Passionsgruß

Gruß an Freude und Bekannte zur Passionszeit.

19.03.2021

Ihr lieben Verwandte, Freunde und Bekannte,

zuerst möchten wir Euch recht herzlich grüßen.

In den letzten Tagen haben wir uns vermehrt Gedanken gemacht, wie es dem einen oder andern unserer Bekannten und Freunden geht, vor allem vor dem Hintergrund, dass das „normale“ Leben mehr oder weniger eingeschränkt ist. Für uns beide ist es so, dass wir uns viel mehr Zeit nehmen zum Bibellesen, Beten, ein Buch lesen und auch den einen oder anderen Gottesdienst im Internet verfolgen oder auch zu einen Spaziergang am Nachmittag, wenn es das Wetter zulässt.

Dienstagmorgens treffen wir uns in kleiner Runde zu unserem Hausbibelkreis. Wir beschäftigen uns regelmäßig mit dem Predigttext des darauffolgenden Sonntags. So kam es, dass wir uns mit Hiob 19,19-27 befassten. Und da war es v.a. das überraschende Bekenntnis des zuvor so niedergeschlagenen Hiob: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“

In der Vorbereitung dazu bedienten wir uns u.a. auch namhafter Bibelausleger, die im Internet leicht zugänglich sind. Was wir dabei gefunden haben, war recht ermutigend und glaubensstärkend. Da kam uns der Gedanke, auch noch andere liebe Menschen daran teilhaben zu lassen. V.a. auch im Blick auf die Passionszeit. So sind jetzt diese Texte entstanden.
Wir wünschen Euch Gottes Segen beim Lesen und „Studieren“.

Gott befohlen! Fritz und Hedi

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„Und ich, ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er aus dem Staube sich erheben.“ (Hiob 19,25)


Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor

„Ich weiss, dass mein Erlöser lebt.“

Der Kern dieser Tröstung Hiobs liegt in dem kleinen Wörtchen „Mein“: „Mein Erlöser,“ und in der Wahrheit und Gewissheit, dass der Erlöser lebt. Ja! festhalten am lebendigen Christus! Wie selig ist doch das! Wir müssen ein Eigentumsrecht an Ihm erlangt haben, ehe wir uns seiner freuen können. Gib dich nicht zufrieden, bis dass du durch den Glauben sagen kannst: „Ja, ich verlasse mich auf meinen lebendigen Heiland; ich klammere mich an Ihn, und Er ist mein.“ Vielleicht fühlst du deine Hand, mit der du Ihn hältst, noch schwach, und getraust dir nicht zu sagen: „Er lebt als mein Erlöser;“ du meinst es wäre Anmassung; o, so bedenke doch: wenn dein Glaube nur ist wie ein Senfkorn, so hast du durch dieses Senfkorn ein Recht, so zu reden. Es ist aber noch ein andres Wörtlein vorhanden, das für Hiobs festen Glauben ganz bezeichnend ist: „Ich weiss“. Wenn man sagen kann: „Ich hoffe, ich glaube,“ so ist das schon ein Trost; und es gibt unter der Herde Jesu Tausende, die kaum je weiter kommen. Wenn du aber den vollen Inhalt des Trostes erfassen willst, so musst du sagen: „Ich weiss“. Die Wenn und Aber und Vielleicht sind Mörder alles Trostes und Friedens. Zweifel sind in Zeiten der Anfechtung etwas Furchtbares. Sie verwunden die Seele gleich Hornissen! Wenn ich irgend fürchte, Christus sei nicht mein eigen, dann ist Essig mit der Galle des Todes vermischt; aber ich weiss, dass Jesus für mich lebt, und darum ist die Finsternis nicht finster; auch die Nacht muss Licht um mich sein. Wahrlich, wenn Hiob in jenen Zeiten, lange vor der Erscheinung und Zukunft Christi, sagen konnte: „Ich weiss“, so sollten wir nicht mit geringerer Zuversicht reden. Gott bewahre, dass unsre Zuversicht uns täusche. Lasset uns wohl zusehen, dass unser Glaube einen unerschütterlichen Grund habe, auf dass wir nicht auf eine eitle Hoffnung bauen. Ein lebendiger Erlöser mein Erlöser: das ist eine unaussprechliche Freude!

„Ich weiss, dass mein Erlöser lebt … Und meine Augen werden Ihn schauen.“ (Hiob 19,25.27)

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Autorin: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

In der Westminster-Abtei in London befindet sich unter all den Denkmälern von Königen, Helden und Künstlern auch das Standbild G. F. Händels, der, wiewohl er seinem deutschen Vaterland treu blieb, in England sein Leben beschloss. Er ist an einem Pulte stehend dargestellt, Feder und Notenpapier in der Hand, mit aufwärts gerichtetem, lauschendem Angesicht, während über ihm ein Engel schwebt und eine Rolle entfaltet mit den Worten und Noten der herrlichen Arie: „Ich weiss, dass mein Erlöser lebt!“

Hat wohl Hiob eine lichte Himmelsoffenbarung gehabt, als er mitten aus seiner furchtbaren Leidensnacht heraus jene unvergleichlich schönen Worte sprach? Jedenfalls ist eine frohe Ahnung durch seine Seele gegangen, dass der verheißene und erwartete Erlöser, der blutsverwandte Goel (Erlöser) seines Volkes, einst auch für ihn eintreten und ihm Leben geben werde nach dem Tod. – Wie gut haben es die Kinder des neuen Bundes, denen durch den auferstandenen Heiland sichere Kunde und eine lebendige Hoffnung des ewigen Lebens geschenkt ist! Ist dieses selige Wissen auch dein? Ist es mehr als ein Wünschen und Hoffen? Kannst du auch sprechen: Mein Erlöser? Freust du dich, Ihn zu schauen?


Ob mich des Todes Grau’n umschwebt,
Ob mich das finstre Tal will schrecken,
– Dein Wort, Herr, ist mir Stab und Stecken;
Ich weiss, dass mein Erlöser lebt!

„Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!“ (Apg 4,12)

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Autor: Charles Haddon Spurgeon (* 19.06.1834; † 31.01.1892) englischer Baptistenpastor

Wir können suchenden Seelen nicht zu oft sagen, dass ihre einzige Hoffnung auf Errettung allein der Herr Jesus Christus ist. Nur er ist mächtig, uns von der Schuld und auch von der Macht der Sünde zu erretten. Sein Name wird Jesus genannt, weil „er sein Volk errettet von ihren Sünden“.
Der Herr Jesus wurde um unsertwillen Mensch und war Gott bis zum Tod gehorsam, ja bis zum Tod am Kreuz. Wäre eine andere Weise der Befreiung möglich gewesen, so wäre der Kelch der Bitterkeit an ihm vorübergegangen. Der Sohn Gottes wäre gewiss nicht am Kreuz gestorben, wenn wir um einen geringeren Preis hätten erlöst werden können.

Es wäre vermessen anzunehmen, dass der Herr Jesus die Menschen nur halb errettet hätte und dass von ihrer Seite noch irgendein Werk nötig wäre, um sein Werk zu vollenden. Was haben wir, das zu seinem Blut und zu seiner Gerechtigkeit hinzugefügt werden könnte? „Alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein unflätiges Kleid.“ Können Lumpen auf das köstliche Gewebe seiner göttlichen Gerechtigkeit geflickt werden? Solches zu sagen ist eine Beschimpfung des Heilands.

Es verherrlicht unseren Herrn am meisten, wenn wir allein auf ihn vertrauen. Er fordert alle auf, die mühselig und beladen sind, zu ihm zu kommen, um ihnen Ruhe zu geben.

Das Kind, das in Feuergefahr ist, klammert sich an den Feuerwehrmann, der es auf dem Arm trägt, und vertraut ihm allein. Es stellt keine Fragen über die Stärke seiner Arme, sondern hängt sich an ihn. Die Hitze ist furchtbar, der Rauch erstickend, aber der Retter trägt es schnell in Sicherheit. Hänge dich mit demselben kindlichen Vertrauen an den Herrn Jesus, der dich aus den Flammen der Sünde heraustragen kann und will!

Das Evangelium Jesu Christi das einzige Evangelium, der einzige Weg zu Gott.

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Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor

Wenn du anderen bezeugst, dass das Evangelium (=die Frohe Botschaft) der einzige Weg zu Gott ist, dann verkündigst du nicht nur deine eigene Meinung hinsichtlich der richtigen Religion, sondern die von Gott offenbarte Wahrheit. Du verkündigst das Evangelium Christi nicht einfach, weil du es kennst, weil es deiner Persönlichkeit entspricht oder weil du intolerant oder exklusiv erscheinen willst, sondern weil es der einzige von Gott verordnete Weg zur Errettung von Sünde und ewigem Tod ist.

Du verkündest das Evangelium Jesu als das allein selig machende, weil er gesagt hat: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden“ (Joh 10,9). Du legst dafür Zeugnis ab, weil du mit dem Apostel Paulus übereinstimmst: „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus“ (1Tim 2,5).

Du befindest dich also in bester Gesellschaft und auf sicherem Grund, wenn du den Ungläubigen bezeugst, dass es nur einen einzigen von Gott verordneten Weg zur Errettung gibt.

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