infos für Interessierte hier.

Trotz all dieser Not bleibt Saeed stark im Herrn. In einem Brief, den er kürzlich aus dem Gefängnis an seine Familie schrieb, sagt er: „Das Gefängnis ist die Prüfung des Glaubens. Ich war immer besorgt, dass die Stürme dieses Lebens das Schiff meines Glaubens zerbrechen könnten, aber wenn du fest stehst, sind die Stürme wie eine feine Brise. Nichts kann meinen Glauben brechen. Diese Mauern haben in mir mehr Inbrunst hervorgebracht, andere zu lieben, indem ich ihnen das Evangelium erzähle. Aber mehr als das haben die Mauern meine Liebe zu meinem Retter vertieft. Ich spüre die Gebete aller, die für mich beten.“

Kannst du bitte beten, dass unser lebendiger Gott ein Wunder für Saeed und seine Familie tut?

  • Wie immer das Ergebnis sein wird, bete bitte, dass der Name Jesu verherrlicht wird und viele Tausende im Iran das Evangelium hören werden aufgrund von Saeeds Inhaftierung.
  • Bitte den Herrn, dass er das Herz von Richter Pir-Abassi weich macht und dass der Wille Gottes alle Geschehnisse vollständig überschattet. Bete, dass Saeed Gnade und Gunst von Gott bekommt.
  • Bitte Gott, dass viele Fürbitter auf der ganzen Welt auf diese Situation aufmerksam gemacht werden und für Saeed und seine Familie beten.
  • Bitte bete, dass Saeed standhaft bleibt und ein großes Zeugnis ist für die Wächter und die anderen Gefangenen, mit denen er in Kontakt kommt.
  • Bete, dass das Evangelium sich ausbreitet unter den 70 Millionen Iranern. Viele sind offen, Jesus kennen zu lernen und ihm zu folgen, haben aber noch nie die Botschaft der Erlösung gehört.

Bitte leite diese Nachricht weiter an andere Christen, die beten. Es gibt keine Sicherheitseinschränkungen, denn es gibt keine Aussagen im Inhalt, die die iranische Regierung nicht schon kennen würde. Wenn du denkst, dass es mehr Christen zum Gebet mobilisiert, darfst du diese Nachricht auch mit ganzem Inhalt an soziale Netzwerke oder Websites weitergeben.

Für unseren König“

Paul Hattaway

www.asiaharvest.org

Anmerkung von mir:

Pastor Youcef Nardakhani

Pastor Youcef Nardakhani

An Weihnachten wurde im Iran Pastor Youcef Nardakhani erneut inhaftiert. Vielen wird der Name bekannt sein. Er war wegen seines christlichen Glaubens im Iran zum Tode verurteilt worden. Weltweit wurde für ihn gebetet und er wurde im September überraschend freigelassen. Leider nur für kurze Zeit. [siehe auch: http://aclj.org/iran/pastor-youcef-nadarkhani-arrested-imprisoned-iran] Auch für ihn wie auch für andere Verfolgte können wir im Gebet eintreten. Z.Zt. befasse ich mich mit einer kurzen ERF Ansprache zu Lukas 21,5-19 in der Reihe „Bibel heute“. Sie soll am 13.3.13 gesendet werden. In seiner bekannten Ölbergrede, kündigt Jesus seinen Jüngern an was sie in dieser Welt erwartet:

„Aber vor diesem allem werden sie die Hände an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vor Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen.

Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis. …

Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreunden und Freunden; und sie werden euer etliche töten.Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen.Und ein Haar von eurem Haupte soll nicht umkommen.Fasset eure Seelen mit Geduld. (Lukas 21,12-19 i.A)